Mick von Southern GT hatte während der Woche zwei Kisten angeliefert, eine mit der Frontscheibe, die andere mit der vermeintlichen Abgasanlage. Bestellt hatte ich linke und rechte Krümmer, mit Flanschen fertig verschweisst, die ich dann nur noch am 4-in-1-Sammler und Schalldämpfer anschliessen sollte, da das 01E Getriebe ja bei Mick nicht im Programm ist, und das SGT-Standardprodukt eventuell für Kollisionen sorgen könnte. Was ich tatsächlich erhalten habe, ist eine mittlere Frechheit:

Rohrbögen, unbeschnitten, ohne Flansche, und ohne irgendeine Anleitung, welcher Bogen wohin gehört. Nach dem Sortieren sah das zwar alles etwas ordentlicher aus …

… aber ich bin nicht auf Quizsendungen abonniert, und wir sind im build log auch nicht bei RTL2. Mal sehen, welche Ausrede ich mir am Montag am Telefon anhören darf. Vielleicht liegt die vermeintliche Fehllieferung aber einfach nur an meinen mangelnden englischen Sprachkenntnissen, so dass ich mich in der Bestellung nicht klar ausdrücken konnte. Eventuell sollte ich mich besser bei der Volkshochschule um einen Englisrundkurs bemühen 📓📙📘📕?
Egal, weiter ging es bei Dingen, die ich halbwegs unter Kontrolle habe. Zunächst war die Wasserleitung am Anschlagen an die Lichtmaschine zu hindern, was mit einer RSGU-Schelle realisiert werden konnte:

Anschliessend war noch der Wasserablauf aus dem Motor zu schliessen, mit irrtümlich geliefertem blauen Silikonschlauch, aber schliesslich kann ich auch nicht an jedem Fehler der werten Lieferantenschaft herummeckern, und es gilt, sich mit dem Bestehenden anzufreunden:

Schliesslich konnte ich meinem neuen Hobby, nämlich dem Verlegen von Stahlflexleitungen, weiter nachgehen. Neben den britischen Rohrbögen wurde nämlich auch die Adapterplatte für den Ölfilter angeliefert, und ich konnte das gute Stück mit dem Ford Racing Winkelstück verbinden:

Im eingebauten Zustand und mit Dash10 Verschraubungen zum Ölkühler steht der Ölkühlung (auf Anraten des Motorenlieferanten habe ich ein Thermostat mit den Schalttemperaturen 95/110 Grad Celsius eingebaut) nichts mehr im Wege:

Wirklich im Unklaren bin ich mir weiterhin, wie es mit der Abgasanlage weitergehen wird. Es scheint eine britische Woche zu werden, und ich starte morgen mit dem Vokabellernen …
Später mehr,
Udo










Final zum Tagesende stand die Verlegung der Wasserleitung an, da die Silikonschläuche ebenfalls geliefert worden sind, hier ein Stilleben auf der Wassereintrittsseite (wir erkennen den 360 Grad schwenkbaren Einlass sicher problemlos wieder).
Die Schläuche haften durch ihre Oberfläche derart eklig gut an den Edelstahlrohren, dass Schlauchschellen nur aus optischen Gründen benötigt werden …

Da der Hersteller die Verwendung zweier sogenannter Inbusschrauben als geeignet ansieht, ist die Wahrheit dergestalt, dass eine Verschraubung ohne Spezialwerkzeug nicht, mit demselben jedoch, möglich ist. Hier ein Stileben mit gekürztem Sechskantschlüssel:















Schliesslich fand noch die Montage der Lichtmaschine statt, die verwirrenderweise ohne jede Anpassungsarbeiten erfolgen konnte:
Eher ernüchternd verlief hingegen die Anpassung des Rückwanddeckels, der ja eine Ausbuchtung für die Riemenscheibe der Wasserpumpe benötigt. Nach Schneiden der Öffnung in den Deckel stellte sich heraus, dass ich die gebaute Abdeckung doch zu sparsam gewählt hatte, so dass sie nochmal und in größerer Dimension zu bauen ist. Zum Glück habe ich die Farbdose, über die ich das Aluminiumblech gebogen habe, gestern noch wiedergefunden …

Bereits Erwähnung gefunden hat ja der Umstand, dass die Riemenscheibe der Wasserpumpe (oder auch Wasserpumpenriemenscheibe, wow!!!) in den Fahrgastraum hineinragt. Nach langem hin und her habe ich mich für eine Schweisslösung entschieden, um den notwendigen Freigang zu schaffen. Dazu musste aus der ursprünglich ebenen Abdeckplatte ein zusätzliches Volumen geschaffen werden, frei fliegend hier dargestellt:
Die Abdeckung habe ich freihand über einer passenden Farbdose mit dem Durchmesser 180mm gebogen, und am Ende einer langen Blechscherenreise sah das dann ganz gängig aus. Zusammen mit der Serviceklappe und dem eigens erstellten Deckel wird das später standesgemäß rennsportlike so eingebaut werden (im Hintergrund Schnittspäne; die fertige Form der Abdeckung konnte ich rechnerisch nicht ermitteln (zylindrischer Abschnitt, geschnitten an zwei zueinander nicht-parallelen Ebenen), da ich meine Formelsammlung zuhause vergessen hatte. Wer bekanntlich nicht rechnen kann, muss iterieren, und das Ergebnis all der Iterationen sind eben die Schnittabfälle im oberen Bildteil. Da die elektrische Blechschere noch defekt ist, ging das alles per Handblechschere, gut für den Kraftaufbau im rechten Arm:
Jetzt benötige ich wieder jemanden, der Aluminiumblech schweissen kann; zum Glück gibt es das Internet 📠📠📠.










