Da heute nicht so richtig viele Bilder und Erfahrungen zu teilen sind (obwohl ich nicht mehr als sonst herumgetrödelt habe), möchte ich zunächst über meine zweiwöchigen Erfahrungen zum Thema „Welcher Motor passt zu mir?“ berichten. Ausgangspunkt war und ist, dass es ein Ford V8 mit Einspritzung werden soll, und dass ich 400 echte PS für standesgemäß halte. Daher habe ich mehrere Anbieter kontaktiert, und eine sagenhafte fünfzigprozentige Rücklaufquote erzielt (und da sage jemand, dass wir in einer Servicewüste leben würden). Da dies ja nun ein öffentlicher Blog ist, nenne ich keine Namen, nur soviel: Motoren werden wahlweise von F geliefert, oder von R, und wenn das Ganze aus Einzelteilen zusammengebaut wird, kommen die Komponenten oft von D (klingt wie eine Einleitung zu einem britischen Kriminalroman, und in gewisser Weise ist es das auch).
Anbieter 1 meint, Motoren von F seien eher mittelmäßiger Qualität, und empfiehlt R. Anbieter 2 ist der Auffassung, das F zwar geht, aber D wäre deutlich besser und günstiger, allerdings versagt er schon bei einer Angebotsabgabe. Letztes trifft auch auf Anbieter 3 zu, der mir allerdings eine fast geschlagene halbe Stunde lang die tollsten Möglichkeiten offeriert. Anbieter 4 verdammt D in Bausch und Bogen („der Guss der Blöcke ist so porös, dass das Öl durch den Motorblock austritt“), hat aber zu F auch nur die Meinung, dass aus den 415 PS von F wohl nur 350 echte bleiben (bei einer 226er Nockenwelle, also bitte!), allerdings sei R erste Wahl. Das sieht Anbieter 5 auch so, bietet aber zum gleichen Preis einen selbstaufgebauten an, aus Teilen, deren Hersteller mir noch nie untergekommen sind. Hallo? Schliesslich ist da Anbieter 6, der F für toll hält, und nur beste Erfahrungen gesammelt hat. Tja, nachdem ich dieses Informationspuzzle, angereichert mit Preisvorstellungen der Anbieter, hin und her gewälzt habe, wird es nur ein R-Motor, gestrokert auf 347 cubic inches, mit 465 Papier-PS. Sollte also für ein Mitschwimmen bei stockendem Verkehr auf der A2 hinreichend sein.
Zurück zum gestrigen Tag: die Batterie habe ich geliefert bekommen, und sie passt tatsächlich in meine selbstgezimmerte Halterung. Deren Abdeckung habe ich dann noch verschraubt, und mit einem Hauptschalter versehen, so dass hier eine gewisse Rennatmosphäre schon im Stand versprüht wird, siehe Bild:

Im oberen Bildteil erkennt ihr zwei schwarze Profile, die irgendwie die Pedallerie aufnehmen soll. Hier hat Mick von SGT entweder nicht zu Ende gedacht, oder ich habe etwas übersehen, denn die Anschraubung des Pedalwerkes geht ohne weitere Hilfsmaßnahmen nicht. Daher habe ich mir zwei Aluminiumflachprofile hergenommen, gebohrt und verschraubt, und damit eine Brücke zwischen den beiden Profilen gebildet, an denen dann die Pedallerie festzumachen ist. Zur besseren Veranschaulichung dienen die beiden folgenden Bilder, einmal von vorne (das Kantholz kommt später weg) …

… und einmal von der Seite:

In den gt40s.com build logs habe ich mir die Sachlage im Vorfeld natürlich auch angesehen, und da sitzen die drei weissen Verschlusskappen etwa 150mm weiter links, also fast bündig mit der Spritzwand. Ich weiss nicht, ob das Autos für die sieben Zwerge sind, oder ob sich die Fahrer mit den Knien zu Ohren zuhalten, jedenfalls passt der verlängerte Pedalabstand für mich nach erfolgter Anprobe perfekt ;-))
Später mehr,
Udo




Damit sind gute Voraussetzungen gegeben, die Schöpfkelle bei Regenfahrten nicht allzu oft benutzen zu müssen ;-))














… habe ich nach kurzer Anprobe bei montiertem rear clip sofort in den Altpapiercontainer getragen, da die Höhe der Schablone leider nur die Hälfte der erforderlichen Abmessung aufweist.
… und angehalten, geschliffen und angepasst, bis die Passform akzeptabel wurde:
Die netten Freimachungen sind für den oberen Querlenker und die obere Schubstrebe gedacht, das Schräge dazwischen lässt dem Stoßdämpfer Platz zum Arbeiten. Soweit die rechte Seite.



Die ein oder andere UNF-Mutter hat Mick leider nicht mitgeliefert, aber so etwas gibt ja um jede Ecke zu kaufen. Wer keine rubber bushes sieht, sieht nicht schlecht, denn es werden auch keine verbaut. An den Aluminiumuprights ist übrigens links und rechts der kurze Schriftzug „GT40“ erhaben angegossen. Ein Traum.
Wer genau hinsieht, erkennt, dass der Bogen an der Anlage zum front clip völlig anderes als an der rechten Seite ausschaut. Das kommt daher, dass der front clip tatsächlich ein Unikat ist, ein Unsymmetrisches.
Die großen Aussparungen sind die Freimachungen für die Stoßdämpfer, die kleinen an der anderen Seite lassen Platz für den mithilfe Bauschaum erstellten Belüftungskanal und für die Verstärkung im front clip, die KVA da hingehauen hat. Der abgebildete Zustand ist natürlich wieder das Ergebnis zahlloser Iterationen und Anpassungen! Am linken Teil ist eine Kantung erkennbar, die dem an dieser Stelle später freiliegenden Blech mehr Stabilität verleihen soll. Ob das ausreicht, oder ob weitere Verstärkungen oder Kürzungen notwendig sind, erfahre ich wenn
Rechts im Vordergrund ist übrigens mein im letzten Beruf häufig genutzter Feinspachtel zu sehen …
Sobald die ersten, sporadisch gesetzten Matten trocken sind, kommt dann die vollständige Laminierung, und dann der Flattertest. Mal sehen, was dann im Laborbericht steht ;-(

… (Blick von oben auf die Tür, dort, wo die tongues die Tür niederhalten. Der schwarze Strich kennzeichnet die neue Solllinie), aber das Wegschleifen war eine Sache weniger Minuten. Überraschenderweise hat das keinerlei, oder besser, keine mir bis dato bekannten, Probleme bereit. Die kommen wahrscheinlich während der kommenden Wochen zutage.
Dabei kamen endlich auch wieder meine geliebten Clecos zum Einsatz, mit deren Hilfe verschobene Löcher beim Blindnieten der Vergangenheit angehören. Um es funktionstüchtig zu machen, war ein weiteres Blech erforderlich, das vor finaler Fixierung hier zu sehen ist:
Der zu erkennende wellige Abschlussbereich zum front clip, der später mit einer Dichtung versehen wird, kommt nicht daher zustande, dass ich nicht in der Lage bin, die elektrische Blechschere in einer geraden Linie zu führen, sondern ist vielmehr dadurch notwendig, dass der front clip innen eine lustige Verstärkung und eine ingesamt geschwungene Linienführung aufweist, die sich am Abdeckblech 1:1 wiederfindet. Jetzt fehlt nur noch ein Ablaufloch, aus dem das von oben hereinströmende Regenwasser nach unter aus dem Schwimmbad heraus kann. Mache in demnächst.
Links im Bild ist die Abstützung des Überrollbügels zu sehen, in der Bildmitte erkennt ihr den besagten Winkel. Flugs war der Abdeckung hier angeschraubt, und flugs wurde auch klar, dass ein zweiter Anlauf nötig war, denn der nach unten zu kurze Winkel sorgte dafür, dass die Abdeckung flatterte wie ein Fähnchen im Wind. Also den 4er Bohrer eingespannt, den Winkel herausgebohrt und gegen einen Längeren ersetzt. Versuch macht kluch.
Die drei am Sauerkraut derzeit nur verklebten Winkel bekommen demnächst eine Laminierung für den sicheren halt in brenzligen Situationen (es könnte hier bei laufendem Motor etwas wärmer werden), und fertig ist das Ding.
Da noch etwas Zeit übrig war, habe ich mich schon einmal mit einer ersten Schablone für das vordere Radhaus rechts beschäftigt.
… und auch so …
Hinweisen möchte ich die gewogene Leserschaft besonders auf die vordere untere Ecke, die jetzt messerscharf auflaminiert und gespachtelt ist. Im unteren Türbereich sind noch die drei Faserlagen erahnbar, die notwendig waren, um die Tür gerade und deckungsgleich zum Schweller zu machen. Alles Historie, der Optimist blickt nach vorn!
Neinnein, nicht was ihr denkt ;-))