Build log, 18./19.09.20

Am Montag war ich zu Besuch bei Günter, der den Motorblock des 289er Falcon hat schleifen lassen. Ein Kolben ist an der neuen Kurbelwelle montiert, und läuft ruckfrei durch den Block. Sehr gut soweit.

Am Wochende gab es dann recht heterogene Aufgaben zu erledigen. Am GT40 galt es, die neu gedrehte Lagerung der Getriebewelle in den Block zu montieren (links die alte Version samt Schweisspunkten, die zum Herausschlagen mit einer Mutter notwendig waren, rechts das Neuteil, verlängert):

Hier ist das Neuteil eingebaut zu bewundern:

Zwischendurch, sozusagen oder -schreiben als „Zwischenmahlzeit“, habe ich dann an den Sitzen Stehbolzen montiert, und die notwendigen Distanzhülsen aus Aluminium gleich mit verklebt. Ein Sitzein- und -ausbau wird somit zur Sekundensache, sofern man sich beeilt.

Zurück zum Falcon (es lief, wie erkennbar, alles parallel): dem Schweller fehlte noch die Verlängerung, quasi pseudo, um mit dem Radhausausschnitt bündig abzuschliessen. Bild 5 (wohl dem, der zählen kann) dokumentiert einen Zwischenstand von aussen, wohingegen Bild 5+1 denselben Sachverhalt von der Fahrzeuginnenseite zeigt:

Da fehlt nun nur noch ein Flansch, den ich noch bauen muss, und es kommt dem Original verdächtig nahe (ohne es je zu erreichen).

Der GT40 ist auch wieder hergestellt, und morgen kommt H vorbei, um dem Motor auf elektronischem Weg Manieren beizubringen:

Äxte im Wald gibt es in dieser Welt schon genug, so dass eine ausgeglichene Situation im GT40 immerhin ein bescheidenes Gegengewicht darstellen kann.

Später mehr Harmonie und Ausgeglichenheit,

Udo

Build log, 12.09.20

So richtig viel Bildmaterial habe ich heute nicht erzeugt, aber trotzdem gab es tolle Dinge zu erleben. Das Getriebe habe ich unter Fachanleitung demontiert, und erfreulicherweise waren keine größeren Schäden erkennbar, bis auf das bereits erwähnte Rollenlager, dessen Rollen sich samt Käfig leicht aus ihrer Behausung vertreiben ließen. Unglücklicherweise trat der Aussenring nicht gleichzeitig die Flucht an, sondern verharrte, weniger der Massenträgheit als vielmehr dem Presssitz gehorchend, im Getriebe. Zu dessen Demontage möchte in nicht mehr sagen als „Schweissen“, Details verrät B auf schriftliche Anfrage.

Nach erster Reinigung dann dieses Ensemble:

Sobald die Ersatzteile geliefert werden, kann es zur Wiedervereinigung kommen.

Was ich am restlichen Tag gemacht habe, weiss ich auch nicht mehr so genau – viel kann es ergo nicht gewesen sein 😉.

Später mehr Vergessenes,

Udo

Build log, 11.09.20

Ob das großes Kino oder doch nur Kleinkunst, oder eventuell doch Cannes war – wer will oder kann es entscheiden? Ich für meinen Teil tendiere jedenfalls nicht zu Kleinkunst, und die Gründe und Fakten werden hier schonungslos benannt und offengelegt werden.

Das Getriebe des GT40 leckt leider, also muss es zur Ursachenfindung aus dem Fahrzeug operiert werden, hier ein Eindruck ohne rear clip:

Nach ersten Demontagearbeiten dann dieses Bild des Grauens, aufgebockt wie im Fahrerlager:

Die offenbare Ursache des Ungemachs lag darin begründet, dass die Lagerung zwischen Getriebe und Motorblock nur auf einer Länge von fünf Millimetern stattfand, wohingegen mehr als fünfzehn Millimeter geplant waren (dass das nicht gut geht, ist für den geneigten Leser sicherlich nachvollziehbar).

Für alle detailverliebten Leser hier eine Darstellung mit Tiefgang:

Der zylindrische Absatz zwischen den Schrauben ist schlichtweg zu kurz geraten, so dass das Rollenlager seine Funktion gekündigt hat, und sich in seine Bestandteile zerlegt hat.

B hat dann einen Ausflug zum Drehbetrieb arrangiert, und das Neuteil wird dann länger und damit passend sein.

Das Getriebe hat womöglich auch Schaden genommen, wenn schon, denn schon:

Das Unheil wird morgen untersucht, um dann Ersatzteile zu ordern, die später eingebaut werden.

Wie gut, dass es das neumodische Internet gibt, in dem Alles bestellt werden kann.

Später mehr Konsum,

Udo

Build log, 05.09.20

Bei Asterix und Obelix würde der heutige Tag so aussehen: 🦠💉🔫🔪💣🙊👽👻 (oder so ähnlich). Tatsächlich habe ich heute sämtliche sechs Blechzuschnitte zugeschnitten (!), die die hinteren inneren Radhäuser bilden sollen, und gleich rückseitig mit Zinkspray gegen den unvermeidlichen Korrosionsangriff beschichtet.

Zunächst natürlich standen Pappschablonen zur Findung der ungefähren Form der Stahlbleche an, siehe hier:

Die habe ich dann aus dem Stahlblech per Blechschere ausgeschnitten (wie gut, dass es elektrische Blechscheren gibt 😉). Naturgemäß war es notwendig, die Stahlbleche ungezählte Male anzuhalten, anzupassen, etc., bis dann eine hinreichende Passform in Aussicht stand:

Am Ende des Tages war das rechte Innenradhaus geschweisst und verputzt, wie üblich schweisstechnisch optimierbar, aber auch ich wachse mit meinen Aufgaben:

Die linke Seite wird bestimmt viiiiiel schöner, vielleicht.

Später mehr Schönes,

Udo

Build log, 29.08.20

Heute konnte ich M verpflichten, etwas am GT40 zu tun, damit ich etwas Pause machen konnte – man wird ja schließlich nicht jünger, oder?

Das Ergebnis ist erst einmal hinreichend:

Nach dem Ausruhen konnte ich mich dann wieder dem Falcon widmen. Das rechte Seitenteil stand auf dem Plan, hier im Bild lose eingehängt …

… und hier final eingeschweisst:

Links und rechts hinten fast fertig (bis auf die üblichen Restarbeiten). Sieht aus wie ein 64er Falcon 😉.

Später mehr Originales,

Udo

Build log, 28.08.20

Fangen wir heute einmal am vergangenen Sonntag an – sozusagen zurück in die Zukunft. Es sollte ein sonniger Tag werden, der allerdings durch ein zirka fünfzehnminütiges Regenschauer getrübt war. Als Folge davon musste ich mehrere Stellen im GT40 detektieren, die demnächst einer zusätzlichen Abdichtung bedürfen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht preisgeben.

Interessant ist der Höhenvergleich zum Fiat Cinquecento rechts im Bild.

Doch zurück zum Falcon. Es galt, das rechte rear quarter anzupassen. Erst einmal habe ich die aufgeschweissten Streifen am Originalradhaus entfernt, eine echte Schneider- und Schleiferei:

Irgendwann war das quarter dann fast einbaufähig, bis mir klar wurde, dass noch ein wenig zu tun ist, das ich demnächst verraten werden. Hier noch ein Gesamteindruck mit front fender und Tür rechts:

Ganz gut, oder?

Später noch mehr Gutes,

Udo

Build log, 22.08.20

Obwohl es im letzten build log eventuell anders wahrzunehmen gewesen sein könnte, hielten die Arbeiten am linken rear quarter noch an. Diesen hässlichen Spalt galt es zu schliessen:

Nach dem Schweissen dann dieses Gesamtkunstwerk, das mit ein wenig Fachkenntnis vom Experten wie neu aussehen wird:

Das Malheur mit dem Schweller und dem Seitenteil ist auch gelöst:

Die Stufe zwischen quarter panel und Schweller ist so gewollt – demnächst kommt die Auflösung des Rätsels.

Im Anschluss habe ich mich mit dem frisch gelieferten rechten quarter panel beschäftigt.

Lessons learned war schon einmal das Aufschmelzen des Zinns über dem rechten Rücklicht. Anschliessend habe ich die Schweisspunkte aufgebohrt, so dass sich das rechte quarter panel zumindest an dieser Stelle harmonischer als auf der linken Seiten einfügen könnte (Konjunktiv).

Meine These, dass die linke Seite „copy and paste“ zur rechten Seite sein würde, erwies sich leider als Trugschluss. Es ist in Teilbereichen Neuland, aber das hält es unterhaltsam, positiv formuliert. Ich werde berichten.

Später mehr Neues und Berichtenswertes,

Udo

Build log, 21.08.20

Das rechte rear quarter ist geliefert worden, also war die Devise für das linke: fertig werden. In diesem Sinne habe ich mich zunächst mit dem Fahrzeugheck beschäftigt, wo es ja noch an einer gestuften Verbindung zwischen rear quarter und der Radhausverlängerung mangelte. Alles beginnt wie gewohnt und bewährt mit einer Pappschablone …

… die dann gegen ein Metallblech ausgetauscht und schweisstechnisch behandelt wurde:

Die Überlappungen sind mit Zink geflutet worden, so dass es der Korrosionsangriff zumindest nicht so ganz leicht hat.

Das Verschweissen mit der B-Säule ging flüssig von der Hand, und die Harmonie mit der Kunststofftür ist ganz überwältigend 😌.

Wo die Sonne scheint, gibt es bekanntermaßen auch einmal Schatten, heute in Form des Verschweissens der letzten Verbindungsfläche. Das rear header und der Schweller kollidierten, und es war mir unmöglich, eine „flush-Situation“ herbeizuführen 😬.

Also blieb mit nichts anderes übrig, als das Seitenblech über dem Schweller zu kürzen. Das ist nicht schön, es würde bei überkritischer Betrachtung eventuell sogar als Pfusch durchgehen, aber es mangelte an Alternativen.

Ganz sicher bin ich mir, dass mir dieses Ungemach auf der rechten Seite nicht widerfährt (dafür vermutliches anderes).

Später mehr Improvisation,

Udo

Build log, 14./15.08.20

Nun also endlich suspense, ich muss der verehrten Leserschaft schliesslich etwas bieten 😇. Bevor das rear quarter eingesetzt werden konnte, mussten die Schweissflansche erst einmal gelocht und die Umgebung vom Lack entfernt werden, hier exemplarisch zu sehen:

Im Nachgang ist mir auch nicht erklärlich, warum ich damit Stunden zugebracht habe, kann allerdings sagen, dass mir nicht langweilig geworden ist. Wie auch immer, danach galt es, den Spalt zwischen Reparaturblech und Originalverblechung auf „Null“ zu bringen. Zu diesem Vorgaben eignen sich, wenn die Zugkraft von Clecos nicht mehr ausreicht, klassische M4-Schrauben:

Vor dem finalen Anbringen habe ich einem mehrwöchigem Impuls nachgegeben, und die seltsam dicke Metallansammlung über den Rücklichtern mit einem Brenner behandelt, um zu sehen, ob nicht auch hier wieder Zinn zum Einsatz gekommen wäre. Zum Glück hat der siebte Sinn funktioniert, und ich habe größere Mengen Zinn verflüssigt und per Schwerkraft auf den Boden verfrachtet:

Der ursprüngliche Spalt ist nun leider deutlich größer als geplant, und daher wird demnächst Improvisation notwendig werden.

Da ich das rear quarter beliebig oft an- und abgebaut habe, fand ich irgendwann eine to-do-Liste sinnstiftend:

Ob das mit meinem Alter zu tun hat, weiss ich nicht, ist aber bestenfalls ein Thema für lange Winterabende 🤬.

Schliesslich und endlich (oder: am Ende wird alles gut, aber dazwischen ist es oft anders) hier das halb eingeschweisste rear quarter:

Eine letzte Impression von der C-Säule, deren Schweissverbindung mit dem rear quarter leider unmöglich war und ist. In solchen Fällen hilft die Rückbesinnung auf aktuelle Innovationen aus dem Pkw-Bau: es wird ja fast alles geklebt! Das habe ich auf den Falcon transformiert, und eine MS-Ploymer Verklebung realisiert.

Bis zum nächsten Einsatz ist der Trocknungsprozess abgeschlossen, und niemand wird sehen, welches high-tech am Falcon verbaut ist 😏.

Später mehr vintage technology,

Udo

Mini-build log, 12.08.20

Es gibt im Mini-build log Grosses zu berichten, kurz und knapp: die neue Batterie läßt den V8 starten wie gemalt und gewollt. Also stand dem Fahrabenteuer nichts mehr im Weg, und auch die anti-rattle-clips an den Bremsscheiben sorgen für quasi-geräuschlosen Vortrieb, zumindest bremsenseitig.

Dann musste bloß noch das (hintere) Kennzeichen (Nummernschild 😬😬😬) montiert werden, um ein regelkonformes Auftreten im Strassenverkehr zu gewährleisten, voila:

Die Zahlen-Buchstabenkombination ist zwar inhaltlich sinnfrei, wirkt aber zumindest auf mich irgendwie ansprechend 🤘.

Es steht noch einiges weniges Kleines an, bis wirklich alles erledigt ist, was zu tun geboten ist, und ich denke, dass dieser Zustand zum Glück nie ganz aufhören wird: der Weg ist das Ziel, und das Ziel eben auch 🤓.

Später mehr Tiefenphilosophie,

Udo