Trotz einigem Zauderns ist der erste Einsatz des Falcons fernab der neuen Heimat über die Bühne gegangen, und es war vielleicht zwar nicht bühnentauglich, aber trotzdem ein Erlebnis. Aber der Reihe nach:
F hatte erfreulicherweise in der Vorwoche noch die Spur (geht nur an der Vorderachse) eingestellt, und B war beim finalen Schrauben- und Mutternfestigkeitscheck am Start (erstaunlich, dass es immer noch nicht ganz ordnungsgemäß befestigte Verbindungen zu beklagen gab), so dass ich den Falcon mit N‘s Hilfe am Mittwoch auf den Trailer laden konnte.
Motorenbauer G wollte sich den ersten Einsatz ebenfalls nicht entgehen lassen, und so ging es am Donnerstag nach viel Unterstützung zum neu gestalteten Circuit Meppen (der neu gestaltete Bereich allerdings war nicht bespielbar, da sich der Asphalt bereits auflöst 🙁, und nun erst noch repariert werden muss).
Hier ein Beweisfoto direkt nach der Ankunft:

Nach dem Abladen fand sich eine UNF-Mutter auf dem Trailer, was mich dazu bewegte, den mitgebrachten Wagenheber zu betätigen und eine improvisierte Unterbodeninspektion durchzuführen. Das Ergebnis war ✌️.
Die ersten Runden á 20 Minuten bin ich, um erst einmal ein Gefühl zu bekommen, moderat gefahren, weswegen mich der Veranstalter fragte, ob ich mich in der langsameren Gruppe 1 nicht wohler fühlen würde. Dieses Ansinnen habe emotionslos zur Kenntnis genommen, und sah mich nachfolgend mit wildgewordenen Fiat 500, Abarths und leergeräumten Polos auf der Rennstrecke (auch nicht wirklich langsamer als die Fahrer in der ursprünglichen Gruppe 2).
Erfahrung hilft, und die zweite und dritte Session lief viel besser, so dass ich die Haftgrenzen der Dunlops schon einmal erfahren konnte, in doppelter Hinsicht.

Zwei kleine Vorfälle galt es noch zu reparieren: die Bremslichtbetätigung mit einer Zugfeder zwischen Schalter und Pedal war längenmäßig anzupassen, ein eher kleiner Fisch. Schon spannender war der Umstand, das während der Fahrt plötzlich die Kupplungsbetätigung ihren Dienst verweigerte. Im dritten Gang konnte ich mich ins Fahrerlager retten, und nach kurzer Analyse war klar, dass die Betätigungsstange, die mit zwei Winkelgelenken verbunden ist, leider nur noch über eine Mutter (statt deren zwei) verfügte. Da muss ich wohl, wie bei uns in der Werkstatt zum guten Ton gehörend, die verlustige Mutter nicht ganz fest angezogen haben 🤷♂️.
Nachdem ich fast alle Teilnehmer nach einer M10-Mutter nachgefragt hatte, konnte doch noch einer ausgemacht werden, der eine solche in seinem Werkzeugwagen dabei hatte. Nach erfolgtem Wiedereinbau hat der Falcon den gesamten Trackday anstandslos absolviert (was ich als vollen Erfolg auf der Habenseite verbuche):

Am Samstag packe ich ein Kästchen mit Muttern, Schrauben und Scheiben zusammen, metrisch und zöllig, denn es gilt die alte Weisheit: Ersatzteile, die man dabeihat, werden nie benötigt 😉.
Später mehr Binsenweisheiten,
Udo