Build log, 17.02.18

Mick von Southern GT hatte während der Woche zwei Kisten angeliefert, eine mit der Frontscheibe, die andere mit der vermeintlichen Abgasanlage. Bestellt hatte ich linke und rechte Krümmer, mit Flanschen fertig verschweisst, die ich dann nur noch am 4-in-1-Sammler und Schalldämpfer anschliessen sollte, da das 01E Getriebe ja bei Mick nicht im Programm ist, und das SGT-Standardprodukt eventuell für Kollisionen sorgen könnte. Was ich tatsächlich erhalten habe, ist eine mittlere Frechheit:

Rohrbögen, unbeschnitten, ohne Flansche, und ohne irgendeine Anleitung, welcher Bogen wohin gehört. Nach dem Sortieren sah das zwar alles etwas ordentlicher aus …

… aber ich bin nicht auf Quizsendungen abonniert, und wir sind im build log auch nicht bei RTL2. Mal sehen, welche Ausrede ich mir am Montag am Telefon anhören darf. Vielleicht liegt die vermeintliche Fehllieferung aber einfach nur an meinen mangelnden englischen Sprachkenntnissen, so dass ich mich in der Bestellung nicht klar ausdrücken konnte. Eventuell sollte ich mich besser bei der Volkshochschule um einen Englisrundkurs bemühen 📓📙📘📕?

Egal, weiter ging es bei Dingen, die ich halbwegs unter Kontrolle habe. Zunächst war die Wasserleitung am Anschlagen an die Lichtmaschine zu hindern, was mit einer RSGU-Schelle realisiert werden konnte:

Anschliessend war noch der Wasserablauf aus dem Motor zu schliessen, mit irrtümlich geliefertem blauen Silikonschlauch, aber schliesslich kann ich auch nicht an jedem Fehler der werten Lieferantenschaft herummeckern, und es gilt, sich mit dem Bestehenden anzufreunden:

Schliesslich konnte ich meinem neuen Hobby, nämlich dem Verlegen von Stahlflexleitungen, weiter nachgehen. Neben den britischen Rohrbögen wurde nämlich auch die Adapterplatte für den Ölfilter angeliefert, und ich konnte das gute Stück mit dem Ford Racing Winkelstück verbinden:

Im eingebauten Zustand und mit Dash10 Verschraubungen zum Ölkühler steht der Ölkühlung (auf Anraten des Motorenlieferanten habe ich ein Thermostat mit den Schalttemperaturen 95/110 Grad Celsius eingebaut) nichts mehr im Wege:

Wirklich im Unklaren bin ich mir weiterhin, wie es mit der Abgasanlage weitergehen wird. Es scheint eine britische Woche zu werden, und ich starte morgen mit dem Vokabellernen …

Später mehr,

Udo

Build log, 10.02.18

Mein neuer Schweissfachbetrieb hat einen guten Job gemacht, und die Dash10 Verschraubungen sauber und ohne Verwerfungen in den linken Ventildeckel eingeschweisst:

Wie im Bild schon zu erahnen, ist der Abstand zwischen den beiden Verschraubungen und dem Ölcatchtank, links im Bild, recht gering, und der Dash10 Stahlflexschlauch vergleichsweise wenig bereit, sich in engen Bögen verlegen zu lassen. Daher kam für den Anschluss zwischen Deckel und Tank diese optisch anspruchsvolle Variante zum Einsatz:

Diese Art der Konstruktion habe ich zwar vorher noch nirgends wahrgenommen, aber das ist ja erst einmal nicht weiter bedenklich, und ausserdem war die linke Motorraumseite im Vergleich zur rechten mit recht wenig Stahlflexschlauch bevölkert, so dass ich hier ein gewisses Gleichgewicht herzustellen vermochte. Dieses wird auch dadurch verstärkt, da der Ölkühler ebenfalls links angeordnet ist. Die Verschraubungen zur Adapterplatte passen kollisionsfrei unter den rear clip, schaust Du hier:

Da sich die Adapterplatte derzeit im Transit befindet, konnte ich an dieser Stelle nicht weiter aktiv werden 🙁.

Dafür aber gab es am Wasserkreislauf noch eine Baustelle, da die Verbindung zwischen Motor und Rohrleitung zum Kühler noch nicht geschlossen worden war. Die frisch erstandenen Rohrbögen habe ich an den Enden ordnungsgemäß mit Schweisspunkten versehen, die hoffentlich dafür sorgen, dass alles zusammenbleibt, wie es soll. Im eingebauten Zustand sieht das Ganze (ist fototechnisch schwierig einzufangen) wie folgt aus:

Erkennbar ist, dass sich die Edelstahl- und Silikonschlauchleitung elegant um die Lichtmaschine herumwindet, ohne mit letzterer zu kollidieren.

Sobald die Ölfilteradapterplatte geliefert wird, kann ich neben dem Wasser- dann auch den Ölkreislauf schliessen, so dass der Motor hoffentlich alle Fluide sicher bei sich behält.

Später mehr,

Udo

Build log, 03.02.18

Da die Dashverschraubungen für die modifzierte Motorentlüftung geliefert wurden, konnte ich mich mit der Anpassung des linken Ventildeckels beschäftigen. Der sah ja im Anlieferungszustand so aus:

Die beiden Luftfilter kollidierten mit dem rear clip, und da ich den nicht freischneiden werde, müssen die Filter samt Stutzen entfernt werden und gegen etwas Flacheres ersetzt werden. Hier übrigens ein Blick auf den Motor links ohne Ventildeckel:

Sehr eindrucksvoll, finde ich jedenfalls. Nun aber zurück zum Deckel, der sich hier mit abgetrennten Stutzen zeigt:

In die beiden Öffnungen müssen später Dash10 90 Grad Blockverschraubungen passen, also waren zwei Aluminiumscheiben zu bauen, die einerseits die Öffnungen abdecken und andererseits den Schweissstutzen aufnehmen. Der gestrige Baustand gestaltet sich wie folgt:

Die später zu montierenden Stahlflexschläuche werden zum Ölcatchtank führen, der über einen einzigen Luftfilter atmet. Der Tank ist an der Rückwand des Cockpits befestigt, und eigentlich, ja eigentlich wird der Luftfilter direkt auf dem Tank befestigt, was leider eine weitere Kollision mit dem rear clip nach sich ziehen würde. Um diesen eher unerwünschten Zustand auszuschliessen, kam die Idee auf, den Luftfilter an eine kollisionsfreie Stelle zu verlegen. Um diesen Ort mit den Ölcatchtankauslasss zu verbinden, entstand diese wichtig aussehende Konstruktion mit einem Dash10 Schlauch der freien Schlauchlänge von exakt 8 Millimetern. Zum Glück wiegen die Verschraubungen ja fast nichts …

Wie auch schon der Ölkühler ist der Ölcatchtankfilter mit einer Eigenkonstruktion an der linken Abstützung des Überrollbügels befestigt, womit hier eine gewisse Gestaltungsanalogie hergestellt ist, und alles quasi wie gewollt aussieht.

Ebenfalls fiel auf, die die gewählten 90 Grad Dash6 Anschlüsse an der Kraftstoffringleitung mit dem rear clip kollidieren …

… weswegen diese durch eine gerade Verschraubung ausgetauscht werden mussten, natürlich auf beiden Seiten 😟.

Die aktuell letzte Kollision, bevor der rear clip geschlossen werden konnte, bestand mit der Ringleitung der Kraftstoffeinspritzung. Die simple Lösung bestand darin, die Öffnung im rear clip einfach zu erweitern, hier ein Zwischenstand, rechts bearbeitet, links Originalzustand:

Final zum Tagesende stand die Verlegung der Wasserleitung an, da die Silikonschläuche ebenfalls geliefert worden sind, hier ein Stilleben auf der Wassereintrittsseite (wir erkennen den 360 Grad schwenkbaren Einlass sicher problemlos wieder).

Die Schläuche haften durch ihre Oberfläche derart eklig gut an den Edelstahlrohren, dass Schlauchschellen nur aus optischen Gründen benötigt werden …

Später mehr,

Udo

Build log, 27.01.18

Die Serviceklappe zum Motor ist in der Zwischenzeit einer schweisstechnischen Behandlung unterzogen worden. Wie in der Berufsschule gelernt, führt lokale Wärmeeinbringung in metallische Werkstoffe zum sogenannten Wärmeverzug, hier recht plastisch (obwohl nur zweidemensional dargestellt) erkenbar:

Der gewählte Schweissbetrieb (da ich Aluminium selbst nicht schweissen kann) hatte bei der Abholung der Klappe übrigens ausführlich über die Schweissbarkeit der gewählten Aluminiumlegierung geflucht, dies aber höflich verbal verpackt. Nach einer Richt- und Oberflächennachbehandlung sah das gute Stück dann einbaufertig folgendermaßen aus:

Danach habe ich mich mit dem Kühlwassereinlauf (360 Grad schwenkbar, wir erinnern uns eventuell) beschäftigt. Hier der optimierte Zustand mit Winkelverschraubung (N. sei Dank für all das Material) vor der Montage an den Motorblock (im Hintergrund der verwendete Klebstoff zur Abdichtung):

Da der Hersteller die Verwendung zweier sogenannter Inbusschrauben als geeignet ansieht, ist die Wahrheit dergestalt, dass eine Verschraubung ohne Spezialwerkzeug nicht, mit demselben jedoch, möglich ist. Hier ein Stileben mit gekürztem Sechskantschlüssel:

Da der Einlauf nun schon einmal montiert war, habe ich unter Zuhilfenahme von B., N. und M. die Verbindungsschläuche zum Kühlwasserausgleichsbehälter (!) montiert. Dass das nur unter Anwendung von Gewalt funktioniert, ist eher unverständlich, aber auch eine Tatsache.

Gegen Nachmittag ist dann die Frage nach der provisorisch richtigen Achsgeometrie aufgekommen, und bis zum Abend (!!) haben B. und ich Räder und Schrauben de- und montiert, Wasserwaagen und Maßbänder geschwungen, Lenker variiert, um schliesslich diesen Zustand als „erstmal OK“ zu verabschieden:

Das sollte reichen, um bei erster Geradeausfahrt nicht im Strassengraben zu enden …

Später mehr,

Udo

Build log, 20.01.18

Begonnen habe ich mit dem Befestigen des Getriebequerträgers, der oberhalb des 01E angebracht wird, um dem Fahrzeug mehr Stabilität zu verleihen. Die linke Seite war rasch montiert (bis auf den Umstand, das die Verschraubung der oberen Fahrwerksquerstrebe zu lösen war, und bis auf den zweiten Umstand, dass nämlich die Anbindung der Verschraubung durch die vorherige Montage leicht verbogen war, was ein Aufspreizen der Anbindung zur Folge hatte), doch der rechte Anschluss des Rahmens für den Querträger lag zu weit vorne. Da ich den Rahmen nicht zurechtrücken konnte, habe ich mittels Schraubzwinge für Vermittlung gesorgt:

Erkennbar ist auch die gelöste Verschraubung der Fahrwerksquerstrebe, und wer ganz genau hinsieht, erkennt auch die leichte Deformation des Halters noch vor dem Richten. Anschliessend konnte der Stabilisator Platz nehmen, hier, schon mit Link zum unteren Dreieckslenker versehen, erkennbar:

Beim anschliessenden Schliessen (Wortakrobat) des rear clips trat dann die unvermeidliche Kollision mit dem selbstgezimmerten Aluminiumradhaus zutage …

… mit der Folge, dass sich das Radhaus derzeit gewichtsoptimiert verkleinert darstellt.

Nachfolgend hat dann der obere, neu erstandene und um 360 Grad schwenkbare Wassereinlauf in dieselbe Pumpe meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen (der Originale kollidierte hinsichtlich Schlauchführung mit dem Rahmen). Die einzig infrage kommende Winkelstellung lag derart, dass der Anschluss die Verschraubung zum Motorblock überdeckte, hier erkennbar:

Demzufolge gab es eine Temperaturbehandlung bei ca. 150 Grad C, die den Klebstoff in der Verschraubung des Einlaufes zum Aufgeben zwang, und dieser demontiert werden konnte:

Die Verschraubung war damit erreich- und montierbar, so einfach 🤗🤗🤗.

Da ich die Rückwand in der kommenden Woche unbedingt schweissen lassen möchte, war dieses Teil Ziel meines nächsten Bestrebens. Die ersterstellte Version kollidierte ja leider mit den Schraubenköpfen der Riemenscheibe und war daher zu vergrößern. Hier die neue Version (das Panzerband dient nur der temporären Fixierung):

Schön, oder nicht?!? Ich habe schon soviele eher gegenteilige Kommentare anhören müssen, dass mir Bestätigung gut täte 😟😟😟.

Da nun soviel geschafft war (für meine bescheidenen Verhältnisse), habe ich, einer Eingebung folgend, ein Hinterrad montiert, um zu sehen, ob alles passt, wie es soll:

Sieht ziemlich wuchtig aus, aber natürlich passt es eben nicht so, wie gewünscht, da der rear clip beim öffnen mit dem Avonreifen kollidiert, was der Servicefreundlichkeit des Fahrzeuges insgesamt eher unzuträglich ist. Also habe ich zu N.’s Vibrationssäge gegriffen, und für Freigängigkeit gesorgt, siehe hier:

Viel Platz ist da noch nicht, vielleicht setze ich noch einmal nach.

Am Ende eines erlebnisreichen Bautages ist dann auch noch ein Vorderrad montiert worden …

… aber ich habe es nicht mehr gewagt, den front clip im diesem Zustand zu öffnen …

Später mehr,

Udo

Build log, 13.01.18

Das neue Baujahr begann mit Lieferung der Avon Reifen: 215 R15 / 60 und 295 R15 / 50. Die Dinger passten nur widerwillig in die Gepäckablage …

… aber nach rund einer Stunde Beschäftigung für den Reifenhändler meines Vertrauens waren sie montiert und gewuchtet. Hier zwei Stilleben samt Fahrzeug:

Die Getriebehalter sind vom Pulvern zurück, und liessen sich nahezu problemlos montieren. Etwas trickreicher gestaltete sich die noch anhängige Verlegung der Rücklaufleitung vom Benzindruckregler zum Catchtank, da der Motor deutlich im Wege war, so dass die Montage liegend unter dem Fahrzeug erfolgen musste. Die Einfachhalter für den oberen, dritten Stahlflexschlauch habe ich durch Doppelhalter ersetzt, so dass nun die schon beschriebenen vier querverlegten Schläuche den Motorraum bevölkern:

Rechts ist der Benzinfilter zwischen Hauptpumpe und Einspritzanlage zu sehen, während die beschriebenen vier Leitungen den mittleren Bildteil bilden (Wortspiel 😏). Hier noch ein Blick auf den Catchtank – viel mehr Stahlflex geht beim besten Willen nicht:

Schliesslich fand noch die Montage der Lichtmaschine statt, die verwirrenderweise ohne jede Anpassungsarbeiten erfolgen konnte:

Eher ernüchternd verlief hingegen die Anpassung des Rückwanddeckels, der ja eine Ausbuchtung für die Riemenscheibe der Wasserpumpe benötigt. Nach Schneiden der Öffnung in den Deckel stellte sich heraus, dass ich die gebaute Abdeckung doch zu sparsam gewählt hatte, so dass sie nochmal und in größerer Dimension zu bauen ist. Zum Glück habe ich die Farbdose, über die ich das Aluminiumblech gebogen habe, gestern noch wiedergefunden …

Später mehr,

Udo

Build log, 30.12.17

Die Getriebehalter benötigten noch etwas Feinschliff, also habe ich damit heute einige Zeit vertrödelt (schweissen, schleifen, schweissen, schleifen, und fertig). Nach dieser eher groben Metallbautätigkeit stand mir der Sinn nach Schrauberarbeit, und deswegen war der Anschluss des Kraftstoffdruckreglers der nächste Programmpunkt (drei bar werden übrigens angestrebt). Der Zulauf kommt von der Ringleitung an der Einspritzanlage, und zurück geht es in den Kraftstoffcatchtank – das wird dann der vierte Stahlflexschlauch, der quer durch das Fahrzeug führt (sieht wichtig aus, und daher ist das gut so):

Die Länge der Schaltbowdenzüge muss ich noch an GTRacing.co.uk mitteilen, damit Mark daraus passend lange Seilzüge anfertigen kann. Der Durchbruch im Aluminiumblech oberhalb der Primärkraftstoffpumpen (deutsche Sprache, kreative Sprache) ist hier, mit Keder bestückt, erkennbar:

Sobald geliefert, kann ich montieren 🔧🔧🔧.

Als typische Füllarbeit, wenn mir sonst nichts mehr einfällt gerne genommen, habe ich dann noch eine Verstärkung im rear clip angebracht. Letzterer weist einen geometrischen „Frosch“ auf, den es zu stabilisieren gilt, um unerwünschte Effekte zu unterbinden. Dazu dient ein Aluminiumwinkelprofil, das zunächst eingeklebt und mit Spannzangen fixiert, und demnächst laminiert werden wird. Sieht auch so schon vorteilhaft aus:

Bereits Erwähnung gefunden hat ja der Umstand, dass die Riemenscheibe der Wasserpumpe (oder auch Wasserpumpenriemenscheibe, wow!!!) in den Fahrgastraum hineinragt. Nach langem hin und her habe ich mich für eine Schweisslösung entschieden, um den notwendigen Freigang zu schaffen. Dazu musste aus der ursprünglich ebenen Abdeckplatte ein zusätzliches Volumen geschaffen werden, frei fliegend hier dargestellt:

Die Abdeckung habe ich freihand über einer passenden Farbdose mit dem Durchmesser 180mm gebogen, und am Ende einer langen Blechscherenreise sah das dann ganz gängig aus. Zusammen mit der Serviceklappe und dem eigens erstellten Deckel wird das später standesgemäß rennsportlike so eingebaut werden (im Hintergrund Schnittspäne; die fertige Form der Abdeckung konnte ich rechnerisch nicht ermitteln (zylindrischer Abschnitt, geschnitten an zwei zueinander nicht-parallelen Ebenen), da ich meine Formelsammlung zuhause vergessen hatte. Wer bekanntlich nicht rechnen kann, muss iterieren, und das Ergebnis all der Iterationen sind eben die Schnittabfälle im oberen Bildteil. Da die elektrische Blechschere noch defekt ist, ging das alles per Handblechschere, gut für den Kraftaufbau im rechten Arm:

Jetzt benötige ich wieder jemanden, der Aluminiumblech schweissen kann; zum Glück gibt es das Internet 📠📠📠.

Ich versuche ergo, in der kommenden Woche einen willigen Schweissbetrieb zu finden …

Später mehr,

Udo

Build log, 29.12.17

Die Getriebehalter waren ja zugeschnitten und vormontiert, und harrten des Verschweissens. Meine letzte praktische Übung diesbezüglich lag ein paar Jahre zurück, und daher habe ich erst einmal einige Trockenübungen absolviert. Am echten Objekt sah dann das Ergebnis so aus:

Für einen Laien „geht so“, Profis würden mich zum DVS schicken 🚮🚮🚮.

Und dann wäre da noch der Bowdenzughalter für die Schaltung, hier am Getriebe befestigt (braucht noch einige Justage, aber die Basis ist gelegt):

Als nächstes kann ich die Länge der Bowdenzüge ausmessen, und dann in UK bestellen (wird auch irgendwann geliefert, vielleicht). Last but for sure not least (wie wir/die Briten sagen) haben wir dann noch den rear clip montiert (schon wieder Hilfe). Ergebnis dieser Übung ist, dass

– die am linken Ventildeckel montierten Luftfilter nicht verbaubar sind

– die Öffnung für die Einspritzanlage nicht in den rear clip passt, letzterer also zu erweitern ist (kein Problem)

– das optisch echt „Le Mans“ aussieht:

Morgen wird dann weiter montiert. Es warten der Benzindruckregler, dessen Verschlauchung, die Abschlussarbeiten an den Getriebehaltern, und noch weitere kleinere Restarbeiten …

Langeweile ist anders, also Sonntag mehr,

Udo

Build log, 27.&28.12.17

Hochzeit: am Mittwoch war Motoreinbautag, nachdem ja Getriebe und Motor sozusagen schon Verlobung gefeiert hatten 👩‍❤️‍💋‍👩👩‍❤️‍💋‍👩👩‍❤️‍💋‍👩. Hier einige Eindrücke noch vor Feststellung all dessen, was leider nur annähernd passte:

Im übrigen spiele ich nicht Tennis, aber die Filzbälle verhindern unerwünschten Staubeintritt in die Einspritzanlage.

Die Details, die B (ich hatte Hilfe, sonst hätte ich das alles in fünf Tagen nicht fertig bekommen) und ich erledigen durften (is’s always a pleasure), lagen zum einen darin, dass Mick in seinem Fahrzeugrahmen Platz für ein UN1- oder ZF-Getriebe vorsieht (wer ein ZF im Keller stehen hat, kann sich gerne bei mir melden), aber nicht für das gewählte 01E 😕😕😕. Als Folge davon kollidierte letzteres mit dem Rahmen, und die erste Idee war, die standardmäßig am Getriebe verbauten Torx-Linsenschrauben (?) gegen Senkkopfschrauben auszutauschen:

Ein ohne Frage in die richtige Richtung weisender Schritt, der allerdings etwas zu kurz gegangen war, da zwischen Rahmen und Getriebedeckel zwar nun ein Blatt Papier passte, aber auch nicht mehr. Also beherzt zur Trennscheibe gegriffen, und die offenbar überflüssigen Rippen am linken Getriebedeckel unten entfernt (nicht erst seit Dieselgate wird deutsche Ingenieurkunst manchmal überschätzt). Hier der Deckel nach Gewichts- und Bauraumoptimierung, die unteren Schraubenlöcher wiederum in gesenkter Ausführung:

Eingebaut erschliesst sich vor allem dem nicht dabeigewesenseiendem Leser eventuell nur schwer ein Einblick, aber ich kann versichern, dass der entstandene Spalt zwischen Rahmen und Getriebe so funktionieren könnte.

Interessant ist auch, dass sie Riemenscheibe der Wasserpumpe nun in den Fahrgastraum hereinschaut; also benötigt die noch ebene Serviceklappe eine hübsche Ausbuchtung, eine Aufgabe für lange Winterabende …

Da der Motor nun gelagert war, verlangte auch das Getriebe nach einer adäquaten Befestigung am Rahmen. Also habe ich mir am 28.12. eine Schlosserei gesucht, die nicht in der Weihnachtspause ist und war, und diverse Stahlhalbzeuge erstanden. Auf der linken Getriebeseite finden sich zum Bau vier Gewindelöcher M10, die in nicht-rechten Winkeln zueinander angeordnet sind. Dazu kommt als zusätzliche Herausforderung, dass die aufspannende Fläche durch irgendwelche Erhebungen am Getriebe unterbrochen wird, weswegen die Grundplatte nun so aussieht:

Daran dann flugs die Befestigung für das zu noch liefernde Schwingmetall hergestellt, mit einem Abstützrohr versehen, sieht das zwar nicht wie ein Getriebehalter aus, ist aber dennoch einer:

Das muss dann noch eben verschweisst werden, und fertig. Auf der rechten Fahrzeugseite besteht eine andere geometrische Anordnung, und daher ist auch der hier vorgesehene Halter anders aufgebaut:

Die silbrig glänzende Aluminiumplatte und das waagerecht liegende Rechteckprofil sind lediglich Platzhalter für die Schwingmetalle, und werden nach deren Lieferung durch ebendiese ersetzt.

Was morgen ansteht, braucht für den kundigen Leser nicht explizit erwähnt zu werden – die Aufgabenmenge reicht von hier bis Ostern, bei 24/7 …

Später mehr,

Udo

Build log, 23.12.17

Im letzten build log habt ihr ja Motor und Getriebe zusammen verbaut gesehen. Optimistisch und euphorisch hatte ich das Foto gepostet, aber leider war der Job in der letzten Woche noch nicht so ganz vollständig erledigt. Einige Verbindungsschrauben passten, andere machten schon Anstalten, nicht so ganz willig zu funktionieren. Die Erledigung der Restarbeiten hat denn auch den Großteil des Vorweihnachtstages in Anspruch genommen: Schraubendurchgangslöcher im Getriebe aufbohren (bloß nicht zu viel beim ersten Mal), Getriebe wieder an den Motor anpassen, feststellen, dass der Aufbohrdurchmesser zu vorsichtig bemessen war, demontieren, bohren, montieren, und am Ende des Tages waren alle notwendigen Schrauben verbaut. Mir ist noch einmal bewusst geworden, dass das Getriebe nahezu ausschliesslich an einer 12 Millimeter dicken Aluminiumplatte befestigt ist, aber auch hier gilt: Vertrauen ist der Anfang von Allem 🎲🎲.

Zum Abschluss des Tages habe ich noch ein wenig an den hinteren Radhäusern laminiert, und, da ja die Festtage bevorstehen, noch gefegt und aufgeräumt 🎅🎅🎅. Zwischen den Feiertagen (nein, nicht „zwischen den Jahren“) ist noch Zeit genug, alles wieder unordentlich zu machen, In Punkto 5S ist das Ziel sowieso, einen Grossputz dann zu veranstalten, wenn N seine Schleiforgie am Nachbarplatz beendet hat …

Später mehr,

Udo