Build log, 08.03.25

Am Abend sagte B, dass es besser gelaufen sei, als gedacht. Jeder definiert Optimismus und Pessimismus für sich selbst.

Die Wahrheit ist: im Frühtau zu Berge zog ich zur Scheune, habe den Motor vom Trailer geladen …

… und an den Motorkran gehängt. Dann kam N vorbei, und ruckzuck war der Motor im Falcon. Dann noch die Re-Demontage: Krümmer, Stabilisator, Kühler, Anlasser, Zündkabel, Ölfilter, und noch dies und das.

Am späten Nachmittag dann der erste Probelauf, soweit so gut. Der Öldruckgeber hat die Überholung offenbar nicht überlebt, ein Neuer ist beantragt.

Am Ende des Probelaufes gab es eine Ölpfütze am Boden zu erkennen. Die hoffentlich gültige und endgültige Erklärung: die Schrauben der Ölwanne hatte G eher handfest angezogen. Nach dem Nachziehen ist vor dem zweiten Probelauf, währenddem alles dicht erschien.

Später mehr Erscheinungen,

Udo

PS: es fehlen noch kleinere Restarbeiten, und dann kann die Saison starten. Solche Vorfreude.

Build log, 01.03.25

G hatte den Plan, zugegebenermaßen ohne mir bekannte Absprache, geändert, und den gerissenen Zylinderkopf in der Zwischenzeit schweissen lassen, ich hoffe, dass der Schweisser den notwendigen Sachverstand hat. Der Zweck heiligt bekanntermaßen die Mittel, und so hatte G den Motor wieder zusammengebaut, allerdings mit den gebrauchten Zylinderkopfdichtungen. Errato capitalo, alles undicht, das weiß G eigentlich selber, aber sei es drum: Köpfe wieder demontiert, neue Dichtungen hinzu, Ventile wieder eingestellt, Wasser aufgefüllt, und Abfahrt:

Der Motor lief, bis das Wasser aus dem Kühler überlief (G‘s Meinung zufolge war der Kühlerdeckel nicht notwendig, was solange stimmte, wie die Wassertemperatur unter 100 Grad Celsius lag), und den Motor unmittelbar abgestellt wurde.

Am Montag werden nochmals die Ventile eingestellt, ein weiterer kurzer Probelauf steht an, und dann werde ich den Motor zum Falcon fahren. Das wird eine enge Kiste am Wochenende, zumal ich die frisch von R lackierten Stoßfänger und den front fender auch noch anbauen muss. Freizeitstress, selbstgemacht.

Später wieder mehr Entspannung,

Udo

Build log, 22.02.2025

Nach längerer Schaffenspause gestatte ich mir heute ein kleines Update in Sachen „bald ist Rennsaison“.

Einige Zeit musste ich auf die Lightweight Stößel mit Coolface Technologie von Crower warten, zugegebenermaßen durch den Umstand meiner im ersten Anlauf falsch bestellten lifter (ohne Coolface, das kann ja nichts werden). Dann kam noch eine Influenza bei G dazwischen, aber am Samstag sollte der Rennmotor in Betrieb genommen werden, was allerdings durch dem Umstand eines Risses im Zylinderkopf rasch zunichte gemacht war. Der Zweier ist der Übeltäter:

G hatte andere Köpfe da, frisch gemacht (ohne die Ferreaventile, aber dafür sind schließlich Lightweight lifter verbaut, und man kann eben nicht alles haben).

Also Kopftausch, neue Racingzylinderkopfdichtungen aus R‘s Beständen gefunden (teurer sind Porschedinger vermutlich auch nicht), alles verbaut, Motor an der Kurbelwelle gedreht, und: Motor drehte nicht, da die Köpfe nicht für die verbauten Domkolben geeignet sind, und die Kolben leider anschlagen.

Zum Glück hatte G noch einen weiteren Satz Köpfe im Regal, nicht montiert, so dass die Ferreas verbaut werden, nachdem G eine klitzekleine potentielle Stelle (also acht davon) an den beiden Köpfen weggefräst haben wird.

Ich werde das mulmige Gefühl nicht los, dass es zum Trackday am 16.03. zeitlich recht ambitioniert werden wird.

Später mehr Diffuses aus der Gefühlswelt,

Udo

Build log, 25.01.25

Die Lifter und Camshsfts der Damen und Herren von Crower Cams aus dem sonnigen San Diego, CA, sollen tatsächlich am kommenden Montag bei uns eintreffen. Chapeau!

In Vorbereitung habe ich daher heute vorbereitende Themen beackert. Die Räder mit den 205er Avons sind bei M, um diese gegen die allseits beliebten Rutsche-Dunlops auszutauschen. Regenrennen auf trockener Fahrbahn, sozuschreiben (-sagen).

Im Anschluss habe ich dann noch dies und das gemacht, so etwa die aktuellen Radmuttern fotografiert:

Diese Cafe-Racer werden künftig ausgetauscht: entweder gegen Mishimoto Aluminium race lugs, oder H&R-Stahlmuttern. Solche Möglichkeiten 😀.

Das Problem mit dem wackelnden Bolzen an der Hinterachse, ähnlich Milchzähnen im Kindermund, hat N verblüffend gelöst: herausgeschlagen und wieder eingesetzt, und fest. Magic:

Und dann bin ich im letzten Rennen in Spa noch vom TK angefeindet worden, da der Überrollkäfig ohne Schaumstoff in den Bereichen daherkam, der mit dem Helm kollidieren könnte. Die Boxennachbarn hatten mir Produkte von Sparco und OMP ausgeliehen, meines, unten im Bild, lag im Regal. Also habe ich getauscht, und werde die beiden Leihgaben demnächst zurückgeben.

Später mehr Grundehrlichkeit,

Udo

Build log, 18.01.25

Am Samstag selbst geschah überschaubar Berichtenswertes, da wir eine der beiden Säulen der Hebebühne umgesetzt haben. Der Abstand zu groß, das Drehmoment zu üppig, vielleicht ist das der Grund für die eher seltsame Geräuschentwicklung, die bei der Betätigung zu vernehmen war. Time will show.

Schon interessanter war mein Besuch bei G, der ja mit der Motorrevision befasst ist. Ich hatte mir ehrlicherweise kein genaues Bild gemacht, was sich hinter einer solchen Revision verbirgt, kann aber wohl mit Fug und Recht erwähnen, dass G es damit Ernst meint:

Der Ventiltrieb ist wohlauf, gleiches gilt für weite Teile des Kurbeltriebes, die Lager und Dichtungen werden ersetzt, und die Ablagerungen sind größtenteils schon entfernt.

Angesichts des geplanten Trackdays Mitte März und des Umstandes, das sich lifter und camshaft noch in Kalifornien befinden, stelle ich mich auf ein überproportionales Arbeitsaufkommen in der ersten Märzhälfte ein.

Später mehr Prognose, die insbesondere dann schwierig ist, wenn sie die Zukunft betrifft,

Udo

Build log, 04.01.25

Happy new year, bei mir gibt‘s heute nicht viel Neues hier 🤨.

Aber immerhin ein bisschen: bevor die neuen und nachgearbeiteten Teile zu R zum Lackieren gehen, standen noch finale Detailarbeiten am linken front fender an. Mittlerweile passt der an den Falcon, und nur die „shiny“ Stirnseite musste noch gespachtelt werden, kleinste Fische:

Im Übrigen finde ich die Sauberkeit der Motorräume meiner Mitstreiter immer wieder faszinierend. Daher hatte ich mir vorgenommen, den aktuell leicht verschmutzten Motorraum …

… etwas grundzureinigen:

Ganz gut, oder?

Die Nockenwelle soll Anfang Februar geliefert werden, aus San Diego, CA, USA. Das wird knapp.

Später mehr Knäppe,

Udo

Build log, year-end 2024

Nein nein, ich habe nichts weiter am bekannten Falcon oder anderen Baustellen über die Feiertage gemacht, sondern es ruhig angehen lassen.

Für die Beschäftigung in der kalten Jahreszeit bin ich nicht ganz zufällig über George Turner’s Seite im www gestolpert, und habe dort einen Bausatz erstanden:

Das Modell wird allen Lesern hinreichend bekannt vorkommen. Die Montage und deren Vorbereitung würde ich als britisch bezeichnen: Die Fensteröffnungen der Karosserie mussten zunächst mühevoll entfernt und anschließend geglättet werden:

Nach getaner Arbeit konnte ich dann die Scheiben zuschneiden und provisorisch einsetzen, siehe Bild oben.

Die Farbe aller Kunststoffteile war anfangs ähnlich Eierschale, und nach dem Lackieren ist die Karosserie nun standesgemäß weiß, Grill und Fliegenfänger sind silberfarben:

Interessant wird die Bastelei der Achsen, die aus Rundstählen mit dem Durchmesser 3/32“ besteht – ich dachte bislang, dass ich bezüglich Zollangaben alles erlebt hätte, aber nein, wohl nicht.

Später mehr Überraschendes,

Udo

Build log, 28.12.24

Heute war es kalt, also half Warmarbeiten. Geschrieben, getan.

Der heutige Plan bestand in der Anpassung und späteren Montage der – wie soll ich schreiben? – Führungen der Federn der Vorderachse des Falcons. Etwas Umständlich, aber all die Feiertage fordern ihren Tribut.

Die Herausforderung bestand darin, die verkürzten Federn der Vorderachse mit hinreichend Führung auszustatten, so dass auch beim Ausfedern (beispielsweise beim Räderwechsel) immer wieder eine zuverlässige Zentrierung der Federn in deren Aufnahmen stattfinden kann. Die Originalaufnahmen sind jedenfalls zu kurz, daher hatte ich Ersatzaufnahmen im sogenannten Werk 3 beauftragt:

Rechts im Bild eine der misshandelten Originalaufnahnen, links mein Versuch, es besser zu machen. Deutlich erkennbar ist die lange Führung, die die neue Hülse bietet.

Zumindest im simulierten Betrieb scheint das Konzept aufzugehen:

Dummerweise war mir entfallen, dass die seltsame Verstrebung zwischen den Dämpferaufnahmen und der Mitte des Scheibenquertägers hier noch zu verschrauben ist, und dass die Sechskantschraubenköpfe daher sehr stören würden.

Zum Glück hatte N noch M5 Senkkopfschrauben in geeigneter Länge im Angebot, hier versenkt verschraubt:

Die Schraubenköpfe werden von der geschriebenen Verstrebung verdeckt werden, so dass alles wieder periodengerecht daherkommt.

Der geneigte Leser erkennt die Farbe der neuen Stoßdämpfer: Koni-rot 👍, von J an den Falcon speziell angepasst.

Der Rest des Tages galt dem linken front fender, gebohrt und fast „ready to race“.

Wer sehen mag, wie man oder frau Falcons zum Sieg fährt, gegebenenfalls auch ohne front fender: https://youtu.be/nIxpToZvMpM?si=SEkA0wjzA2xn3F59

Später mehr Ziele für die zweite Lebenshälfte,

Udo

Build log, 21.12.24

Den kürzesten Tag des Jahres wollte ich insofern erhellend angehen, als dass ich die fehlende Diagonalstrebe der Motorhalterung noch herstellen und verschweissen wollte, bevor dann Motor und Gestell zur Revision zu G transportiert werden sollten. Voilà:

Meine Annahme, den V8 einfach nur bei G abzuladen und mich wieder dem noch immer nicht fertiggestellten front fender zu widmen, durchkreuzte G mit großem Tatendrang und der unverhohlenen Aufforderung an mich, hier mitzuwirken. Also dann, Lernstunde, auch nicht schlecht. Nach Lichtmaschine, Pulley, Wasserpumpe und Zylinderköpfen haben wir uns gemeinsam bis zum Ziehen der Stößel und final der Nockenwelle vorgearbeitet:

Die nun die wirklich schwierige Frage, die sich für jede verschleissbehaftete Komponente stellt: ist das noch gut, oder kann das weg? Zumal G bei den Stößeln beispielsweise mit der Story aufwartete, dass es diese auch aus „lightweight“-Variante mit nur 75 Prozent des Gewichtes der aktuell verbauten Tele gäbe …

Gewissensfragen zum Jahreswechsel, sehr diffiziel.

Später mehr Rätselraten,

Udo

Build log, 14.12.24

Der Plan war, das Motortransportgestell rasch fertigzustellen, und samt Motor zu G zu fahren, damit die Revision des V8 starten könnte. Gut war er, der Plan, allein die Umsetzung geriet leider ins Schleudern, was im Phänomen des Schweißverzuges begründet liegt. Aber wie immer, alles Schritt für Schritt für ein möglichst realistisches Nachempfinden eines langen Basteltages.

Aus dem www hatte ich passende Rechteckprofile erstanden und geliefert bekommen, Abmessung 60×30, je 1.000 lang. Dazu konnte ich aus dem Bestand zwei L- oder Winkelprofile zuschneiden, die die Motorrückseite stützen sollen, damit möglichst wenig Drehmoment an der eigentlichen Motorlagerung entsteht. Zugeschnitten und am Motor geheftet schaut das folgendermaßen aus:

Der folgenschwere Fehler war es, die gut gehefteten Profile vom Motor zu trennen und bequem auf der Werkbank zu verschweißen, denn der schon genannte Verzug durch das thermische Fügen machte eine Wiedermontage des Gestells am Motor schlicht unmöglich. In der Firma predige ich stets die Wichtigkeit guter Schweissvorrichtungen, konnte diese Erkenntnis aber leider nicht auf die Tätigkeiten in meiner Freizeit übertragen.

Ergo mussten die sechs Profile wieder von den Hohlprofilen getrennt (😖) und am Motor verschraubt dann ausgeschweisst werden. Überraschenderweise lief das trotz unbequemer Arbeitsposition nicht schlecht, und der immer noch auftretende, leichte Verzug konnte mittels Langlöchern überlistet werden.

Der kundige Leser wird an der Vorrichtung die Abwesenheit von Diagonalstreben bemerkt haben – die mache ich bei nächster Gelegenheit, vielleicht wenn der Motor von der Generalüberholung zurückkommt.

Später mehr hättekönntesollte,

Udo