Build log, 15.10.21

Erst einmal kommen wir zum Wareneingang, ordentlich verbucht:

Kenner erkennen (daher übrigens der Name), dass es sich um eine OMP Feuerlöschanlage für den Falcon handelt, in der Hoffnung, dass dieses die sinnloseste Investition meines Lebens sein wird.

Auf alle Fälle gebraucht wird das auf dem Foto unscheinbare Teil auf dem Ausgang des Lenkgetriebes, nämlich Teil 38564, das, obwohl es für 1965er Mustang bestellt, perfekt auf 1964er Falcon passt.

Auch von mehr als fünfzig Jahren war Ford Motor Company der Plattformgedanke offenbar nicht fremd (Volkswagen hat das 30 Jahre später als Kosteneinsparung erkannt, immerhin).

Die Haubenscharniere hatte ich im letzten log erwähnt, und hier sind die Leichtbaudinger:

Die Befestigungen des Wasserkühlers konnten ebenfalls schon angebaut werden, siehe hier:

Die Schrauben sind auf Leichtbaulänge eingekürzt, jedes Gramm zählt. Für den Ölkühler gilt selbstredenend oder auch -schreibend aus Gleiche:

Der dritte und für heute letzte Wareneingang war in Sachen Abgasanlage zu verbuchen, die vom Wolframinertgasschweissen abholbar war. Der Verbau war ein wenig anstrengend, aber durch Mithilfe von N und B (ich habe zugeschaut, interessiert) machbar:

Das sieht doch richtig nach Endstufe und Racecar (forward as backward) aus, oder?

Schliesslich möchte ich noch auf den Ausgang der Abgasanlage hinweisen, ebenfalls racing-like:

Später mehr „look alike“, oder „be alike“,

Udo

Build log, 09.10.21

Beim Durchforsten des Internets bin ich darauf gestoßen, dass Teil 38564 nicht in meinem Besitz oder Zugriff ist, und dass dieser Umstand für das seltsame instabile Verhalten des Lenksäule verantwortlich zeichnet. Ein Schuldiger ist nun schon einmal gefunden, der Rest wird sich finden, sozusagen.

Nach diesem Erkenntnisgewinn stand der Zuwendung auf andere Herausforderungen nichts mehr im Wege, und so führte der Weg in Richtung Befüllung der Bremsleitungen, mit diesem Produkt:

Der Siedepunkt liegt sehr nahe am Schmelzpunkt von Eisen 🤥, und wurde daher als geeignet empfunden, und verfüllt. Ausserdem steht dreimal „Racing“ auf dem Behälter, also scheint das für meinen Zweck geeignet.

Die gute Botschaft nach dem Befüllen ist, dass die hinteren Bremsleitungen zunächst dicht sind, die vordere linke auch, und die vordere rechte fast 🤨. Die Bördelung der Leitung im Übergang zum Bremsschlauch schien mir schon bei Herstellung grenzwertig, und die Grenze war tatsächlich überschritten. Ein Zwischenstück war schnell gebaut, und zunächst ist die Bremse ohne Leckage zu betätigen, dank N‘s tatkräftiger Mithilfe:

Im Anschluss ging es an die Montage des Kraftstoffpumpenmoduls, um diesen neumodischen Begriff einmal zu verwenden. Das bereits in früherer Ausgabe vorgestellte Teil wird vor dem Tank verbaut, und mit Masseleitungen gegen Masselosigkeit oder -armut geschützt (ideal für alle die, die die neueste Brigitte-Diät auf dem Programm haben):

Schlussendlich sind die Haubenscharniere am Falcon befestigt worden, und auch die vordere Abschleppöse:

Geplant ist, dass die Abgasanlage vom WIG-Schweissen bald zurückkommt, und montiert werden kann, und dann kann der Falcon demnächst wieder auf eigenen Rädern stehen.

Später mehr Eigenständiges, und Eigenwilliges,

Udo

P.S.: was ich ganz zu erwähnen vergaß: der DMSB als deutsche FIA Vertretung hat das Zertifikat für den Käfig gesendet ☺️:

Build log, 08.10.21

Das Scheibenwischergestänge war das Ziel des heutigen Verbaus. Nach Durchschreiten einer nicht korrekten Möglichkeit der Montage zeigt dieses Bild das, was es sein soll:

Unter dem Cockpit sieht es ebenfalls aufgeräumt und richtig zusammengebaut aus:

Die Lenksäule und deren Verkleidung war ebenfalls noch nicht montiert, momentan schaut es folgendermaßen aus, wobei ich zweifele, dass das so gewollt ist:

Ernsthaft überlege ich mir, ein Paar Black & White Aufkleber zu beschaffen, mal sehen 🤔.

Final habe ich mich dann noch mit dem Vorderwagen auseinandergesetzt, und angebaut, was mir vor die Augen kam. Das Ergebnis hier:

Zur Befestigung der Blinkerleitungen muss das alles wieder demontiert werden, aber immerhin ist schon einmal klar, wie der Zusammenbau aussehen wird (Vorfreude, bald ist Weihnachten).

Später mehr Freude, und vielleicht Götterfunken,

Udo

Build log, 02.10.21

Nachdem nun die wesentlichen Aufgaben am Unterboden des Falcons erledigt waren, konnte die Abgasanlage demontiert und auf den Weg zum versierten WIG-Schweisser gebracht werden:

Das antiquierte Etwas Mitte rechts ist N‘s Hilfsrahmen des Minis 🙄.

Dieses hier ist ein Rechteckprofil, das demnächst seinen Dienst als Leichtbauverstärkung für die Handbremsaufhängung antreten wird:

Da der modifizierte Drehpunkt der Handbremsmimik nun im einfachen Bodenblech angebracht ist, meinte B, dass ich ein Stück Flachstahl als Verbindung zum Bodenquerträger verbauen könnte 😕. Flachstahl ist naturgegeben eine Gewichtsverschwendung, und dieses Ding kann mehr, ist leichter und sieht besser aus 🙂:

Leider, oder vielleicht nicht, verschwindet das Teil demnächst unter dem Fahrersitz.

Das ist vom Rain Light nicht zu behaupten, dessen Aufgabe es ja gerade ist, Sichtbarkeit für Überholende bei schwierigen Sichtverhältnissen zu erzeugen (ich werde das Teil wohl dringend benötigen):

Von aussen betrachtet, sieht das sehr einfach und schlicht aus, während die Befestigung auf der Innenseite alle meine Kenntnisse in Punkto Halterbau erforderten:

Das Ergebnis aus einem ein Millimeter dickem Aluminiumblech ist nicht beschämenswert, sondern kann stolz der Welt gezeigt werden.

Auf dem vierten Bild ist übrigens noch der grau lackierte hintere Stoßfänger erkennbar, den hoffentlich niemand anstoßen wird.

Da mir die Motivation für die Anschlüsse der Pedallerie abhanden gekommen war (in der nächsten Woche gibt es auch noch Tage), schien mir die Befestigung der beiden externen Bowdenzüge für Not-Aus und Feuerlöscher ein lohnendes Vorfeierabendprojekt zu sein:

Der ursprünglich vorgesehene Verbauort für den Feuerlöschzug erwies sich als nicht durchführbar, weswegen dieser erst einmal mit schwarzem Verschlussstopfen verschlossen ist. Vielleicht kann ich einen den beiden obligatorischen Aufkleber darüber kleben, vielleicht nicht.

Später mehr Unbestimmtes,

Udo

Build log, 01.10.21

Am Tag des Notrufs („110“) ging es am Falcon ohne Notfälle vonstatten, solch ein Glück. Die Bremsleitungen waren noch zu montieren, zunächst der Anschluss zur rechten Scheibenbremse:

Auf der linken Fahrzeugseite fehlten die Anschlüsse zwischen Bremsventil und Hauptbremszylinder. Dazu ist dieses Gebilde entstanden, das zwei Vorgänger hatte, die leider nicht geeignet waren, um verbaut zu werden:

Was auf den Bildern wie wahllos gebogen aussieht, entpuppt sich verbaut im Fahrzeug als das Gewollte:

Im zweiten Bild ist auch die zweite Bremsleitung zu sehen, wie gut. Von oben gesehen:

Da nun das Ventil und die Leitungen im Radhaus angeordnet sind, in dem es staubig, feucht und steinig ist, habe ich dieses Abschirmblech gebaut:

Einer Eingebung folgend, die mir Zweifel streute, dass der Schaltmechanismus mit Getriebequerträger und/oder Abgasanlage kollidieren könnte, fand ich den Einbau des Schaltgestänges für zielführend, bevor es zu spät wäre (was es ja eigentlich selten ist). Glücklicherweise – von Können würde ich hier nicht sprechen wollen – ist alles kollisionsfrei:

Auch mit Abdeckung strahlt alles Harmonie aus:

Am Nachmittag bin ich noch zu G gefahren, der den Falcon-Motor fertig gestellt hat, und zum Probelauf geladen hatte:

Wie vom Könner zu erwarten, sprang der 289er an, als habe er nie etwas anderes gemacht. Respekt 👍🏻.

Später mehr weniger Respektables,

Udo

Build log, 25.09.21

Menschen, Sensationen, Abenteuer – heute wurde wieder alles geboten.

Mit dem grünen Auto waren wir am Montag am Bilster Berg, zirka 150 Kilometer Fahrstrecke, Sensation und ein wenig Abenteuer, Menschen waren auch dort:

Vor der letzten Fahrsequenz fiel das Abblendlicht leider aus, und die Heimfahrt in Dunkelheit mit Fernlicht und Gegenverkehr hat gezeigt, dass sich leider viele Menschen geblendet fühlten, was ich bedauere, aber nicht rückgängig machen kann.

Heute, ohne Waschbehandlung, zeigten insbesondere die vorderen Felgen umfangreiche Bremsbelagsrückstände auf:

Das hat zwar keinen Zusammenhang mit dem defekten Abblendlicht, sollte aber einmal gezeigt werden. Jedenfalls hat B die Elektrik wieder repariert, und das grüne Auto hat wieder Abblendlicht (einen Ersatz für das defekte Relais hatte ich tatsächlich im Cobra-Restekoffer. Messi sein ist doch nicht sinnlos 🤓).

Aber nun zurück zur aktuellen Baustelle am Falcon. Der getroffene Ansatz, die Handbremse direkt und ohne Hebelarm bedienen zu können, erwies sich als irrig, als ich versuche, durch Betätigen des Handbremshebels irgendeine Reaktion der Hinterradbremsen hervorzurufen. Es tat sich genau nichts. Einzusehen war, dass die Ingenieure der sechziger Jahre ihr Handwerk verstanden, und die Hebelgesetze beherrschten. Unter Verwendung des Originalhebels, leicht modifiziert am Falcon montiert, ist die Handbremse im Rahmen ihrer Möglichkeiten nutzbar:

Die Rückholfeder, oder wie immer auch das Ding heisst, habe ich auch noch montiert:

Im Fahrzeuginneren fehlte noch dieser Halter aus Metall (?), der die Bowdenzughülle der Handbremse fixiert:

Damit verfügt der Falcon, im Gegensatz zum Anlieferungszustand aus Los Angeles, über eine intakte Emergency Brake.

Bis zum unverdienten Feierabend stand noch die Neumontage des Bremsventils an, das ich beim letzten Mal viiiiel zu hoch montiert habe, da es oberhalb des Hauptbremszylinders angeordnet war 🤨. Der neue Baustand sieht schon recht freundlich aus, mit einigen der notwendigen Leitungen bereits montiert:

Es fehlen noch die Verbindungen zur rechten Bremsscheibe, und zum Hauptbremszylinder.

Später mehr Verbindliches und Verbundenes,

Udo

Build log, 18.09.21

Zuallererst fand am heutigen Tag die Montage der Bremssättel vorne am Falcon statt. Mit Shimsscheiben (in Summe 1,5mm dick, für den, den es interessiert) war die Sache geritzt:

Links oben im Bild ist einer der beiden Halter für den Bremsschlauch zu sehen, die ich aus Ermangelung von Originalteilen nachgebaut habe, so gut es ging und es mir von der Hand ging:

Das (eigentlich unerlaubte) Ventil, das den Bremsdruck zwischen Scheibenbremsen (Vorderräder) und Trommelbremsen (nicht Vorderräder) abstimmt, hat folgenden Wirkmechanismus:

Am Falcon verbaut, sieht das alles schon einmal ein wenig übersichtlicher aus:

Insbesondere, aber nicht nur, war B wegen der Handbremse eigens angereist. Die dem Original entlehnte, jedoch den aktuellen Umständen angepasste Version des Handbremsmechanismus ist dieser hier:

Der Halter in der Bildmitte links unten ist verstärkt, da mit Bremsen (vor allem ohne) nicht zu spaßen ist:

Den Halter habe ich selbstredend im Anschluss nach dem Foto mit 400er Schleifpapier nass behandelt (oder auch nicht, wer erkennt die Fake News?)

Am Ende eines wieder einmal ereignisreichen Tages war es noch an der Zeit, die Bremsleitung von der Hinterachse zum oben beschriebenen Ventil im Vorderwagen zu verlegen, siehe Bild oben.

Danach habe ich die Arbeiten eingestellt, um andere Bastler durch zu großen Arbeitsfortschritt nicht zu demotivieren, schliesslich ist Wahlkampfzeit, die Zeit des Ausgleiches und der Chancengleichheit.

Später mehr Fake News und Halbwahrheiten,

Udo

Build log, 11.09.21

Der heutige build log beginnt mit einem Fahrzeug, das nur 50% der Zylinder (vom Hubraum ganz zu schweigen) der Ford-Motoren hat, aber trotzdem fährt, wenn nicht defekt. Gerade eben dieses Malheur war mir in der vergangenen Woche passiert, und nach Abschleppen des Käfers durch die Gelben konnte B. die Diagnose „springt wegen defektem Anlasser nicht an“ stellen. Ohne Anlasser eben kein anlassen:

In der kommenden Woche soll der Anlasser repariert sein, und hoffentlich springt der Käfer dann wieder an, mit Anlasser, der anläßt.

Danach ging es zurück zum Falcon, auch da beim GT40 und dem Prüfstand in der vergangenen Woche eher Müßiggang zu verzeichnen war. Die pulverzubeschichtenden Teile waren fertig, und konnten geräuschlos eingebaut werden. Hier der Getriebequerträger …

… und dort die Befestigung der Handbremsseile:

Flugs ging es weiter mit der Anfertigung eines Halters zur Aufnahme des hinteren Bremsleitungsschlauches:

An die Halterbaugeschicke aus „Project Binky“ (sehr zu empfehlen, gibt es im Internet) komme ich zwar nicht heran, aber der Zweck heiligt meine Mittel und Kenntnisse.

Verbaut im Auto stellt sich die Gemengelage wie folgt dar:

Der Längsträger ist nicht angebohrt (unter Strafe verboten), aber es könnte dennoch funktionieren.

Last but not least habe ich mich dann unter Anleitung (betreutes Arbeiten) mit dem Verlegen (liegen allein reicht nicht, verschrauben ist auch nötig) der hinteren Bremsleitungen beschäftigt. Die rechte hintere Seite ist fertiggestellt, die linke nach zweimaligen Versuchen auf kommende Woche verschoben worden:

Verschoben ist nicht Gehoben, oder wie das Sprichwort auch immer heisst.

Später mehr Verschrobenes,

Udo

Build log, 04.09.21

Aus einem einfachen Rechteckrohr 60x20x4 ist heute zunächst dieses Etwas entstanden:

So richtig viel vom Original ist nicht mehr verblieben, aber das war ja Sinn der Übung.

Erst einmal eingepasst, mit Haltern für die Längsträgern versehen, und passt:

Da nun die geöffneten Profilabschnitte hinsichtlich Torsions- und Beulsteifigkeit nicht erste Wahl sind, bestand die Aufgabe, die offenen Querschnitte wieder zu schliessen.

Es fehlten ausserdem noch die Bohrungen für die Befestigung des Querträgers an den Längsträgern (so viele Träger, da mag man gar nicht mehr laufen oder gehen, und nur noch Sänfte mögen). Alles fertiggestellt zeigt dieses Stilleben:

Da der Querträger in den Lack gehen wird, habe ich noch einen Halter gebaut, der die Handbremszüge, links angeordnet, aufnehmen wird:

Für die Unterbodenarbeiten bleibt also noch die Fertigstellung der Handbremsmimik, sowie die Verlegung der Bremsleitungen.

Für einen runden Monat ist Kurzweil sichergestellt.

Später mehr, mit Arbeiten über das Kurzweilende hinaus,

Udo

Build log, 28.08.21

Zunächst habe ich B beim Umzug geholfen. Durch anhaltendes Dummanstellen und Imwegstehen wurde ich am Nachmittag dieser Aufgabe entbunden, und konnte noch versuchen, mich am Falcon zielgerichteter zu betätigen.

Die Befestigung der Auspuffgummis in der Mitte ging flüssig von der Hand:

Die Montage der Handbremsleitungen scheiterte an zwei Umständen:

1. der obere Bowdenzug stammt vom Mustang, und es gilt eben nicht für alle Teile: Mustang = Falcon. Das Ding passt also nicht.

2. durch die neue Abgasanlage mit „X“ bleibt für die unteren oder hinteren Bowdenzüge kein Raum mehr. Noch ein schlagendes Argument.

Am Sonntag wird das Studium von Anhang K (in der neuen Version 2021) bestimmt eine Alternative aufzeigen, was die Handbremse betrifft.

Zumindest räumlich ähnlich ist der Getriebequerträger angeordnet. Hier habe ich ein Rechteckrohr 60x20x3 erstanden, und schon einmal grob die Zielkontur ermittelt:

Die Profilhöhe geht in das Widerstandsmoment ja kubisch ein, also sind die angedeuteten Aussparungen gar nicht sooo schlimm.

Von weiteren, akrobatisch anspruchsvollen Szenen, die sich im Rahmen der Rolltorreparatur ergaben, darf ich aus versicherungstechnischen Gründen nicht berichten.

Später mehr Geheimnisvolles,

Udo