Buy log, 28.09.19

An diesem Wochenende wurde nichts gebaut, aber um die werte Leserschaft nicht zu enttäuschen, kann ich anbieten, den „build log“ in einen kurzen „buy log“ umzugestalten. Da ich im Gegensatz zu den sonstigen logs nur wenig zu berichten habe, fällt der auch entsprechend knackig kurz aus.

Nach mehrwöchigen Telefonaten und Rückfragen kam endlich ein Paket aus UK bei uns an, schön anzusehen, und deshalb zeige ich es hier auch:

Unschwer erkennbar ist, dass die in den GT40 gehörenden Sicherheitsgurte eingetrudelt sind, mit „rotary aircraft“ Verschluss natürlich, analog zu den Haubenverschlüssen (Hartwell Latches), die ebenfalls ursprünglich aus der Luftfahrt kommen. Ein Traum. Eventuell ist der Schriftzug „PROFESSIONALS‘ CHOICE“ in meinem Fall ein wenig dick aufgetragen, aber, wie Sie auf der Wiesn sagen, „joa mei“.

Später mehr,

Udo

Build log, 21.09.19

Der linke Schließbügel passt ja bekanntermaßen nicht, und so habe ich noch einen gebaut, und der passte auch nicht, aber der nächste schon:

Da ich vergessen hatte, mit R (der den Lack aufgebracht hat) eine Idee zu den Türinnenfächern zu entwickeln, waren diese bis heute unbehandelt. Also habe ich mir Strukturlack besorgt, und dazu eine Rolle, die eine rauhe Struktur erzeugen soll. Hat sie auch, und hier das Ergebnis:

Dann war da noch das Einkleben der Frontscheibe, bei dem F behilflich war. Das folgende Bild zeigt den auf der Scheibe aufgebrachten Klebstoff …

… und das letzte für heute das eingeklebte und mit Kreppband gegen Verschieben gesicherte Bild der Fontscheibe:

Nun wieder die Schlösser der Türen anbringen, und dann noch die Türdichtungen (eine echte Ferkelei mit Klebstoff ist zu erwarten).

Der Fahrersitz ist übrigens auch schon montiert 😊.

Später mehr,

Udo

Build log, 14.09.19

Damit die Dauerbaustelle Cockpit nun endlich geschlossen werden kann, mussten noch die beiden Lüfter angeschlossen werden. Da die dazu notwendigen Kabel aus unerfindlichen Gründen zu kurz geraten sind, habe ich unter Aufbringung aller meiner elektrischen Fähigkeiten eine Verlängerung gebaut, in der oberen Bildmitte erkennbar (und im Fußraum liegend fotografiert):

Bislang lag das front nostril einfach auf dem front clip auf, was gegebenenfalls zu hässlichen Klappergeräuschen und genauso unerwünschten Lackschäden führen könnte. Mit selbstklebendem Moosgummi ist dieses Problem flugs gelöst:

Zur Türenmontage waren zunächst die Schlösser zu re-montieren. Da der erste Verbau bereits Jahre zurückliegt, war eine gewisse Neuanlernphase notwendig, die erfreulicherweise recht kurz ausfiel. Hier das Ergebnis auf der rechten Fahrzeugseite (den Türöffner innen habe ich stilgerecht gelocht):

Um zumindest übermäßiges Eindringen von Wasser und anderer unerwünschter Medien durch die Seitenscheiben zu unterbinden, habe ich dauerelastische Dichtungsmasse aufgebracht …

… und dann die Seitenscheiben verschraubt:

Dummerweise hatte ich irgendwann in der Vergangenheit übersehen, dass die Türschlösser – wie ihre modernen Kollegen aus der Großserie – über zwei Schließpositionen verfügen. Während sich der rechte Schließbügel umformtechnisch in die richtige Lage motivieren liess, werde ich den linken demnächst neu anfertigen dürfen 😬. Egal, der aktuelle Baustand läßt solche kleinen Rückschläge vergessen machen:

Ach ja, und dann kann ich noch von der Montage der „Türanschläge“ berichten, deren Halterungen ich im Bootszubehör gefunden habe (salzwasserbeständig 😉). Nach deren Montage sind Kabelbinder die Interimslösung – einige Übergangslösungen haben sich so sehr bewährt, dass sie dauerhaft geblieben sind …

Später mehr,

Udo

Build log, 07.09.19

Dreimal weitere Montagetätigkeiten gibt es heute zu vermelden:

1. Die Scheinwerferabdeckungen …

… hatte ich mir fest vorgenommen, da vermeintlich viel Effekt bei wenig Arbeitsaufwand. Ob ersteres stimmt, überlasse ich der werten Leserschaft, zweites kann ich definitiv nur bedingt bestätigen. Wie auch immer das Urteil fällt, hier die Ergebnisse:

2. Das Cockpit

Die nicht enden wollende Montage hat fast ihren Abschluss gefunden. Die Montagearbeiten habe ich liegend im Fussraum vorgenommen – klingt unkomfortabler, als meine Wahrnehmung es widergibt. Die Beweise dafür in Form der Fotografie der Luftverteiler unter dem Cockpit, liegend aufgenommen …

… und der Auslässe zur Frontscheibe:

3. Der rechte Schweller

Es ging quasi kinderleicht, den rechten Schweller zu montieren, und das Ergebnis sieht ganz gut aus:

Alles passt recht gut zusammen, und nun fehlt nicht mehr viel (dauert aber trotzdem seine Zeit):

– linker Schweller

– Türen

– Dichtungen

– und einiges mehr, das mir gerade auch nicht einfällt.

Jedenfalls, es gibt ein „später mehr“,

Udo

Build log, 24.08.19

Noch mehr Montagearbeiten:

Das Entlüftungsblech im rear clip ist befestigt.

Wie bereits im letzten build log avisiert, standen weitere Beschnittanpassungen am Cockpit an. Munter iteriert, ist das Ergebnis ein fest verschraubter Instrumentenhalter (die auf dem Boden liegenden Belüftungsschläuche fixiere ich beim nächsten Mal, da die Ausströmer zur Windschutzscheibe erst noch klebtechnisch trocknen müssen).

Um die Wärme, die der Motor funktionsbedingt erzeugt, nicht übermäßig stark in die Fahrgastzelle dringen zu lassen (im Winter vielleicht ok, im Sommer eher weniger), habe ich mich mit selbstklebenden schall- und temperaturabsorbierenden Matten beschäftigt. Die Abdeckung über der Keilriemenscheibe konnte ich aus Platzgründen nur partiell belegen …

… und alle weiteren Flächen habe ich ebenfalls beklebt:

Interessanterweise tauchte nach entfernen des oben gezeigten Deckels meine Taschenlampe wieder auf, die auf dem Rahmen stehend auf Rettung wartete 😉.

Hier noch für echte Insider eine Darstellung der Isolationsschicht hinter dem Fahrersitz rechts:

In der Bildmitte links ist das senkrecht verlaufende Wasserleitungsrohr erkennbar, und dahinter, mit viel Fantasie, die Wärmeschutzbeklebung. Wer es selbst gesehen hat, mag es erkennen, wer nicht Zeitzeuge werden durfte/musste, wahrscheinlich nicht. Egal, die Strahlungswärme des Motors hat zumindest eine leichte Barriere bekommen, und das ist mal besser als nichts.

Unerwähnt ist noch, dass ich heute die Türscheiben mitgebracht habe, in der vagen Hoffnung, diese an die am Fahrzeug montierten Türen anzuschrauben – vielleicht im übernächsten build log zu sehen.

Später mehr Montage,

Udo

Build log, 17.08.19

Heute gibt es von weiteren Montagearbeiten zu berichten. Der linke Schalldämpfer, der ja noch einige Millimeter höher als der rechte saß, hat sich durch die zur Befestigung vorgesehenen Federn (ich weiss gar nicht, wie die Dinger eigentlich heissen 🤔) in eine zufrieden stellende Position bringen lassen:

Optisch ansprechend ist auch die frisch montierte Scheibe im rear clip:

.

Zwei Gewinde in den Einnietmuttern mussten nachgearbeitet werden, aber bei all den Verschraubungen ist das eine Traumquote!

Um nun nicht nur am Fahrzeugheck herumzuwerkeln, habe ich die DZUS- Verschraubungen am front clip angebaut. Hier ein Detail des nostrils (zu deutsch „Nüster“, seltsame Bezeichnung) …

… und hier die funktionstüchtige Befestigung des front clips am Rahmen (ich hoffe, dass mir das bei Tempo 300 nicht um die Ohren fliegt, aber das Blue Flame Rekordfahrzeug wird auch von den DZUS zusammengehalten):

Etwas aufwendiger und nervlich belastender war der Einbau der Trennscheibe zum Motorraum. Nach erfolglosen Versuchen mit Montageband aus Textil und Elektrokabel führte dank Einsatzes von R und N der Montagehebel aus Kunststoff zum Erfolg (gut, dass dabei kein Profi zugeschaut hat):

Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen, und der Blick in den Rückspiegel wird eine wahre Freude werden.

Die Spinne (also das Mittelteil) habe ich dann, quasi um an allen Bereichen des Fahrzeuges ausgewogen zu arbeiten, final (?) montiert und sie am unteren Windlauf mit Scheibendichtung gegen hereinströmende Medien jeglicher Art abgeschottet. Dabei wurde leider klar, dass das Cockpit weiter zu beschneiden war, und dass die oberen Ausströmer eine kleine bauliche Veränderung werden erfahren müssen – eine Lappalie, kaum der Rede wert.

So, das waren viele Fotos, und wie immer gilt: Später mehr,

Udo

Build log, 10.08.19

Wenn die Anzahl der notwendigen Iterationen zur Lösung eines technischen Problems hinreichend groß wird, hat das zur Folge, dass zwar viel Handlung, aber nur wenig Ergebnis entsteht. Dies ist für den Werkstatttag am 10.08. eine weitgehend zutreffende Beschreibung.

Auslöser dessen war das simple Mantelrohr des Scheibenwischermotors, in dem die Antriebswelle geführt wird, die wiederum ihre Translationsbewegung in die Wischbewegung des Wischers umwandelt. Die ersten zwei Versuche, in denen ich das Rohr so führen wollte, dass das Cockpit nicht beschnitten werden musste, haben eine Wischermotorüberhitzung aufgrund zu starker Rohrbiegung ergeben. Erst das altbekannte „keep it simpel“ führt zum Erfolg. Das endgültig verbaute Rohr befindet sich im unteren linke Quadranten, kaum gebogen, aber dafür funktionstüchtig:

Die Klinke, die ich im Cockpit mittels Vibrationssäge wiederum in mehreren Anläufen (bloß nicht zu viel abschneiden 💇‍♂️) Stück für Stück vergrößert habe, ist erfreulicherweise im endgültigen Montagezustand verdeckt:

Um nun überhaupt noch etwas für „die Galerie“ hinzubekommen, stand die Montage der Schalldämpfer an. Den Auslass habe ich kombiniert chemisch/mechanisch bearbeitet, und die durch das Schweissen hervorgerufene Anlaßfärbung ist verschwunden. Hier ein Bild mit geöffnetem rear clip …

… und hier die aktuelle Heckansicht (der linke Schalldämpfer muss noch ein wenig nach unten verschoben werden, sollte klappen):

Leicht ist erkennbar, dass aus der rückwärtigen Perspektive nun lediglich noch das Kennzeichen fehlt, oder, wie B bemerkte: da waren sie wieder, meine drei Probleme 😉😉😉.

Später mehr,

Udo

Build log, 03.08.19

Nach vier Wochen Schaffenspause war es am Samstag an der Zeit, mal wieder so richtig Gas zu geben: die Fertigstellung der Elektrik stand im Programmheft. Da ich das von allen Dingen rund um den Autobau am wenigsten kann, war B zur Realisierung angerückt (eigentlich sollte nur die Aussenbeleuchtung angeklemmt werden, da der Rest ja augenscheinlich bereits fertig gestellt war). Gesagt, getan, die Rück- und Kennzeichenbeleuchtung war rasch verdrahtet und montiert, und die hinteren Auslassbleche habe ich gleich mit angeschraubt, so dass das Fahrzeugheck gewissermaßen fast fertig ausschaut (zumindest aus dieser Perspektive, wenngleich die Schalldämpfer auch noch nicht montiert sind):

Auch die Fahrzeugfront macht einen deutlich vollständigeren Eindruck als zuvor:

Bedauerlicherweise stellte sich heraus, dass die Betätigung von Blinker und Bremspedal beleuchtungsseitig keine erkennbare Reaktion der Fahrzeugelektrik hervorrief, mit der Folge des teilweisen Rückbaus des GT40 😬. Hier die Baustelle im Schnappschuss:

Am Ende war dann fast alles wieder gut. Richtig gut wird es werden, wenn die Bremsleitung vorn die Leckage einstellt, und wenn der Scheibenwischer seinen Dienst versieht, ohne dabei sägeartige Geräusche auszustossen.

Es gibt halt immer was zu tun ….

Später mehr,

Udo

Build log, 06.07.19

In der vergangenen Woche war ja Schaffenspause, wie die geneigten Leser wahrgenommen haben, da EBI8 anstand:

Daher war die Motivation nun wieder auf einem Höchststand angelangt, zumal Montagearbeiten sowieso ein gewisser Charme innewohnt. Der rear clip mit eingeklebter Hitzschutzfolie macht einen professionellen Eindruck, und funktionieren sollte das auch:

Als nächstes Stand die Demontage der Spinne von der Transport- und Lackiervorrichtung und der finale (?) Einbau in den GT40 an. Nach einigen Anpassungsarbeiten war dieser Baustand erreicht:

Das Cockpit ist ebenfalls fest installiert, und hier noch zwei Details vom vorderen Fahrzeug:

Auch wenn das schon nach „fast fertig“ aussieht, bleibt noch hier und da etwas zu tun, und die Summe aller Kleinigkeiten wird noch für allerhand Beschäftigung sorgen.

A pros pros fertig: das Folgeprojekt ist noch auf dem Atlantik, aber das erste (und hoffentlich einzige) Reparaturblech ist schon eingetroffen:

Die Abmessung des hinteren Radhauses haben mich kurzzeitig etwas irritiert 😯, aber das Fahrzeug ist ein Kompaktwagen.

Später mehr,

Udo

Build log, 22.06.19

Da nun im angehenden Sommer die Urlaubs- und Veranstaltungszeit naht, und am GT40 im Juli nicht wirklich viel passieren wird, stand gestern die Abholung der lackierten Karosserieteile auf dem Programm – Menschen sind eben doch nur Jäger und Sammler 🤗.

Beim Autovermieter hatte ich auf dem Transporter bestanden, mit dem ich die Teile schon zum Lackierer gefahren habe: der rear clip passte mit je einer Handbreit links und rechts quasi saugend auf die Ladefläche, und ich wollte mit den frisch lackierten Teile nichts riskieren. Gesagt, getan, hier zwei Impressionen:

Am besten lagern die sperrigen Teile dort, wo sie hingehören, also habe ich flugs die Scharniere an front und rear clip angeschraubt, und zu dritt war die Montage an den Rahmen erträglich:

Auf den ersten Blick ist durch die 40 Grad C im Trocknungsofen nichts Nachteiliges passiert, die Teile sind zumindest montierbar (jaja, die Ansprüche sinken). Auf den zweiten und dritten Blick sehen die Teile am Fahrzeug verbaut wie ein Traum aus, und ich glaube, dass ich den quasi-Camouflage-Anblick aus der Vergangenheit nicht übermäßig vermissen werde.

Die Spinne ist noch auf dem Transport- und Lackiergestell verschraubt …

… da deren Montage, harmonierend mit dem Cockpit, etwas mehr als die am 22.06. verbleibende Bauzeit erfordern wird.

Anschließend beginnt dann das, was landläufig unter Arbeiten mit einem Bausatz verstanden wird: Teile anschrauben und anklemmen, und fertig ist die Laube 😁.

Später mehr,

Udo