Engine Test Blog, 30.10.23

Den Falcon hatte ich zu mto gebracht, um Vergaser- und Zündeinstellungen vorzunehmen, und um am Ende noch die Leistungskurve des Motors zu ermitteln.

Um es kurz zu machen, präsentiere ich das Ergebnis ohne große und kleine Umschweife:

Da stehen 400 Nm Drehmoment (es ist kein Dieselmotor), und eine Leistung von ca. 335 PS (mit/ohne Korrektur). Für einen fast sechzig Jahren alten Motor, der im Original 164 hp hatte (am Rad oder an der Kupplung weiß ich nicht), sieht das schon mal nach Racecar aus.

Jetzt muss ich nur noch üben, und fahren, was das Auto kann.

Später mehr Selbsterkenntnis,

Udo

Build log, 21.10.23

Endlich wieder build! Der GT40 steht seit Le Mans Classic (immerhin mit repariertem Wasserkühler) in der Scheune, und es ist also immer noch höchste Zeit, das Auto wieder auf die Straße zu bringen. Dazu allerdings musste die Restarbeit (einmal angezettelt, ist der Rest folgerichtig Restarbeit) erledigt werden.

Ursache allen Übels ist ja die Halterung der Schaltbowdenzüge am Getriebe, die ein sicheres Einlegen der Fahrstufe „R“ unterbindet. Also habe ich Schlosserarbeiten aufgenommen, um es anders (und im Idealfall besser) zu machen:

Das ist natürlich noch nicht gewichtsoptimiert, aber das kommt später.

Nach umfangreichen Einstellarbeiten mit N und F zeigte sich, dass der Gelenkkopf, der die Verbindung zwischen Getriebe und Schaltung übernimmt (ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll), nicht seine vollen Möglichkeiten hinsichtlich Winkelstellung ausnutzen kann, da der Winkelkopf gegen Unterlegscheiben stößt, deren Durchmesser offenbar zu groß sind.

Also hat sich F auf die Suche nach Alternativen gemacht, und dieses Ding aus der Holzverarbeitung aufgetan:

Die seltsamen Krallen entfernt, ergaben sich Hülsen, die den Freigang des Gelenkkopfes sicherstellten:

Getreu meines Mottos (wer selbst wenig kann, sollte sich nicht mit Gleichgesinnten umgeben) ging diese Episode wieder einmal erfolgreich zu Ende.

Der aktuelle Baustand des Bowdenzughalters präsentiert sich am Ende des Bautages dergestalt (links das ursprüngliche Modell):

Da fehlt noch ein Versteifungsblech (Gewicht hinzu) und jede Menge Bohrungen (Gewicht hinweg), und der Probefahrt steht maximal schlechtes Wetter entgegen.

Später mehr Meteorologisches und Metaphorisches,

Udo

Track log, 13.-5.10.23

Wer aufmerksam meine logs liest, stellt fest, dass die Build Logs in den Hintergrund geraten.

Das ist nicht meinem Unwillen geschuldet, sondern liegt eher am nahendem Saisonende, und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten, Schrauben durch Fahren zu ersetzen.

Also, am Freitag Abend ging es nach Sachsen-Anhalt, genauer geschrieben, nach Oschersleben. Für mich eine Premiere für den dortigen Track Day.

Die Freitagsanreise war typisch für eine Reise über die A2 am nahenden Wochenende, nämlich zäh, so dass die Ankunft im Dunkeln erfolgte:

Nach dem ersten Stint auf nasser Fahrbahn, wurde das spätsommerliche Wetter richtig gut, schau hier:

Meine Fahrkünste, wenn jemand dieses Wort akzeptieren sollte, haben sich wieder einmal (leider nur) inkrementisal verbessert, oder muttersprachlich: kaum merklich:

Ein Riesenspass war es trotzdem, und darauf kommt es an. Und: keine Verluste.

Später mehr „Übung macht den Übenden“,

Udo

Race log, 29.09.-01.10.

Große Aufregung, das erste Rennen beim FHR HTGT mit dem Falcon! Im Einzelnen, entsprechend detailliert, zunächst Abfahrt in OWL etwas zu spät …

… und die Ankunft am NBR viel zu spät, wir (B und ich) kamen exakt zum Ende der Fahrerbesprechung in den Briefing Room, Einstand nach Maß 😨:

Nach dem Abendessen war der Falcon dann noch aufkleberseitig rennfertig zu machen …

… etwa so:

Samstag nach der geglückten Abnahme dann zwei Qualifikationsläufe:

Erwartungsgemäß konnte ich in der FHR HTGT Wertung keinen der ganz vorderen Plätze belegen, aber für mich galt sowieso vorwiegend das olympische Motto 🤷‍♂️.

Sonntag gegen 14:00 ging es zur Vorstartaufstellung, in Vorbereitung zur Einführungsrunde:

Das Rennen lief über zweimal dreißig Minuten inkl. einhundertundzwanzig Sekunden Boxenstop, auf die Sekunde so ermittelt:

Das Ergebnis meiner Bemühungen (stets bemüht) ist dieses hier:

Zur Einordnung muss ich hinzufügen, dass in meiner Klasse 8 nur zwei Starter zu vermelden waren, und den Zweiten hat es in der zweiten Runde mit Problemen mit der Zündung aus der Bahn geworfen. Somit war Ankommen alles, und angekommen bin ich.

Abschließend noch ein Blick auf die Gesamtwertung:

Was noch nicht unerwähnt bleiben sollte, ist dieses hier:

Das Foto zeigt das Gewicht des Falcon, vollgetankt. Das ergibt ein rechnerisches Leergewicht vom sage und schreibe 1.190 kg (angebliches Homologationsgewicht laut FIA Wagenpass Nr. 1250 liegt bei 980 kg 🤦, vermutlich ohne Motor).

Später mehr Leichtbau und Erfahrungssammlung,

Udo

Track log, 23.09.23

Der GT40 und die Schaltung mussten noch etwas warten, denn heute war wieder Trackday im schönen Meppen. Den Falcon im Frühtau zu Berge aufgeladen und losgefahren, war ich ein wenig zu spät, aber für vier stints hat es gereicht, ohne Regen, ohne Panne, ohne Vorfall:

Am Montag steht dann noch Kurzinspektion und Verladung an, und am Wochenende dann die Reise zum NBR.

Später mehr suspense,

Udo

Build log, 09.09.23

Die Minilitefelge, als Ersatz für die in Meppen zu Schaden Gekommene, war überraschend rasch aus dem Vereinigten Königreich geliefert worden. Zusammen mit den Reifen aus Frankreich zum Schnapperpreis habe ich alles zusammen zu M gefahren, damit er unter schwierigen Bedingungen (die Dunlops eiern wie ein Hühnerstall) Felge und Reifen zusammenbringt – es wächst zusammen, was zusammengehört!

Zuvor allerdings stand noch das Entlacken der beiden Letzten der vier neuerworbenen Minilites an, bei 30 Grad C die falsche Tätigkeit, aber es hilft ja nichts. Mit 40er Schmirgelpapier dauerte das ewig, aber glücklicherweise habe ich mich an die alten Schleiftage erinnert, und mich des 36ers bedienen können. Ein Unterschied wie Tag und Nacht, und das 40er kam nochmals zum Einsatz: zum Feinschleifen.

Hier vorher …

… und hier entlackt:

Wer den Unterschied nicht erkennt, sollte einen Besuch beim Optiker erwägen.

Abschliessend Bühnenwechsel, die Aufnahme des Schaltbowdenzuges im GT40 hatte bedauerlicherweise in meiner Abwesenheit niemand für mich gebaut, also habe ich die abgebrochene Tätigkeit wieder aufgenommen.

Das Ding habe ich zunächst geheftet, unzählige Male an- und wieder abgeschraubt, und dann einen Baustand erreicht, den ich B demnächst als Ausgangspunkt vorstellen kann, ohne rot zu werden. Hier das Zwischenergebnis:

Das geübte Auge erkennt in der linken Bildmitte die beiden Bowdenzüge, die eigentlich und später direkt auf die beiden Bohrungen im T- oder flugzeugförmigen Halter enden sollen und werden.

Der Plan wird aufgehen, denn ich kann nicht aufgeben.

Später mehr Tiefsinniges,

Udo

Track log, 26.08.23

Ab ging‘s zum After Work Trackday in Meppen (nicht nur für Beschäftigte, die samstags tätig sind).

Pünktlich zur Fahrerbesprechung setzte mittlerer Landregen ein, der tatsächlich mehr als zwei Stunden anhielt:

Die Sonnenstrahlen täuschen Regenlosigkeit vor, was jedoch eine üble Täuschung war.

Für mich als Regennovizen und gleichzeitig -hasser war der Tag jedoch sehr lehr- und aufschlussreich: langsam und kritisch begonnen, mag ich zumindest mit dem Falcon nichts anderes mehr fahren. Jede Kurve elegant gerutscht, Riesenfahrspaß, und alles ohne Probleme. Noch ein Beweisfoto hier:

Zur erwähnen bleibt noch, dass es zu keinerlei Problemen mit losen Radmuttern kam – Herz, was willste mehr (habe ich schon mal geschrieben, passt aber hier auch wieder).

Später mehr Spaß und Erbauliches,

Udo

Build log, 19.08.23

Der Trailer wurde geliefert, und vor dem ersten Einsatz mussten noch einige Anpassungsarbeiten vorgenommen werden, als da waren: Seilwinde aufrollen, anbringen, positionieren, zusätzliche Augenschrauben montieren, damit die vorhandenen Spanngurte genutzt werden können, und das 100 km/h-Schild anbringen. Ohne letzteres ergibt sich bei dem Viermeterhänger dieses phantastische Bild hier:

Mit Hilfe N‘s habe ich Falcon und Trailer dann in die Scheune bugsiert, für mich als unerfahrener Hängerchauffeur eine echte Herausforderung (oder challenge 🇦🇺🇺🇸🇬🇧).

Nun gab es keine weitere Ausrede mehr, als Nächstes stand der GT40 an. Bevor ich mich an den Neubau der Halterung für die Schaltungsbowdenzüge gemacht habe, konnten die korrodierenden Spannfedern für die Schalldämpfer gegen solche aus Edeleisen ausgetauscht werden:

Sieht aus wie neu, ist es auch 👍🏻.

Die Einzelteile für den besagten Halter habe ich dann noch zugeschnitten und gebohrt, aber das notwendige Schmelzschweissen ging mir bei knappen 30 Grad Celsius und tropischer Luftfeuchtigkeit dann doch ab.

So bleibt für das nächste Mal noch etwas zu tun übrig, über das ich später mehr berichten werden,

Udo

Build log, 29.07.23

Um zumindest eine Fahrzeugbaustelle abzuschließen, habe ich das vermeintlich kürzere Thema gewählt, nämlich den Falcon wieder fahr- und vor allem renntüchtig zu bekommen.

Dazu wurden neue Radbolzen und -muttern geliefert, und Erstere habe ich dann in den Flansch der Steckachse eingepresst:

Die Muttern sind ebenfalls neu, nur mal so zur Information für den geneigten Leser.

Alles wieder um die frisch montierte Trommelbremse eingebaut (im Sitzen auf dem Boden eine Herausforderung für die Wirbelsäule) ergab sich dieses wirklich ansehnliche Ensemble:

Schwarz matt ist die nach wie vor ultimative Lackierung für Felgen.

Nun sind mir auf dem Weg dahin allerhand Missgeschicke passiert. Zunächst war mir entgangen, dass die neuen Radbolzen am Bund einen größeren Durchmesser als die Moserdinger aus den U.S.A. haben, und als Folge davon habe ich mir beim Befestigen der Räder die Trommelbremse per Fest- oder Presssitz auf eben diese Radbolzen gezogen. Alles wieder demontiert, die Radbolzen nach innen geschlagen, Löcher in der Bremstrommel aufgebohrt, und nochmal montiert, war dieses Problem behoben.

Und dann habe ich noch eine Mutter irgendwie schräg auf den Bolzen aufgesetzt, oder es befand sich Schmutz in der Mutter oder auf dem Bolzen – wie auch immer, Bolzen- und Mutterngewinde wurden in Mitleidengeschaft gezogen – wie peinlich 🙇‍♂️.

Unter Mitwirkung M‘s, und weil das sprichwörtliche Kind sowieso im Brunnen lag, haben wir mit 1/2“ das Gewinde nachgeschnitten …

… und alles wieder zusammengebaut. Es geht eben nichts über geeignetes Werkzeug, das zwei Millimeter Abstand zu den Nachbarbolzen zeigte. Weil es soooo schön ist, zeige ich das Ergebnis nochmal …

… und verabschiede mich mit dem üblich optimistischen „später mehr“,

Udo

Build log, 22.07.23

Zwei Fahrzeuge mit Baustellen sind für mich einfach zuviel, also habe ich an beiden begonnen und nicht beendet, damit der Zustand der Zuvielheit weiter anhält 😕.

Begonnen habe ich mit dem Spülen des Wasserkreislaufs des GT40, massiv unterstützt durch N. Hier ist erkennbar, wie es richtig geht (speziell für H):

Den von B aus D reparierten Wasserkühler habe ich dann wieder eingebaut, und mit dem frisch erstandenen Vakuumbefüllsystem befüllt (was auch sonst?).

Die Befestigung des Kühlers am oberen Teil ist nun butterweich (hoffentlich schmilzt sie nicht genauso schnell dahin):

Schließlich und endlich konnte dann noch ein wenig Zeit für den Falcon erübrigt werden. Das Rad hinten rechts war rasch demontiert, und das Schadensbild geringer als befürchtet:

Alle Radbolzen unbrauchbar, aber im Internet gibt es Neue, und die Steckachse ist noch intakt, solch ein Glück.

Später mehr Euphorisches,

Udo