Build log, 06.04.19

Heute ist das Ovali-Restaurationsobjekt abgeholt worden, so dass theoretisch wieder Platz für ein GT40-Folgeprojekt gegeben wäre. Konjunktiv.

Das hat nun alles kostbare Bauzeit gekostet, so dass ich wieder eine passable Ausrede für nur mäßigen Arbeitsfortschritt anführen kann. Hier nun der Arbeitstag zusammengefaßt:

Da sich die Schalldämpfer nach dem V8-Probebetrieb unvorteilhaft nach rechts verschoben hatten, habe ich die Schweissnähte zwischen Dämpfer und V-Bandschelle wieder geöffnet und beide Teile zueinander neu positioniert. Was einfach klingt, bedingte selbstredend wieder ungezählte Ein- und Ausbauschritte, bis eine passende Position gefunden war. In diesem Zuge habe ich dann auch gleich noch die beiden Endrohe angebracht, so dass diese Baustelle nun optisch recht professionell daherkommt:

Eigentlich sollten danach alle Karosserieteile angebaut werden, um die finalen Vorbereitungen für den Lackierer zu treffen. Ungünstigerweise ist mir dabei die provisorische Schweissnaht am rechten Scharnier des rear clips gebrochen, so dass es an dieser Stelle hieß: alles wieder auf Null! Diesen eher ernüchternden Umstand habe ich dazu genutzt, um die provisorischen gegen endgültige Schweissnähte zu ersetzen. Der rear clip konnte dann unter Mithilfe aller in der Werkstatt Anwesenden wieder eingesetzt werden, und erfreulicherweise war alles ganz passgenau zueinander. Bemerkenswert, wie ich meine.

Die letzte Tat des Bautages bestand in der Montage der „Haubenhalter“ (der Ausdruck passt nicht so recht, aber mir fällt kein Besserer ein) des rear clips. Dazu werde ich zwei Drahtseite (natürlich aus Edelstahl) verwenden, die zwischen Radhaus und Befestigung des Stabilisators angeschlagen werden. Hier der Halter samt Seil an der Stabibefestigung:

Dieses gilt es dann in der kommenden Woche zu vervollständigen, und weitere Restarbeiten stehen an: Rückspiegel aussen links und rechts, Verstärkung der DZUS am front clip, Dichtungen zwischen Trennwand Motor und Dach, Hartwell latches, Abstützung und Verschluss rear clip, Arretierung front clip, Fixierung Cockpit, Anschläge Türen, um nur die wesentlichen Dinge aufzuzählen. Dann ist auch noch die Funktion der Tankanzeige und des Schweibenwischers sicherzustellen, und die Schaltung muss eigestellt werden. Brems- und Kupplungsleitungen sind noch final zu entlüften.

Klingt wie eine Einkaufsliste, die einen größeren Einkaufswagen erfordert, natürlich im übertragenen Sinne 🤔.

Später mehr,

Udo

Build log, 20.03.19

Für die ersten paar Minuten des heutigen Tages hatte ich die Montage der neuen Motorentlüftung in der Cobra eingeplant – wie immer kam alles etwas anders. Den ursprünglichen Ölcatchtank hatte ich schlauerweise nicht in Nietmuttern verschraubt, sondern klassisch mit Durchgangsloch und Mutter auf der Spritzwand hinter dem Cockpit. Der Lösen der Veranstaltung nahm dann schon einmal ein Vielfaches der budgetierten Gesamtzeit in Anspruch, die ich im Wesentlichen liegend im Fußraum verbracht habe.

Hier die Impressionen des halbfertigen Objekts ( mittlerweile war es 14:00 geworden 😟):

Hier eine andere Ansicht (die Verschraubung im Luftfiltergehäuse ist eine Dash 12 90 Grad bulkhead-Verschraubung, etwas verkürzt):

Gegen Spätnachmittag war dann wieder GT40-Zeit: die Hochleistungsisoliermatte im rear clip musste zugeschnitten werden, auch hier das Ergebnis nach ungezählten Iterationen:

Ich muss noch erwähnen, dass der rear clip nach fünf Anbauversuchen am Fahrzeug passformseitig nicht so aussah wie vor dem Laminieren der Radhauserweiterungen. Gleiches gilt prinzipiell auch für die Schalldämpfer, die ihre Position nach einer halben Stunde Motorlaufzeit ebenfalls eigenmächtig verändert haben.

Den Termin mit dem Lackierer habe ich auf unbestimmte Zeit verschoben.

Später mehr,

Udo

Build log, 16.03.19

Der front clip ist von innen nun fertiggestellt, die Spachtel- und Schleiferei hat (bis auf Weiteres, mal schauen, wie sich der Sachverhalt nach Anbau aller Karosserieteile an den Rahmen darstellt) ein Ende 👍🏻:

Sieht fast so aus wie im letzten build log, aber eben nur fast. Den Rest macht der Lackierprofi. Erfreulicherweise passt der front clip auch noch im eingebauten Zustand:

Während der Trocknungspausen stand noch eine Arbeit am Cobramotor auf der Agenda: da ich ja die Entlüftung des V8 verbessern und dies mit Stahlflexschläuchen erreichen will, sind zwei Aufschweissadapter an die Ventildeckel anzubringen. Vor dem Schweissen sieht das nun so aus (Dash10 Fittinge liegen schon im Regal, Stahlflexschlauch ist bestellt):

Erfreulicherweise hat Mick in der vergangenen Woche auch das noch fehlende Entlüftungsblech für den rear clip geliefert. Die Nachlieferung war notwendig geworden, weil das erstgelieferte Blech richtigerweise rechteckig war, die Öffnung im rear clip jedoch die Form eines Parallelogramms aufweist, warum auch immer. Nun habe ich also das Rechteck mit Winkeln ungleich neunzig Grad versehen, und es passt satt in die Öffnung. Der Winkelversatz ist nur für Wissende erkennbar:

Das gute Stück kann ich dann in der kommenden Woche anschrauben, und dann wird auch der rear clip mit Türen und Schwellern wieder an das Fahrzeug montiert. Sollte dann alles zusammen einen harmonischen Gesamteindruck hervorrufen, ja dann könnte das Lackieren beginnen. Hättesolltekönnte …

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Udo

Build log, 09.03.19

Die heutige Story ist wieder schnell erzählt, obwohl ich wieder alles gegeben habe:

Den abgebildeten front clip habe ich – nachdem ich dem Irrtum aufgesessen habe, quasi einen lackierfähigen Zustand geschaffen zu haben – mit Spachtel-aus-der-Dose besprüht, und nach dem Trocknen gleich weitergespachtelt. In der nächsten Woche erfolgt aber bestimmt die Fertigstellung 😉.

Da die Motivation nach mehreren Stunden Schleifarbeit geringfügig einbrach, bot das längst überfällige Modifizieren des Ölcatchtanks an der Cobra willkommene Abwechslung. Da der Druckausgleich des V8 auf der rechten Seite möglicherweise nicht ausreichend ist, werde ich nun linke und rechte Ventildeckelinhalt in den Catchtank entlüften. Standesgemäß passiert das mit Dash 10 Verschraubungen – soll ja auch optisch etwas hermachen. Hier der Tank im Ausgangszustand …

… und hier mit anzuschweissenden Buchsen:

Das baue ich während der nächsten Spachteltrocknungsphase des GT40 und bei trockener Witterung dann in die Cobra ein.

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Udo

Build log, 02.03.19

Zum Arbeitsstart erst einmal etwas Bekanntes: Fertigstellen des front clips:

Was für den geneigten Betrachter eventuell schon gut aussehen mag, wird durch Sprühspachtel als pure alternative Wahrheit entlarvt:

Da geht also am kommenden Samstag noch etwas mehr 🥶.

Um all den Spachtelkram zu verdrängen, habe ich mich dann noch mit den tatsächlich gelieferten Antriebswellen vergnügt. Da es sich um Teile für ein Kit handelt, wurde alles standesgemäß in Einzelteilen angeliefert, was nach dem Zusammenbau so aussieht:

Richtig gut schaut das in Einbaulage aus:

(beachtenswert ist auch der GT40 Schriftzug auf dem rear upright). Nun muß nur noch die Schaltung eingestellt werden, und dann könnte ich eine erste Ausfahrt abseits öffentlicher Wege wagen🏎🏎🏎.

Später mehr,

Udo

Build log, 23.02.19

Therapeutisches Schreiben: um 18:00 habe ich mich gefragt, wie es möglich ist, acht Stunden mit Scheifen und Spachteln am front clip zuzubringen:

Ich weiss es auch nicht, glaube aber, in der kommenden Woche diese Arbeit abzuschließen 🤘🤘🤘.

Es gibt auch Positives: die Antriebswellen werden „not later than 27/02/19“ angeliefert. Die US-Amerikaner schreiben das Datum ja „Monat/Tag/Jahr“, aber das kann ich erfreulicherweise an dieser Stelle ausschließen.

Später mehr,

Udo

Build log, 16.02.19

Der heutige Tag ist rasch dokumentiert: schleifen des front clips macht eine Menge Arbeit, bietet jedoch wenig Erbauliches für die werte Leserschaft.

Hier eine Aufnahme, die belegt, dass alles, was ich aufspachtele, auch wieder durch Schleifen entferne (das Fahrzeuggewicht wird also nicht negativ beeinflusst):

Hinsichtlich des Scheifpapiers habe ich übrigens eine neue Stufe des gepflegten Abtrages erzielen können: durch Verwendung einer 36er Körnung wird die Oberfläche zwar rauh, aber der Zeitaufwand insgesamt kann optimiert werden.

Ein Stileben mit Wurst möchte ich – Arbeit macht hungrig – nicht vorenthalten:

Gegen Ende des Schleiftages bin ich dazu übergegangen, auf der radabgewandten Seite des front clips mit Feinspachtel zu agieren:

Meine Prognose, die Schleiferei in drei Wochen zu beenden, ist wie üblich zu engagiert, hilft aber, die Motivation aufrecht zu erhalten. Darauf kommt es schliesslich auch an.

Später mehr,

Udo

Build log, 09.02.19

Das Unmögliche ist wahr geworden: der rear clip ist fertig geworden, hurra 💥😉💥.

Da dies so klar vorhersehbar war, hatte ich am vergangenen Wochenende schon einmal Wärmeschutzmaterial für den rear clip bestellt, um gegen die Motorwärme zu isolieren (OKOK, der rear clip ist also noch nicht ganz fertig, aber fast). Die seitlich an den Radhäusern anzubringenden Matten sind schon geliefert worden …

… (1a Qualität aus den U.S.A.), während das dickere, direkt über Motor und Abgasanlage zu montierende Material (heavy duty) nicht ab Lager lieferbar war (kommt aber bestimmt in den nächsten Tagen). Um den Zuschnitt einfach und sicher machen zu können, habe ich erst einmal Pappschablonen gebaut:

Das gute an den Matten ist, dass es fast egal ist, wie die Oberfläche darunter aussieht 😀.

Nach dieser Übung, die an der Werkunterricht in der Schulzeit erinnerte, habe ich dann die hinteren Federdämpfer verstellt, so dass das Fahrzeug ca. 8mm höher steht, um Kollisionen zwischen rear clip und Hinterrädern bzw. zwischen Getriebequerträger und Straße zu unterbinden. Irgendwie habe ich die Vorahnung, dass das noch nicht ausreicht, aber das wird sich später zeigen:

Da nun mit dem rear clip klar Schiff herrscht, habe ich mich zu letzten Feinarbeiten am front clip aufgemacht. In meiner Erinnerung waren die Arbeiten quasi abgeschlossen, und es sollte mit kleinen Detailarbeiten rasch ein Abschluss möglich sein. Die Wahrheit war und ist anders (meine Erinnerung hat mich hier offenbar sehr, sehr getäuscht), und die nächsten Wochen werden „front clip Zeit“ sein. Hier eine Detailaufnahme an der Freimachung für den Scheibenwischer, zusammen mit meinem standardmäßigen 40er Feinschleifpapier:

Die Kontaktaufnahme mit dem Lackierer hat damit nun einen anderen zeitlichen Horizont erhalten 🤔.

Später mehr (vom front clip zum Beispiel),

Udo

Build log, 02.02.19

So richtig viel Neues gibt es nicht zu berichten. Das Einebnen der letzten Unebenheiten am rear clip gestaltete sich doch langwieriger als vermutet (mal eben spachteln, haha), aber es ist fast vollbracht …

… und wird in der kommenden Woche bestimmt fertig werden.

Auch vom Batteriekastenbau gibt es eher Ernüchternderes zu berichten: die Pole der alten 16 Ah liegen andersherum als in der neuen 28Ah Variante. Somit musste ich den Batteriekasten in einer optimierten Version (Abteilung Schönreden) ein zweites Mal bauen, nun natürlich viel schöner und besser als beim ersten Mal 😉. Hier im Fahrzeug abgelichtet, samt Unterbrecher:

Die Antriebswellen (zugesagter Liefertermin Ende Januar) sind natürlich auch noch nicht geliefert – ist aber nicht weiter verwunderlich, oder?

Später mehr,

Udo

Build log, 26.01.19

N hatte sich freundlicherweise bereit erklärt, zwei Stellringe mit dem Durchmesser 18mm auf 19mm aufzubohren, da dieses offenbar dem britischen 3/4 inch entspricht, und das ist derjenige Durchmesser, den die Scharnierstrebe des front clips aufweist. Die Stellringe …

… benötige ich, um zu verhindern, dass der front clip seine Position in Y-Richtung (also seitlich) verändert. Hier der verbaute Stellring an der Scharnierstrebe montiert:

Der Rest des Tages bestand mehr oder weniger in altbekannter Schleif-Spachtel-Schleifarbeit, wobei ich mir, fast am Ziel der Arbeiten am rear clip befindent, schon einmal Sprühspachtel besorgt und aufgetragen habe:

Die vordere Radhauserweiterung im rear clip mutet aus der Ferne fast perfekt an (aus der Ferne betrachtet ist bekanntermaßen alles schön). Die Restarbeiten erledigen sich dann während des kommenden Bautages quasi von allein 👍🏻.

Und dann habe ich noch eine neue Batterie erstanden. Das erste Modell mit 16Ah war entweder zu schwach …

… oder zu tiefenentladen, schaffte es jedenfalls nicht, den Anlasser mit genügend Leistung zu versorgen, damit dieser wiederum den Motorstart bewältigen konnte.

Die Ersatzlösung weist stolze 28Ah auf, und das reicht nachweislich aus (der Motor sprang heute leicht und locker an), um zu funktionieren. Dummer- oder auch natürlicherweise passte die aus Aluminiumblech maßgeschneiderte Batteriehalterung nicht mehr, und so habe ich mit dem Bau einer Neuen begonnen. Hier der Stand kurz vor dem Ausstempeln:

(der geneigte Leser erkennt die Kabelfreimachungen links und rechts, die ich noch mit einem Kantenschutz versehen werde, selbstredend). Die Restarbeiten sind am nächsten Bautag, an dem auch der rear clip fertig werden wird (Fehler: ein Ziel gesetzt), schnell gemacht, und dann kann ich mich an die Restarbeiten am front clip machen, und dann alle Karosserieteile wieder anbauen, um dann hoffentlich nicht in Ohnmacht fallen zu müssen, weil es leider zu unerklärlichen geometrischen Verzügen im Sauerkraut gekommen ist.

Das ist echter Stoff für einen Horroralbtraum, besser nicht, dafür später mehr (Positives),

Udo