Build log, 25.01.25

Die Lifter und Camshsfts der Damen und Herren von Crower Cams aus dem sonnigen San Diego, CA, sollen tatsächlich am kommenden Montag bei uns eintreffen. Chapeau!

In Vorbereitung habe ich daher heute vorbereitende Themen beackert. Die Räder mit den 205er Avons sind bei M, um diese gegen die allseits beliebten Rutsche-Dunlops auszutauschen. Regenrennen auf trockener Fahrbahn, sozuschreiben (-sagen).

Im Anschluss habe ich dann noch dies und das gemacht, so etwa die aktuellen Radmuttern fotografiert:

Diese Cafe-Racer werden künftig ausgetauscht: entweder gegen Mishimoto Aluminium race lugs, oder H&R-Stahlmuttern. Solche Möglichkeiten 😀.

Das Problem mit dem wackelnden Bolzen an der Hinterachse, ähnlich Milchzähnen im Kindermund, hat N verblüffend gelöst: herausgeschlagen und wieder eingesetzt, und fest. Magic:

Und dann bin ich im letzten Rennen in Spa noch vom TK angefeindet worden, da der Überrollkäfig ohne Schaumstoff in den Bereichen daherkam, der mit dem Helm kollidieren könnte. Die Boxennachbarn hatten mir Produkte von Sparco und OMP ausgeliehen, meines, unten im Bild, lag im Regal. Also habe ich getauscht, und werde die beiden Leihgaben demnächst zurückgeben.

Später mehr Grundehrlichkeit,

Udo

Build log, 18.01.25

Am Samstag selbst geschah überschaubar Berichtenswertes, da wir eine der beiden Säulen der Hebebühne umgesetzt haben. Der Abstand zu groß, das Drehmoment zu üppig, vielleicht ist das der Grund für die eher seltsame Geräuschentwicklung, die bei der Betätigung zu vernehmen war. Time will show.

Schon interessanter war mein Besuch bei G, der ja mit der Motorrevision befasst ist. Ich hatte mir ehrlicherweise kein genaues Bild gemacht, was sich hinter einer solchen Revision verbirgt, kann aber wohl mit Fug und Recht erwähnen, dass G es damit Ernst meint:

Der Ventiltrieb ist wohlauf, gleiches gilt für weite Teile des Kurbeltriebes, die Lager und Dichtungen werden ersetzt, und die Ablagerungen sind größtenteils schon entfernt.

Angesichts des geplanten Trackdays Mitte März und des Umstandes, das sich lifter und camshaft noch in Kalifornien befinden, stelle ich mich auf ein überproportionales Arbeitsaufkommen in der ersten Märzhälfte ein.

Später mehr Prognose, die insbesondere dann schwierig ist, wenn sie die Zukunft betrifft,

Udo

Build log, 04.01.25

Happy new year, bei mir gibt‘s heute nicht viel Neues hier 🤨.

Aber immerhin ein bisschen: bevor die neuen und nachgearbeiteten Teile zu R zum Lackieren gehen, standen noch finale Detailarbeiten am linken front fender an. Mittlerweile passt der an den Falcon, und nur die „shiny“ Stirnseite musste noch gespachtelt werden, kleinste Fische:

Im Übrigen finde ich die Sauberkeit der Motorräume meiner Mitstreiter immer wieder faszinierend. Daher hatte ich mir vorgenommen, den aktuell leicht verschmutzten Motorraum …

… etwas grundzureinigen:

Ganz gut, oder?

Die Nockenwelle soll Anfang Februar geliefert werden, aus San Diego, CA, USA. Das wird knapp.

Später mehr Knäppe,

Udo

Build log, year-end 2024

Nein nein, ich habe nichts weiter am bekannten Falcon oder anderen Baustellen über die Feiertage gemacht, sondern es ruhig angehen lassen.

Für die Beschäftigung in der kalten Jahreszeit bin ich nicht ganz zufällig über George Turner’s Seite im www gestolpert, und habe dort einen Bausatz erstanden:

Das Modell wird allen Lesern hinreichend bekannt vorkommen. Die Montage und deren Vorbereitung würde ich als britisch bezeichnen: Die Fensteröffnungen der Karosserie mussten zunächst mühevoll entfernt und anschließend geglättet werden:

Nach getaner Arbeit konnte ich dann die Scheiben zuschneiden und provisorisch einsetzen, siehe Bild oben.

Die Farbe aller Kunststoffteile war anfangs ähnlich Eierschale, und nach dem Lackieren ist die Karosserie nun standesgemäß weiß, Grill und Fliegenfänger sind silberfarben:

Interessant wird die Bastelei der Achsen, die aus Rundstählen mit dem Durchmesser 3/32“ besteht – ich dachte bislang, dass ich bezüglich Zollangaben alles erlebt hätte, aber nein, wohl nicht.

Später mehr Überraschendes,

Udo

Build log, 28.12.24

Heute war es kalt, also half Warmarbeiten. Geschrieben, getan.

Der heutige Plan bestand in der Anpassung und späteren Montage der – wie soll ich schreiben? – Führungen der Federn der Vorderachse des Falcons. Etwas Umständlich, aber all die Feiertage fordern ihren Tribut.

Die Herausforderung bestand darin, die verkürzten Federn der Vorderachse mit hinreichend Führung auszustatten, so dass auch beim Ausfedern (beispielsweise beim Räderwechsel) immer wieder eine zuverlässige Zentrierung der Federn in deren Aufnahmen stattfinden kann. Die Originalaufnahmen sind jedenfalls zu kurz, daher hatte ich Ersatzaufnahmen im sogenannten Werk 3 beauftragt:

Rechts im Bild eine der misshandelten Originalaufnahnen, links mein Versuch, es besser zu machen. Deutlich erkennbar ist die lange Führung, die die neue Hülse bietet.

Zumindest im simulierten Betrieb scheint das Konzept aufzugehen:

Dummerweise war mir entfallen, dass die seltsame Verstrebung zwischen den Dämpferaufnahmen und der Mitte des Scheibenquertägers hier noch zu verschrauben ist, und dass die Sechskantschraubenköpfe daher sehr stören würden.

Zum Glück hatte N noch M5 Senkkopfschrauben in geeigneter Länge im Angebot, hier versenkt verschraubt:

Die Schraubenköpfe werden von der geschriebenen Verstrebung verdeckt werden, so dass alles wieder periodengerecht daherkommt.

Der geneigte Leser erkennt die Farbe der neuen Stoßdämpfer: Koni-rot 👍, von J an den Falcon speziell angepasst.

Der Rest des Tages galt dem linken front fender, gebohrt und fast „ready to race“.

Wer sehen mag, wie man oder frau Falcons zum Sieg fährt, gegebenenfalls auch ohne front fender: https://youtu.be/nIxpToZvMpM?si=SEkA0wjzA2xn3F59

Später mehr Ziele für die zweite Lebenshälfte,

Udo

Build log, 21.12.24

Den kürzesten Tag des Jahres wollte ich insofern erhellend angehen, als dass ich die fehlende Diagonalstrebe der Motorhalterung noch herstellen und verschweissen wollte, bevor dann Motor und Gestell zur Revision zu G transportiert werden sollten. Voilà:

Meine Annahme, den V8 einfach nur bei G abzuladen und mich wieder dem noch immer nicht fertiggestellten front fender zu widmen, durchkreuzte G mit großem Tatendrang und der unverhohlenen Aufforderung an mich, hier mitzuwirken. Also dann, Lernstunde, auch nicht schlecht. Nach Lichtmaschine, Pulley, Wasserpumpe und Zylinderköpfen haben wir uns gemeinsam bis zum Ziehen der Stößel und final der Nockenwelle vorgearbeitet:

Die nun die wirklich schwierige Frage, die sich für jede verschleissbehaftete Komponente stellt: ist das noch gut, oder kann das weg? Zumal G bei den Stößeln beispielsweise mit der Story aufwartete, dass es diese auch aus „lightweight“-Variante mit nur 75 Prozent des Gewichtes der aktuell verbauten Tele gäbe …

Gewissensfragen zum Jahreswechsel, sehr diffiziel.

Später mehr Rätselraten,

Udo

Build log, 14.12.24

Der Plan war, das Motortransportgestell rasch fertigzustellen, und samt Motor zu G zu fahren, damit die Revision des V8 starten könnte. Gut war er, der Plan, allein die Umsetzung geriet leider ins Schleudern, was im Phänomen des Schweißverzuges begründet liegt. Aber wie immer, alles Schritt für Schritt für ein möglichst realistisches Nachempfinden eines langen Basteltages.

Aus dem www hatte ich passende Rechteckprofile erstanden und geliefert bekommen, Abmessung 60×30, je 1.000 lang. Dazu konnte ich aus dem Bestand zwei L- oder Winkelprofile zuschneiden, die die Motorrückseite stützen sollen, damit möglichst wenig Drehmoment an der eigentlichen Motorlagerung entsteht. Zugeschnitten und am Motor geheftet schaut das folgendermaßen aus:

Der folgenschwere Fehler war es, die gut gehefteten Profile vom Motor zu trennen und bequem auf der Werkbank zu verschweißen, denn der schon genannte Verzug durch das thermische Fügen machte eine Wiedermontage des Gestells am Motor schlicht unmöglich. In der Firma predige ich stets die Wichtigkeit guter Schweissvorrichtungen, konnte diese Erkenntnis aber leider nicht auf die Tätigkeiten in meiner Freizeit übertragen.

Ergo mussten die sechs Profile wieder von den Hohlprofilen getrennt (😖) und am Motor verschraubt dann ausgeschweisst werden. Überraschenderweise lief das trotz unbequemer Arbeitsposition nicht schlecht, und der immer noch auftretende, leichte Verzug konnte mittels Langlöchern überlistet werden.

Der kundige Leser wird an der Vorrichtung die Abwesenheit von Diagonalstreben bemerkt haben – die mache ich bei nächster Gelegenheit, vielleicht wenn der Motor von der Generalüberholung zurückkommt.

Später mehr hättekönntesollte,

Udo

Build log, 07.12.24

Nach all der Feier- und Reiserei vom letzten Wochenende galt es nun wieder, Fortgang am Falcon zu erzeugen, und so ist es auch gekommen, auch wenn der Plan (was hätte ich gerne?) mit dem Ist (was ist passiert?) wieder etwas divergent daherkommt.

Um den Motor auszubauen und zu G zum Revidieren zu fahren, musste ich noch die Kühlflüssigkeit ablassen, den Kühler ausbauen, den Kabelbaum entkoppeln, den Stabilisator entfernen, die Kupplungsbetätigung ausbauen, die Reste des linken Krümmers aus dem Auto operieren …

…, die Verbindungsschrauben zur Kupplungsglocke lösen, und einiges mehr, das mir gerade entfallen ist, kein Wunder bei all der Arbeit.

Dann habe ich den selbstgebauten Heber aus Baustahl auf die Ansaugbrücke geschraubt, den Motorheber aufgebaut und den Motor aus dem Falcon gehoben, hier am Haken:

Nun ist es mit dem Transport des Motors insofern so eine Sache, als dass dieser nicht wirklich stabil auf der Ölwanne steht, und während des Transports bei leichten Querbeschleunigungen, hervorgerufen beispielsweise durch Ausweichmanöver oder simple Kurvenfahren, seitwärts kippen könnte.

Ergo musste eine Transportvorrichtung her, deren Bau ich noch beginnen, aber nicht mehr beenden konnte. Die Vorrichtung besteht aus zwei Flachstählen, die mit den Motorlagerungsverschraubungen verbunden werden. An diesen Flachstählen werden zwei Hohlprofile angebracht, die später mit waagerechten Bodenauflagen verbunden und im Sinne eines ingenieurmäßigen Fachwerks noch mit allerhand Diagonalstreben verstärkt werden. Der Baustand aktuell ist dieser hier:

Im Hintergrund erkennt der geneigte Leser den Falcon, der sich aktuell geradezu fantastisch leicht schieben läßt.

Später mehr Geschiebe,

Udo

Jahressiegerehrungslog, 30.11.24

Zum Rennen fahren gehört nicht nur rennenfahren, sondern es geziehmt sich auch, an den Ehrungsfeierlichkeiten teilzunehmen.

Ergo haben wir am Samstag die Fahrt nach Nürburg aufgenommen, um Teilhabe zu erlangen. Die Aktion fand im Museum inmitten von Rennautos statt, es gab Pokale, Essen und Gespräche.

Wie ich im Reglement nachlesen konnte, bekommen Fahrerteams, sofern beide Fahrende anwesend sind, die Punkte des anderen gutgeschrieben, und es werden nach mir noch unergründlicher Logik auch Rennen gestrichen – ich lese das später nochmal nach. Für meine Platzierung hieß das Rang 3 in Klasse 27, R und L vor mir. Immerhin, nicht letzter, da einige Starter nur ein oder zwei Rennen absolviert hatten (der Schlaue trimmt die Ausdauer).

Hier die Jahresausbeute 2024 (auf den Pokal für das Kollisionsrennen in Spa-Francorchamps hatte ich verzichtet, und der ganz hintere stammt von meinem Einstand in 2023):

Ganz hinten im Bild auch der zweite DMSB Ehrenpreis, den jeder erhält, der teilnimmt. Ein Zeichen der Belohnung ohne Leistung, abseits der Anwesenheit.

So, am Wochenende komme ich nun hoffentlich mit dem Ausbau des Motors voran, anderenfalls sehe ich um den Ausbau meiner Pokalsammlung schwarz.

Später mehr Tatendrang,

Udo

Build log, 23.11.24

Die Sache mit der Planung, vor allem, wenn sie die Zukunft betrifft, ist ja bekanntermaßen schwierig, so auch in meinem Fall. Dennoch kann ich einige Planerfüllung berichten, und zwar folgendermaßen:

Den front fender konnte ich final anpassen, beim nächsten Mal gibt es noch Feinarbeit, und dann ab zu Ra zum Lackieren.

Im Anschluss stand die Demontage der Radlager den Steckachsen an, an denen Ro vorher tätig war, und einen 2,8“ Schrumpfring befestigt hatte:

Nun passen die Bremstrommeln hoffentlich ohne Verspannung auf die Hinterachse, und machen einem langen Leiden ein Ende. Ich jedenfalls bin sehr begeistert.

Hier noch ein Eindruck der Steckachse vor Montage des Kugellagers und des Schrumpfringes:

Zum Ausklang des Arbeitstages stand noch der Versuch an, die wirklich einmaligen FIA-Krümmer aus dem Auto herauszuoperieren. Die rechte Seite war willig …

… die linke überstieg meine samstägliche Motivation.

Samstage kehren immer wieder, wie es im Schlagerjargon heißt.

Später mehr Unsinn,

Udo