Build log, 27.08.21

Um gleich an den vergangenen build log anzuknüpfen: beim tip-top sauberen Motorenprüfstand und dem GT40 gibt es motorenseitig nichts Neues, das Ding läuft noch immer nicht. Heute gab es einen Anruf, in dem berichtet wurde, was alles nicht funktioniert, und wie der Plan aussieht. Mein Vertrauen ist noch immer groß.

Demzufolge war viel Zeit, am Falcon weiter zu arbeiten, mehr spezifisch ausgedrückt: die Abgasanlage benötigt eine Fertigstellung.

Deren linke Seite war ja fast fertig, mit Ausnahme des Umstandes, dass die Verrohrung gefährlich nah am Gummilager der Blattfeder entlang lief. Also habe ich die Bögen wieder getrennt, den Winkel am jeweiligen Rohrende angepasst, alles wieder geheftet, und fertig.

Die Fertigstellung der rechten Seite begann vorne, und nach Lückenschluss dann dieses phantastische Zwischenergebnis (muss ja mal gesagt, beziehungsweise geschrieben werden):

Von einem professionellen Rennwagen auf den ersten (und vielleicht zweiten) Blick nicht zu unterscheiden, vor allem für Laien nicht 😉.

Weiter nach hinten vorgearbeitet, sind hier Vor- und Endschalldämpfer verbaut erkennbar:

Der Getriebehalter wird noch benötigt, da die Befestigung des Endschalldämpfers noch nicht montiert ist, und hier dann das heutige Bastelergebnis:

Auch hier gilt, wie immer: Respekt, wer‘s selber macht, und so schlecht sieht das Ergebnis ja nun wirklich nicht aus 😊. Ob der zulässige Schalldruck unterschritten bleibt, ist weiterhin ungewiss, aber derzeit nicht ergründbar.

Später mehr unergründbare Geschichten aus Westfalen,

Udo

Tidy up log, 21.08.21

Da es beim Motorenprüfstand in der vergangenen Woche so klinisch sauber war, und B demnächst in der Scheune Einzug hält, haben wir (N, F und T) uns heute für eine Grundreinigung samt Verschrottung entschieden, der log wird trotz neun Stunden Arbeit sehr kurz ausfallen.

Berichten kann ich eigentlich lediglich über eine große Menge Unrat …

… nicht nur in der Mulde, sondern auch davor:

F hat die dankenswerte Aufgabe übernommen, dies alles sach- und fachgerecht entsorgen zu lassen.

Fotos aus dem Innenbereich möchte ich heute vorenthalten, da es in der Scheune noch immer nicht wie beim Motorenprüfstand aussieht, aber wir arbeiten daran.

Später mehr Zweckoptimismus,

Udo

Build log, 14.08.21

Bevor die Arbeiten an der Abgasanlage für den Falcon fortschreiten konnten, galt es noch, einen lange vereinbarten Termin mit dem GT40 wahrzunehmen, dessen Motor immer noch wie der sprichwörtliche Sack voller Nüsse läuft. Das Ziel lag nur zirka fünfzig Kilometer entfernt, und so habe ich die Reise ohne Trailer gewagt (B ist sicherheitshalber mit einem Alltagsauto hinterhergefahren) und das Ziel erreicht:

Auf diesem Motorenprüfstand sollen dem V8 nun Manieren beigebracht werden – ich bin gespannt, wie das ausgeht.

Zurück am Falcon, zurück beim Stahlbau. Die hinteren Schalldämpfer, die ursprünglich vorgesehen waren, erwiesen sich als zu groß. Die kleinere Variante gestattet nicht nur bessere Abgasführung, sie ist auch leichter, und wird bestimmt für einen noch regelkonformen Schalldruck sorgen.

Der Vorschalldämpfer ist unten links zu sehen, in der Mitte ist der neue Hauptdämpfer erkennbar, samt Rohrführung in Form eines einhundertundsiebzig Grad Bogens. Die Halterungen habe ich schon angeschweisst, und die entsprechenden Löcher im Fahrzeugboden markiert. Verschraubt aus der rückwärtigen Perspektive sieht es so aus …

… und von schräg vorn ergibt sich dieser Eindruck:

Unschwer erkennbar verfolge ich das Ziel, die Abgase seitlich vor dem Hinterrad ausströmen zu lassen, was tatsächlich gelingen könnte:

Die Bodenfreiheit ist noch gegeben, und das ganze Ensemble sieht echt nach Endstufe aus, zumindest nach meiner Meinung:

Eventuell muss ich den Rohrbogen noch ein wenig verlängern, aber das sind kleine Fische 🐟🐠🐡.

Später mehr Anglerlatein,

Udo

Build log, 31.07.21

Nachdem am letzten Wochenende track days mit der Cobra angesagt waren …

… galt diese Devise an diesem Wochenende: es gibt immer was zu tun 🤔. Der Falcon war rasch auf die Bühne gebracht, und die 2-in-1-Adapter zeigten sich nachsichtig:

Das rechte maß zirka 40 Millimeter mehr in der Länge, die der Trennscheibe schnell zum Opfer gefallen waren. Das folgende Bild dokumentiert die Flansche an eben den Rohren, die für die V-Bandschelle benötigt werden, und das X-Rohr für bessere Motorleistung:

Glücklicherweise hatte ich Anhang K der FIA gelesen, und die relevanten Stellen herausgearbeitet. Eine davon betrifft die Bodenfreiheit, die mindestens einhundert Millimeter zu betragen hat. Dieser Zielstellung stand leider der Getriebequerträger in jetziger Form sehr deutlich entgegen, da er einen ordnungsgemäßen Verlauf der Abgasanlage unterbindet, beziehungsweise unterband (Vergangenheitsform, wir erinnern uns an den langweiligen Grammatikunterricht als Schüler).

Der Querträger brauchte also eine Freimachung für die höher anzubringende Abgasanlage, wozu dieser demnächst als Biegeteil (oder etwas ähnlichem) ausgeführt werden wird und muss. Das Provisorium ist hier zu sehen:

Das X-Rohr, an Kabelbindern aufgehängt und mit 15 Grad Rohrbögen zusammengesteckt, …

… bot eine gute Basis für die weiteren Arbeiten, die zunächst in der Herstellung der fehlenden Verbindung bestand:

Das sieht für meine Verhältnisse alles sehr harmonisch und strömungstechnisch akzeptabel aus.

Last not least ist dann noch der Vorschalldämpfer integriert worden, und danach tat eine Schaffenspause Not:

Der Hauptschalldämpfer kommt dann demnächst, mit der Beantwortung der Frage, wie ich das Abgasrohr vor dem Hinterrad aus dem Falcon austreten lassen soll. Die einhundert Millimeter Bodenfreiheit gelten ja immer noch 😞.

Später mehr künstlerische (Boden-) Freiheit,

Udo

Build log, 17.07.21

Leider war ich wieder dem Irrtum verfallen, ein gekauftes Produkt für den Falcon einfach mal eben so anzuschrauben. Konkret geht es um die beiden Abgaskrümmer, im Regal hübsch anzuschauen.

Die ganze Wahrheit ist, dass die Dinger komplett zu demontieren sind, will man (also ich) sie denn montieren, und dass der Stecksitz der Rohre zueinander nicht wirklich passt, ebenso wie die Anschraubpunkte an die Zylinderköpfe.

Also habe ich beide Seiten demontiert, und einzeln eingebaut, hier der Startpunkt des Handelns:

Ein Zwischenschritt hier …

… und fertig montiert nach vier Stunden ohne Herumtrödeln dann dieses Ergebnis:

Es sieht erwartungsgemäß seltsam und FIA-regelkonform aus, quasi gleichzeitig.

Die Karosserie muss ich an drei Stellen nach aussen erweitern, da an eben drei Stellen die Krümmer Kontakt haben. Das wäre vor dem Lackieren irgendwie besser möglich gewesen, aber Fahrradkette.

Den Rest des Tages habe ich der Beleuchtung gewidmet …

… wobei die vorderen Scheinwerfertöpfe stilgerecht mit Blechschrauben befestigt sind (was ich ja eigentlich ablehne, aber so ist es nun einmal historisch korrekt):

Final fand dann noch die Montage der Pedallerie samt Bremszylinder statt, der es immer hübsch warm haben wird, und noch zu isolieren wäre:

Von innen betrachtet ist alles noch black-and-white:

Im Regal lagert noch ein schwarzer Ford-Racing-Aufkleber, vielleicht sorgt der für ein bisschen farbliche Aufheiterung 🤔.

Später mehr Erheiterndes,

Udo

Build log, 10.07.21

Fangen wir mit dem GT40 an, in der Bildmitte erkennbar:

Zwei Zündkabel mussten ersetzt werden, das Innenleben offenbar nichtmetallisch:

Hier die Einzelteile vor der Montage:

Selbst nach Anwendung der durchtriebensten Tricks, mit Auspuffreparaturpaste abgedichtet, ja sogar mit DB-Killer versehen …

… ist das Ergebnis ein Besuch beim Motoreneinsteller auf dem Prüfstand, im August 😟😞.

Es gibt ja immer was zu tun, um eine optimistische Wendung hinzubekommen. Hier der Motorraum des Falcon mit Motorlagern ohne Motor …

… und nachfolgend der Motorblock samt Getriebe und -querträger im Falcon verbaut:

Der Einbau der Kardanwelle kam reibungslos daher:

Noch flugs die hinteren Stossdämpfer zugefügt …

… mutiert dieser build log fast zum Kinostreifen, hier noch ein Bild der Vorderachse samt Stabilisator und -link:

Mir ist schon beim Schreiben leicht schwindelig geworden, bei all dem Tempo.

Später mehr Schwindel,

Udo

Build log, 03.07.21

Im Frühtau hatte R den Falcon angeliefert, unten im Bild das Ergebnis:

Die zunächst nicht benötigten Kunststoffteile sind in der Nachbarhalle abgedeckt und sicher verstaut, und werden zu einem noch nicht bekannten, späteren Zeitpunkt wieder hervorgeholt. Weil es so schön ist, muss ich dieses Foto des hinteren Kotflügels samt Hinterrad noch einfügen:

Im Gegensatz zur Hinterachse hatte ich die Vorderachse nur provisorisch montiert:

Es fehlten die ordnungsgemäße Fettung der oberen Querlenker, die Stossdämpfer und die Verstärkungsplatte für den Shelby-Drop, nun fertig:

Damit genug Falcon für heute, denn der GT40 machte immer noch Zicken: da nicht genug Kühlflüssigkeit vorhanden (offenbar Luft im System, wegen des nachgeschweissten Ausgleichsbehälters), wurde der Motor kritisch heiss. B und H, die unzufällig vorbeischauten, haben dann Hand angelegt:

Luft aus dem Kühlsystem entlassen, Austausch des verschmorten Kippschalters für die Lüfter des Wasserkühlers vorgenommen, und Analyse der Motorsteuerung durchgeführt. Das Ergebnis ist, was das viel zu magere Gemisch während des Beschleunigens betrifft, immer noch unzufriedenstellend. Vielleicht liegt der Grund in dem überhitzten Zündkabel (wir erinnern uns), oder in anderen Ursachen 🤔.

Es gibt zur Behebung nun Plan A und B, hoffentlich wird die Entwicklung von Plan C nicht notwendig werden. Hoffentlich auch werde ich das vorsichtshalber montierte Abschleppband (FIA approved) nie benutzen müssen:

Später mehr Hoffnung,

Udo

Build log, 25./26.06.21

Die Sache mit dem Lernen im GT40 erwies sich im Nachhinein als wenig erfolgversprechend, da trotz zwei Stunden Nachsitzen zwischen 2.200 und 2.700 UpM das Beschleunigungsloch nicht verschwand, und der GT40 gegen Nachmittag umfangreiche Fehlzündungen erzeugte. Nach kurzer messerscharfer Analyse dieses Schadensbildes …

… war klar, dass selbst gutgemeinte lernpädagogische Ansätze ins sprichtwörtlich Leere laufen würden. Auf sieben Zylindern fahrend, dagegen kann selbst die beste Software nichts ausrichten.

Folgerichtig habe ich das Lose entfernt, und den Rest mit Isolierband umklebt, und mit dem F’s entliehenem, passendem Hitzeschutzband ummantelt. Nach Zurücksetzen der Software bei B fuhr der GT40 wie ein GT40, meiner Empfindung nach zu urteilen.

Zurück zum Falcon: zur Verschaffung eines ersten Bildes der Abgasanlage ist dieses Stilleben entstanden, erstellt, um die notwendigen Rohrabschnitte zu ermitteln. Wie es scheint, wird der gesamte Aufbau mit 30 Grad Bögen machbar sein:

Oder hier aus anderer Perspektive:

Zum gleichen Fahrzeug noch ein paar fremde Federn, von R erzeugt:

In der kommenden Woche ist Anlieferung, und dann geht es am Falcon richtig voran.

An diesem Wochenende ist der GT40 dann noch bei der Achsvermessung gewesen. Die mit der Wasserwaage eingestellten Werte waren dann doch eher „Augenmaß“, aber nach zwei Stunden Schrauben gab es eine veränderte Achskinematik, jetzt besser fahrend als zuvor.

Genug von einem langen, ereignis- und teilsfrustrationsreichem Wochenende (auch hier gilt: am Ende war wieder alles besser als zu Beginn), und später sicher mehr davon,

Udo

Build log, 19.06.21

Bei den heutigen Temperaturen wäre eigentlich Schattenliegen oder Freibad oder ein Aufenthalt in der Gefriertruhe angeraten, aber es gab zu tun, nämlich die Montage von Vorder- und Hinterachse am Falcon (zunächst einmal). Da der frühe Vogel nicht nur Insekten, sondern auch kühle Temperaturen fängt (diesem Irrglauben war ich aufgesessen), habe ich gegen 8:00 begonnen, und mich um 8:15 wie um 14:00 gefühlt. Genug gejammert, die Achsen am Falcon waren irgendwann montiert, und das Auto stand auf eigenen Rädern (habe ich aufgrund akuter Entkräftung 🥱 nicht mehr fotografieren können), deshalb gibt es nur zwei Schnappschüsse (welch seltsames Wort):

Nach umfangreicher Pause bin ich im GT40 zu B gefahren, um den Benzindruck auf 3 bar einzustellen, und um die Lernkurve des Motors auf Null zu setzen. Kurz vor Ankunft ist dann noch eine Schweissnaht am Gangwahlhebel gerissen, und Gangeinlegen wurde unmöglich. Zum Glück konnte das Elend repariert werden, und einige Runden zum Anlernen folgten.

Wer meint, dass Arbeiten bei 34 Grad Celsius schweisstreibend ist, dem kann ich versichern, dass entspanntes Fahren im GT40 (trotz Helicopter Vents) ohne Anstrengung zu vergleichbaren Ergebnissen führt. Alles für das Lernen 🙁.

Später mehr Erfahrungen aus der Klimakammer,

Udo

Build log, 18.06.21

Logistik war das Thema des Tages: in zwei Fahrten habe ich die Falcon Fahrwerksteile aus der Werkstatt zu R gefahren, damit der Falcon morgen auf eigenen Rädern steht, bevor es zur finalen Lackierung auf der Aussenseite geht.

Da nun Fuhrbetriebstätigkeit nicht besonders aufregend ist, gibt es davon auch keine Bilder, folgerichtigerweise. Dafür aber von der Belüftungstätigkeit für die wärmegeplagten Insassen des GT40. Auf der linken Beifahrerseite fehlte noch das dash- oder helicopter-vent:

Das Demontieren der Scheibe, mit Scheibendichtmasse vollzogen, sieht zwar seltsam aus …

… erzeugte aber eine gute Dichtigkeit, was will man (oder Frau) mehr? Nach Erzeugen einer Öffnung mit dem Durchmesser von 82,55mm (3,25 inch) liess sich das oder der oder die vent einfach und gut einpassen:

Mit den links und rechts montierten vents wird es zwar nicht arktisch kalt im Cockpit werden, aber ein Gefühl luftiger Frische erzeugen.

Später mehr Einbildung,

Udo