Race log, 25.-28.04.24

Es gibt eine große Menge zu berichten, und ich werde mich nicht kurz fassen, als Warnung gleich vorab.

Wie berichtet, musste der ursprüngliche Hauptbremszylinder, der schon einmal geklemmt hatte, gegen ein Neuprodukt ausgetauscht werden, und dieses wiederum war professionell gegen die Strahlungswärme des Abgaskrümmers zu schützen. Nach unzähligen Anpassungen ist dieses der Baustand, der in Spa angetreten ist:

Am Donnerstag Abend dann bin ich in die F1-Boxen eingezogen, und habe nach den Abendessen noch gerade den überholten Feuerlöscher wieder eingebaut (bei der Abnahme in Hockenheim stieß der TK auf den Umstand, dass der Löscher schon mehr als zwei Jahre alt und damit ohne Zulassung war):

Der in Hockenheim teuer erstandene rote Handlöscher konnte übrigens an einen Mitstarter veräußert werden, der ebenfalls mit einem abgelaufenen Produkt angetreten war. Gut zu wissen, dass ich nicht der Einzige mit schlampiger Vorbereitung bin 😉.

Am Freitag gab es zwei Qualifyings, in denen ich meine Rundenzeiten etwas verbessern konnte. Zwischenzeitlich hieß es dann warten in der Box …

… wobei ich die Wartezeit mit einer echten Produktverbesserung an den Trommelbremsen sinnstiftend nutzen konnte: die Rückstellautomatik, die in Ermangelung an Rückwärtsfahrten und eventuell auch aufgrund der Fragwürdigkeit der Konstruktion insgesamt nicht rückstellt, habe ich ausgebaut und die Zugfeder anders angeordnet.

Der Clou an der Nummer ist, dass die Feder das Rändelrad, das zur Einstellung der Bremsbacken dient, blockiert, und damit ein unbeabsichtigtes Lösen verhindert. Kann ich nur empfehlen, zumal sich die ursprüngliche Mimik in Hockenheim leider gelöst hatte und als herumvagabundierende Einzelteile ihr Unwesen getrieben hatten.

Abends haben wir dann noch einen kleinen Spaziergang auf der Strecke gemacht – die Steigung der Eau Rouge lässt sich auf Fotos nur unzureichend einfangen, hier mein Versuch:

Was sonst noch passierte: den Bus Stop habe ich einmal etwas spät angebremst, Deformation am Endrohr war die Folge, da die Curbs hier etwas holperig sind:

Als Folge der Rumpelei hatte sich der schon in Hockenheim als desaströs gezeigte Bremslichtschalter verabschiedet, den B erfreulicherweise rasch gegen ein Neuprodukt, dass ich prophylaktisch erstanden habe, austauschen konnte. Was übrigens mit der gängigen These bricht, die da sagt: Ersatzteile, die im Werkstattkoffer lagern, werden nicht benötigt. Es ist halt auf Nichts mehr Verlass.

Und dann war da noch die etwas schwankende Bremswirkung, für Rennwagen insgesamt eher hinderlich. Nachdem alle möglichen Ursachen dafür ausgiebig diskutiert worden waren, fragte einer der mitgereisten Monteure eines Mitstreiters, ob die Radlager vorne wohl lose sein könnten? Waren sie, haben sich aus unerforschten Gründen gelockert, und die sich bewegende Bremsscheibe hat dann die Bremsbacken zu weit in den Sattel geschoben, laienhaft ausgedrückt. Auch das konnte repariert (besser: nachgestellt) werden, und hatte eine neue Bestzeit im ersten Rennen zur Folge. Kaum macht man es richtig, funktioniert es.

Am Ende des zweiten Rennens ging es zur Siegerehrung mit Blick auf den temporären Parc Ferme …

… und des Einsammelns des Pokals: es hat gegen R wieder nur zum zweiten Platz gereicht, aber ich trage das olympische Motto vor mir her, denn das hilft über Vieles hinweg:

Am Wochenende ist dann erst einmal zu ergründen, welche Gründe hinter der gelösten Radlagerung stecken.

Später mehr Gründliches,

Udo

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