Da nur Vorbereitendes für die NBR Classic zu tun war, habe ich nicht viel zu berichten, nur dies: das „Abschmieren“ (deutsche Sprache, oft seltsame Sprache) der Blattfedern mit sauteuerem Silikonfett lief suboptimal, da die Schmiernippel (schon wieder seltsam) nicht alle gut erreichbar waren. Also haben N und ich versucht, was ging:
Es ging nicht alles, aber immerhin einiges.
Im www habe ich einen Sortimentskasten zölliger Nippel bestellt, zum Einbau während der Winterpause.
Am Wochenende stand das Gastspiel bei den SuperSixties in Zandvoort an. Bei bestem Rennwetter und einem vergleichsweise kleinem Starterfeld wieder einmal eine Veranstaltung mit den Dunlops. Beim Qualifying am Samstag früh hatte ich zunächst den Eindruck, dass mit dem Falcon etwas nicht stimme, aber es waren tatsächlich nur die Reifen, die dieses sich schnell verflüchtigende Gefühl erzeugt hatten.
Dummerweise endete das Qualifying für mich (wie für einige andere auch) durch Anzeige einer schwarzen Flagge mit meiner Startnummer – ich hatte die erlaubten 97 Dezibel Schalldruck gerissen, da ich die Messstelle am Anfang der Zielgraden im dritten Gang bei knappen 6.000 Umdrehungen passiert hatte.
Die spätere Abstellmassnahme war ganz und gar untechnisch: Schalten vor dem Messpunkt in den vierten Gang, und ganz entspannt auf die Zielgrade einbiegen. Das Leben kann so unaufgeregt sein 🙂.
Zuvor hatte mein Boxenteam den Falcon noch mit artgerechtem Blendschutz auf der Windschutzscheibe augestattet – echtes Teamwork:
Das erste Rennen am Samstag, vierzig Minuten mit Boxenstop, konnte ich sensationell auf Platz zwölf von dreißig belegen, …
…. auch und vor allem wegen einer Verunfallung zweier Falcon-Mitstreiter. Einer der beiden musste den Verlust des front fenders beklagen, allerdings war der Schaden rasch behoben:
Ich weiß nicht, welche weiteren Ersatzteile der Kollege sonst noch am Start hat, ein fender gehört jedenfalls nicht zu meinem Standardrepertoire.
Das zweite Rennen am Sonntag lief nicht ganz so rund, da ich einen Dreher mit kurzzeitigem Ausflug in das Kiesbett vermelden muss. Daher erspare ich mir das Hochladen der Tabelle vom Sonntag.
In zwei Wochen geht es schon zum Nürburgring, zum Glück liegt am Wochenende nur Reifenwechsel, Bremsenkontrolle und Fahrzeugreinigung an.
Viel kann ich nicht berichten, aber viel war in Vorbereitung zum kommenden Wochenende auch nicht zu tun: M hatte die Dunlops auf die Felgen gekrempelt (offenbar hat sich die Rundlaufqualität der Reifen nicht signifikant verbessert), also habe ich die Räder montiert, vorher noch die Achsteile abgeschmiert und den Bowdenzug für die externe Betätigung der Feuerlöschanlage endgültig befestigt.
Vor dem Verzurren auf dem Trailer wurde das Ende des Arbeitstages durch feucht Durchwischen innen und Schmutzentfernung außen beendet.
Wie ich schon eingangs bemerkte: viel war das nicht, und Fotos habe ich von der Profanerei auch nicht gemacht.
In Spa-Francorchamps bin ich vor allen Dingen wegen der nicht funktionstüchtigen externen Betätigung der Feuerlöschanlage aufgefallen. Als lernfähiger Mensch habe ich mich dieses Themas angenommen, um Abhilfe (statt Abbitte) zu erwirken. Der von H empfohlene Bowdenzug von OMP weisst den Vorzug auf, dass die externe, also äußere Betätigung mittels Dichtung gegen den Eintritt von Regenwasser und anderer Störeinflüsse geschützt ist. Der alte Wirkmechanismus links im Bild verdeutlicht die Vorteile des Neupoduktes, rechts im Bild:
In den Falcon montiert zeigt sich das Bauergebnis dann wie folgt:
Daneben stand noch der Räderwechsel von Continental Renner auf die guten alten Dunlops (in der kommenden Veranstaltung in Zandvoort sind nur diese Rutschedinger erlaubt), der Wechsel des Keilriemens sowie der Einbau eines Widerstandes vor die Zündspule an (durch B, von Kabeln lasse ich meine Finger), und schließlich noch das Packen und Umfüllen von Werkzeug und Betriebsstoffen für das anstehende Rennwochenende.
Das Schöne an Zandvoort ist ja, dass nach dem Fahren der Weg in die Strandbars nicht weit ist, und dass man/frau sich endlich einmal erholen kann.
Die Anreise nach Spa-Francorchamps am Donnerstag war eine echte Regenidylle, die bis zur Nacht als Dauerberieselung anhielt. Mein Coaching mit A. war also witterungsseitig gut gewählt, da mir Regenrennen bis dato im Erfahrungsschatz fehlen (die einzige Regenfahrt im Qualifying in Zandvoort war so unterirdisch, dass ich sie fast erfolgreich aus meinen beiden Gedächtnissen verbannt habe).
Mit Gegensprechanlage ausgerüstet hatten wir knappe zwei Stunden Zeit, um die Fahrt im Nass zu üben, und ich kann verraten, dass ich Erstaunliches erlebt habe: die wet lane hat Haftung, die dry lane ist wie Fahren auf Schmierseife. Der einzige Haken: das Fahren auf der wet lane fühlt sich komplett verkehrt an, auch wenn es erlebtermaßen nicht verkehrt ist.
Das erste Qualifying am Freitag war dann passenderweise die gelungene Mischung aus nass und trocken, meine Rundenzeiten erwähne ich aus gutem Grund nicht. Der zweite Versuch auf trockener Strecke am Nachmittag gelang mit der Bestzeit von 3:28, auch kein Ruhmesblatt per se.
Im ersten Rennen der HC65 am Samstag dann lief es mit 3:18 schon besser, im HC81 (neunzig Minuten mit drei Minuten Pflichtstop) und im zweiten HC65 waren die Zeiten konstant, einen positiven Ausreißer zu 3:17 gilt es zu vermelden und gibt Hoffnung. Interessant: die SuperSixties Falcons fahren zwischen 3:00 und 3:07. Und auch: auf Avons hatte ich im letzten Jahr 3:12 geschafft. Das Alles sind wichtige Informationen, von denen ich allerdings noch nicht weiß, was ich damit anfangen soll. Time will show.
Final noch einige Impressionen, denn ohne Bilder ist der log ja langweilig wie ein Bericht aus dem Kaninchenzuchtverein:
Hier noch ein Eindruck aus der Box, mit G, der ein geeignetes Banner ausgegraben hatte:
Ende Mai geht es in den Käfig der Löwen nach Zandvoort, keine Kaninchenjagd also.
Was im gestrigen log noch Befürchtung war, hatte sich heute als grundlose Schwarzmalerei erwiesen. Unter N‘s Beistand war das Ventileinstellen eine kurze Sache (etwa die Hälfte musste nachjustiert werden, also immerhin zirka acht Stück). Nach Tauschen der Ventildeckeldichtung sollte an dieser Stelle nichts anbrennen, natürlich im wörtlichen und zugleich im übertragenen Sinn. Hier das Beweisfoto:
Dann habe ich noch flugs den Falcon gereinigt, und den Co-driver seat samt Gurten eingebaut:
Damit wären die Vorbereitungen für das kommende Wochenende abgeschlossen, und es kann losgehen (nur im übertragenen Sinne natürlich).
Selbstgemachter Stress geht so: am letzten Wochenende heimgekehrt, zwei Tage Zeit bis zur nächsten Veranstaltung, gepaart mit begrenzter Handfertigkeit, und der Puls geht nach oben.
Wieder einmal alles einfach und Stück für Stück: kurz vor Hockenheim hatte sich der Verstellmechanismus des Stützrades des Tailers (oder der Trailorstützradverstellmechanismus) gelöst, und das Stützrad war aus der Felge gesprungen. An der Reparatur habe ich nach einer Stunde resigniert, B hat es in zwei Minuten geschafft (irgendwas kann ich auch, aber was? 🤷♂️). Die vernieteten Felgenhälften habe ich nach Aufbohren der Niete verschraubt, und es sieht nicht schlechter aus als zu zuvor:
Zwischenzeitlich hatte ich einen Halter für den Transponder für die Rennen im www erstanden, und nach mehreren Versuchen derart befestigt (nicht meine Idee, aber dennoch gut):
Last and Least kann ich noch von der Gegensprechanlage berichten, für das anstehende Coaching in Spa sehr sehr hilfreich. Herzstück ist ein Schaltgerät mit Lautstärkeregelung, für deren Befestigung ich einen Halter aus Aluminium gebaut habe, während B irgendwelche Strippen verlegt hat (meine Arbeit ist immerhin sichtbar 😉):
Morgen steht folgendes an: Ventile einstellen, Beifahrersitz einbauen, und Wagen waschen. Das bekomme ich sicher locker hin, wenn die Sache mit den Ventilen nicht wäre.
Am Freitag Nachmittag ging es auf in den Süden, zusammen mit Hunderten anderen Osterurlaubsreisenden, auf nach Hockenheim zum ersten Rennen im Jahr. Entsprechend zäh gestaltete sich die Reise.
Am Samstag dann gab es das erste Qualifying, mehr FCY als fahren. Im zweiten Qualifying lief es besser, und ich konnte meine Bestzeit aus 2024 um schmale sechs Sekunden verbessern, immerhin.
Leider sind K‘s mit gebrochener Vorderachse ausgefallen:
Da mir aus Ausfallthema glücklicherweise erspart blieb, wurde ich automatisch Klassensieger:
Meine Bestzeit konnte ich auf knappe 2:22 verbessern, immer noch weit weg vom Gesamtsieger, aber ich nehme es weiterhin optimistisch und olympisch.
Demnächst in Spa habe ich nochmals einen Instruktor gewinnen können, um im Folgejahr in Hockenheim die 2:20 zu knacken.