Build log, 19.01.19

Bevor ich den sagenhaften rechten Ventildeckel samt Öleinfüllstutzen zeige, möchte ich erst noch einmal den Tagesschwerpunkt vorstellen, der in der weiteren Bearbeitung der vorderen Erweiterung der Radhäuser im rear clip bestand. Das Bild hier zeigt den Arbeitsstand, und man beachte die weiss aussehende Menge geschliffener Spachtelmasse:

Wenn ich die Augen schließe, kann ich den Geruch (trotz Atemmaske) förmlich riechen.

Die aktuelle Einkilodose (das meiste davon wird interessanterweise nach Auftrag in weissen Staub verwandelt, vielleicht mache ich da etwas falsch?) war dann auch schnell verbraucht, aber ich hatte vorgesorgt:

Und nun noch das Highlight des heutigen build logs: der rechte Ventildeckel samt Verschraubung für die Öleinfüllung:

Eines ist mal sicher: das ist eine weltweit einmalige Konstellation, und das ist entweder genial, oder unterirdisch schlecht. Die spätere Praxis wird das Urteil fällen ⚖️.

Später mehr,

Udo

Build log, 12.01.19

Zwischen den Vorbereitungen und Eintreffen der Gäste zum heutigen Dreikönigsgrillen war noch etwas Leerlauf, den ich sinnstiftend mit Bautätigkeit ausgefüllt habe.

Wie bekannt sind die vorderen Radhauserweiterungen im rear clip aufzuwerten – im Fachjargon zu spachteln und zu schleifen (dann wieder spachteln und schleifen, usw.). Aufgrund der eher knappen zur Verfügung stehenden Zeit habe ich heute nur den linken geschafft, und nach zweiter Behandlung sieht es hier so aus:

Die rechte Seite ist dann als Nächste an der Reihe, dann wieder links 🔄.

Die zweite und letzte Aktion des heutigen Tages bestand darin, die derzeit recht umständliche Prozedur des Öleinfüllens in den Motor zu optimieren. Die Ventildeckel in aktueller Form weisen keinen Einfüllstutzen mehr auf (die ursprünglich angebrachten Stutzen in linken Deckel, auf denen die beiden Filter befestigt waren, musste ich ja aus Bauraumgründen leider entfernen). Da ich auch nicht durch das Peilstabrohr einfüllen möchte, habe ich ein Aluminiumaufschweissadapter erstanden (ich glaube, dass es Dash 16 (!) ist), und noch schnell eine Bohrung in den rechten Ventildeckel gedremelt, und nun muss das Ganze noch per WIG-Schweissen dauerhaft verbunden werden:

Den Deckel dazu (sehr, sehr schickes Teil) stelle ich im nächsten log vor (Vorfreude ist die schönste Freude).

Viel Spaß und Vorfreude beim Warten, später mehr,

Udo

Build log, 05.01.19

Der Zündverteiler ist termingerecht und wie angekündigt am 04.01, geliefert worden, offenbar irgendwo in spanischsprachigem Teil Amerikas hergestellt:

Immerhin ist er neu (zu 100%) und erprobt (auch 100%). Hier ein Vergleich alt gegen neu:

Das Antriebsritzel hatte ich auf Anraten Udo Finks schon ausgetauscht. B hat das Produkt in den Motor hineinoperiert, und nach einigem hin und her mit entleerten Batterien hat N seinen Pkw zur Überbrückung bereitgestellt, und ab da lief der Motor dann auch:

Das wirklich Gute ist nun, dass das Antriebsaggregat bei Erreichen der Betriebstemperatur nicht mehr selbsttätig seinen Dienst quittiert. Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen Zündverteiler und Motorabsterben – interessante Erkenntnis. Auch erwähnenswert ist der Umstand, dass es gestern zu keinem Austreten von Flüssigkeiten aus dem GT 40 kam 😀😀😀.

Das nächste und für heute letzte Foto ist ein Insider, und bleibt aus gutem Grund unkommentiert:

Zu guter Letzt habe ich mich dann tatsächlich entschlossen, die im rear clip einlaminierten Radhauserweiterungen doch zu spachteln, und das Erscheinungsbild bei geöffneter Motorhaube wertiger erscheinen zu lassen – let the good times roll 😏.

Später mehr,

Udo

Sylvester build log 18

Traditionell klingt das Jahr auch mit einem Sylvesterbautag aus, so auch am 31.12.18. Als Ergebnis ist der rear clip fertig laminiert, es stehen nur noch kleinere Schleif- und Glättarbeiten an.

Da noch Zeit war, bis die Gäste eintrafen, habe ich mich nochmals der Scheinwerfer angenommen. Diese hatte ich zwar vor gefühlten fünf Jahren schon einmal mit einer Halterung versehen, aber nicht bedacht, dass die Scheinwerfer ja auch einstellbar sein müssen / sollten. Dazu haben sie eine Verstellschraube, die jedoch im aktuellen Bauzustand vom GfK verdeckt sind. Folgerichtig waren Bohrungen anzubringen, um die Zugänglichkeit herzustellen. Ausserdem hatte ich die Scheinwerferbefestigungen mit Durchgangslöchern versehen, und damals (ich war noch jünger und unerfahrener als heute 😉) hatte ich nicht bedacht, dass meine Finger hinsichtlich Länge, Durchmesser und Beweglichkeit naturgegeben beschränkt sind, mit der Folge, dass die Scheinwerfer nicht wirklich montierbar waren. Abhilfe schaffen Nietmuttern, die allerdings bauartbedingt nicht per Zange, sondern improvisiert mit Schraube, Scheibe und Mutter zu setzen waren.

Am Ende des kurzen Arbeitstages dann hier die Sachlage mit Einstellbohrung auf der linken Fahrzeugseite …

… und hier aus Symmetriegründen die rechte Seite:

Bis zur Gebrauchsfertigkeit wird noch einige Zeit vergehen, aber Zeit ist ja vorhanden (der Weg ist, neben dem Ergebnis, auch ein Ziel).

Später mehr,

Udo

Build log, 29.12.18

Die Jahresendrally ist in vollem Gange, und es gibt noch soooo viel zu tun. Aber wie immer gilt: eines nach dem anderen. Heute war, da der Zündverteiler erst am 04.01. geliefert werden soll (aus U.S.A.), noch einmal der rear clip an der Reihe.

Die Radhausumstellungen hatte ich nochmals von innen laminiert, und die Sachlage stellte sich nach dem Trocknen wie folgt dar:

Das sah nun zugegebenermaßen etwas holprig aus, daher war hier Feinarbeit gefragt, mit diesem Ergebnis:

Schön, oder? Ebenfalls übrig geblieben war die Öffnungserweiterung rund um die Ansaugtrichter. In diesem Zustand war ich, um den rear clip überhaupt schliessen zu können, mit der Arbeit geendet:

Nach Betätigen der Fein-Säge und etwas 40er Schleifpapier war das Erscheinungsbild dann bühnenreif:

Zu guter Letzt habe ich mich dann noch getraut, das Internetharz zum Laminieren zur Anwendung zu bringen. Die Radhäuser im rear clip waren ja bislang nur einseitig laminiert, folgerichtig fehlte die zweite Seite. Das Ergebnis mit auf dem Kopf liegendem rear clip ist hier erkennbar:

Bei den Porsches aus den späten 60er sieht das auch nicht besser aus! Hier und da ist dann trotzdem noch die ein oder andere Kleinigkeit zu tun (ein Ford ist schliesslich kein Porsche 🤨😎😜) – und wenn ich nicht aufpasse, schleife ich noch im Sommer an dem Ding herum ☀️🌤⛅️☀️.

Später mehr,

Udo

Build log, 27.12.18

Der Tag begann mit weiterer Laminierarbeit EIGENTLICH recht erfolgversprechend. Noch ein oder zwei (oder drei?) Tage, und dann ist der rear clip einsatzbereit.

EIGENTLICHES Tagewerk sollte die Suche nach dem Grund des jähen Motorabsterbens sein, sobald dieser auf Betriebtemperatur kommt. B war dazu vorbeigeschaut, und bei genauerem Hinschauen wurde erkennbar, dass der Zündverteiler im Anlaßmodus seltsame Bewegungen ausführte, was für diese Art der Verbrennungsmotoren eher unüblich ist. Bei noch genauerem Hinschauen war dann weiterhin erkennbar, dass der Anlasser am Fuß einen Riss aufwies, ebenfalls unüblich. Nach Demontage dann das vernichtende Gesamturteil: der Verteiler ließ sich händich nicht drehen, was in dieser Form ebenfalls nicht gewünscht ist; das Ding ist also kaputt!

In den U.S.A. gibt es die Dinger bei jedem Großhändler – ich habe schon mal einen Neuen bestellt.

Später mehr (erst einmal vom Laminieren),

Udo

Build log, 22.12.18

Es war nach langer Zeit wieder einmal ein „Tag des Laminierens“. Nachdem die beiden Radhauserweiterungen zugeschnitten waren, stand das Wegschneidens eines Teils der Aluminiumradhäuser im rear clip an, da diese ja mit den Rädern kollidierten. Hier der Zustand vor Beginn des Laminierens mit schon zugeschnittenen Fasermatten auf der linken Seite:

Hier die rechte Seite nach dem Laminieren (die Feinspachteldose habe ich als Gewicht zur Beschwerung verwendet):

Nach dem Trocknen wird es bis zur Fertigstellung noch mindestens zwei Bautage dauern, aber Zeit ist über die Feiertage ja gegeben (die in Großbritannien in Auftrag gegebenen Antriebswellen sind schließlich auch noch nicht geliefert).

Thematisch passend ging es dann mit den Versteifungen der Radhäuser am rear clip weiter. Nachdem die Laminatstreifen getrocknet sind, kann ich den Bauschaum beim nächsten Mal herausbasteln:

Die seltsam aussehende waagerechte Öffnung ist beim Erweitern des Radhauses im unteren Bereich entstanden, da der rear clip sich anderenfalls nicht öffnen ließ (Kollision mit den Hinterrädern). Auch hier werden noch zwei bis drei Lagen Laminat appliziert werden müssen, um die notwendige Stabilität zu gewährleisten.

Da der GT40 nun auf den Rädern steht, entwickeln sich durch neue Blickrichtungen auch neue Probleme (besser: Herausforderungen). Ein Beispiel dazu bildet die Freimachung des front clips um die Scheibenwischerbefestigung in der Spinne (im rechten Bildteil):

Das lose liegende Stück habe ich aus den front clip unmittelbar darüber herausgeschnitten, da hier eine Fastkollision mit der Spinne vorlag – wieder einmal ein schönes Beispiel für die grandiose Passform der KVA panels.

Dank Faserspachtel lässt sich das Spaltmaß exakt einstellen, hier die erste Vorstufe mit frisch aufgelegter Spachtelmasse. Auch hier wird nach zwei weiteren Behandlungen alles wie gewünscht aussehen.

Die kommenden Bautage werden eine gelungene Mischung aus Schleifen, Spachteln und dem Versuch sein, den 347er V8-Motor dauerhaft zum Laufen zu bringen.

Es bleibt spannend.

Später mehr,

Udo

Build log, 21.12.18

Heute ist ja bekanntermaßen der kürzeste Tag, und deshalb habe ich auch nicht so viel schaffen können.

Die Radhauserweiterungen hatten drei Wochen Zeit, um zu trocknen, und das war auch passiert. Da ich eine Negativform aus Bauschaum gebaut hatte, musste diese in übelster Kleinarbeit aus der Radhauserweiterung herausoperiert werden:

Das war dann für beide Seiten irgendwann (immer die drohende frühe Dämmerung vor Augen) passiert, und danach ging es an das Zuschneiden:

Die rechte Seite, die interessanterweise links im Fahrzeug sitzt (😏), ist schon fertig, während die linke für die rechte Fahrzeugseite noch unbeschnitten daherkommt. Alles sehr verwirrend. Demnächst können dann beide in den rear clip eingebaut werden.

Auch noch fehlend waren die Umstellungen in den hinteren Radhäusern, die ja der notwendigen Erweiterung derselben zum Opfer gefallen waren. Von den erstellten Streifen und deren Verwendung habe ich Abstand genommen, und dafür aus Bauschaumresten (der richtige Messi wirft nichts weg, man sieht wieder einmal, wozu das gut ist) Formstücke geschnitzt, die ich demnächst überlaminieren werde, und dann sehen die Radhäuser wieder aus, wie sie aussehen sollten.

Das Gute an den aktuell milden Temperaturen ist nicht nur, dass man nicht frieren muss, sondern auch, dass der Härter morgen bestimmt ausgehärtet ist, also kann es am Samstag mit der Laminiererei weitergehen.

Später mehr,

Udo

Build log, 01.12.18

Heute gibt es nicht allzuviel zu vermelden. Zunächst habe ich mich gestern damit beschäftigt, aus der mittlerweile ausgehärteten Bauschaummasse die Negativformen für die hinteren Radhauserweiterungen zu modellieren, was dadurch erschwert wurde, dass der zuletzt im Baumarkt erstandene Schaum immense Hohlräume im Inneren erzeugt hatte, was die Gestaltung insgesamt eher negativ beeinflusst hat. Nach Auftrag der ersten Laminatschicht ergab sich folgendes Bild:

Da sind nun noch zwei bis drei weitere Schichten fällig, und dann können die beiden Formteile an den rear clip laminiert werden.

Der Rest des Tages war dann wieder Motorlauf und Fehlersuche gewidmet. Hier die Ergebnisse im Überblick:

– die Lichtmaschine ist jetzt so verkabelt, dass sie die Batterie ordnungsgemäß lädt, und im Cockpit eine Kontrollleuchte zum Erhellen bringt, B sei Dank

– im Vorderwagen kam es bei zirka 90 Grad Celsius Wassertemperatur zu einer Leckage. Die verursachende Baumarktschelle habe ich gegen ein Produkt aus dem Hause ABA getauscht, was unmittelbare Dichtigkeit zur Folge hatte (ich werde die Baumarktdinger demnächst vollständig entsorgen)

– die Öltemperaturanzeige im Cockpit funktioniert, die Tankanzeige weiterhin nicht. Mmmmh …

– der Motor stellt bei Erreichen eines bestimmten Betriebszustandes, wahrscheinlich abhängig von einer unbekannten Temperatur, den Betrieb kommentarlos ein. Im Fahrbetrieb eher ungünstig, damit wäre dieser Mangel also noch zu beheben. Ich frage mal bei Fink nach, was da los ist

Der geneigte Leser erkennt, dass – auch wenn dieses Mal im build log wenig bunte Bilder zu sehen sind – noch allerhand zu tun ist, bis der GT40 fährt.

Zu erwähnen ist noch, dass ich jemanden gefunden habe, der bereit ist, die beiden Antriebswellen zu bauen. Der Kollege sitzt in Großbritannien, und hat Lieferzeiten, wie in der Branche leider weit verbreitet. Wenn es gut geht, kann ich die Dinger im Frühjahr zusammen mit den Ostereiern verstecken, und hoffentlich auch wiederfinden 🤔.

Später mehr,

Udo

Build log, 24.11.18

Ein erneuter Motorstart brachte mehrerlei zutage:

1. Die Verschraubungen am Kraftstoffcatchtank zeigen sich nach letztwöchiger Reparatur als dicht, sehr gut

2. Ebenfalls erfolgreich war die Modifikation auf der Wasseransaugseite (wir erinnern uns, dass ich das Silikonwinkelstück gegen Edelstahl ersetzt hatte)

3. Mit der Funktion der Lichtmaschine bzw. deren Wirken im Fahrzeug insgesamt stimmt etwas nicht, da die Batterie nach ca. 10 Betriebsminuten einen weiteren Motorlauf vereitelt

4. Tank- und Öltemperaturanzeige im Cockpit nehmen am Leben noch nicht teil

5. Während des Schliessens der Drosselklappen (man könnte auch sagen „beim Gaswegnehmen“) kommt es zu übermäßiger Flammen- und Geräuschbildung am linken Schalldämpfer, in den ja bekanntermaßen zwei linke und zwei rechte Motorauslässe münden. Da ist wohl noch Adjustage notwendig, offenbar auf der Krümmer- oder Steuerungsseite, da der Motor bei Udo Fink ja schon einmal lief. Ich hoffe nicht, dass es mit der meinerseits veränderten Entlüftung in den Ölcatchtank zusammenhängt

Fragen über Fragen, die allsamt noch in der kommenden Woche zu klären sind. B wollte Messmittel mitbringen, um Ursachenforschung zu betreiben 🤷‍♀️🤷‍♂️

Desweiteren standen die Laminatarbeiten an den Radhäusern des rear clips an, die ja bekannterweise nicht geräumig genug sind, um die Hinterräder aufzunehmen. Den hinteren Bereich habe ich einfach „frei Schanuze“ angezeichnet und weggeschnitten, wobei die Sicherstellung der einheitlichen Linienführung schon wichtig war:

Das dabei entfernte Teil sah dann so aus …

… und wird durch diese frisch laminierten Streifen später ersetzt, so sie denn getrocknet sind (was bei den gestrigen Temperaturen ein wenig Geduld erfordert):

Der vordere Bereich der Radhäuser, die ich aus Aluminiumblech gefertigt habe, zeigt ein ähnliches Platzproblem, so dass ich diese teilweise entfernen werde und gegen laminierte Einsätze ersetze. Um diese herzustellen, habe ich auf das bewährte Prinzip der Verwendung von Negativformen aus Zargenschaum zurückgegriffen. Im vorderen Bildteil ist die Form für die linke Radhausseite erkennbar, die allerdings noch einigen Feinschliff benötigt, während der noch trocknende Rohling für die rechte Seite dahinter erkennbar ist:

Eventuell hätte statt der 0,75 Literflasche Zargenschaum auch der kleine Bruder mit 0,5 Liter Volumen ausgereicht, aber die Reste lassen sich bestimmt in Zukunft noch sinnstiftend einsetzen 😉😉.

Später mehr,

Udo