Build log, 29.05.21

Was ich im letzten log vergaß, war der Umstand oder die Fügung, dass B noch kurz für die Elektrik vorbei gekommen war. Nun ist der Trennschalter wirklich trennend (mit Ausnahme des Holley-Steuergerätes) …

… und die Benzinpumpe oben läuft auch wieder 🤫.

Heute ging es dann wieder um Blecharbeiten, ein Betätigungsfeld, in dem ich keine allzu erkennenswerten Defizite aufweise.

Der Grund für diese Betätigung lag und liegt darin, dass die hinteren unteren Auslässe im rear clip die identische Belüftung aufweisen sollten, wie die oberen. Vorher ist im Bild oben zu sehen, ein früher Evolutionsstand darunter …

… ein mittlerer hier …

… und der finale ist dieser:

Neben der besseren Entlüftung des Motorraums bietet der neue Auslass auch noch interessante Einblicke, siehe hier:

Mit der neu entdeckten Funktion des Portraitmodus im iPhone habe ich mich dann noch mit einigen Impressionen in künstlerischer Hinsicht versucht:

Nach erfolgreich beendeter Probefahrt habe ich noch die Betätigungen des Falcons bearbeitet, die R noch silberfarben lackieren soll:

Später mehr Silber (nur Reden ist Gold, oder war es anders herum?),

Udo

Build log, 28.05.21

Die im letzten log angekündigte Verschönerung des Unsichtbaren fand heute ihren Abschluss, hier zu sehen in Form des Verbindungsblechs zwischen Getriebe und Schaltkulisse für den Falcon:

Die drei stark gesenkten Bohrungen links dienen der Gewichtsreduzierung, und sonst zu Nichts, aber immerhin.

Zurück zum GT40: die Ent- oder Belüftung des rear clips galt es zu verbessern beziehungsweise zu vergrößern. Der Ausgangszustand funktioniert bestimmt gut bei hohen Geschwindigkeiten, in denen der Unterdruck aussen die Warmluft von innen nach aussen ableitet, aber nicht jede Strecke führt über die Mulsanne Straight, bekanntermaßen:

Die Demontage des Entlüftungsbleches gestaltete sich deshalb als schwierig, da ich die Verschraubung auf der Innenseite mit selbstsichernden Muttern realisiert habe, und meine Arme leider nicht über eine zum Lösen der Verschraubung notwendigen Teleskopfunktion verfügen. In einem hellen Moment fiel mir diese McGyver-Lösung ein, ganz ohne Stanniolpapier, aber mit Panzerband:

Auf diese Art und Weise gelang die Demontage des Bleches quasi kinderleicht ✌️.

Das Austauschmodell musste zunächst mit Großlochbohrern (?) bearbeitet werden …

…, dann mit der elektrischen Blechschere weiter tracktiert …

… und dann gefinisht werden (es heisst auch „endbearbeitet“, aber das klingt nicht fancy):

Zu guter Letzt dann hier die Situation im rear clip:

Früher gab es auch keine Laserbearbeitung von Blechen, sondern nur ehrliche Handwerkskunst.

Später mehr Kunst, oder das, was ich sehr speziell dafür erachte,

Udo

Build log, 22.05.21

Die rechte Seitenscheibe ist mit abtupfbarer Dichtmasse (mit Ausnahme des Bereichs oben rechts, der ja ausgebrochen war, und den ich mit Klebstoff versehen haben, sicher ist sicher), eingebaut, und der helicopter vent sieht nun so richtig authentisch aus. Ausserdem wird er dabei behilflich sein, die Insassen (also mich und ggf. Andere) vor vollständiger oder partieller Dehydrierung im Sommer zu bewahren:

Die Funktion des vents ist tatsächlich dank genauer Vorbereitung tadellöser, sozusagen.

Anschliessend stand noch die Verkabelung des Not-Aus-Schalters an, hier nach getaner Arbeit:

Meine andere selbständige Exkursion in die elektrische Verkabelung ging leider daneben: die Kraftstoffpumpe funktioniert nicht. Vielleicht kann ich B zur Behebung dieser Misslisskeit motivieren 🔧🔨🪛🧰.

Die Belüftung des rear clips ist mir nicht weitgehend genug, daher plane ich, das entsprechende Aluminiumblech gegen diesen Entwurf auszutauschen:

Viel Arbeit für später, vielleicht.

Da dies aber nun nicht zwingend und dringend, die baldige Rückkehr des Falcons jedoch schon real, und die Schaltung des Getriebes nicht geklärt ist, und G mir ein für diese Aufgabe passendes Gestell überlassen hat, und ich sonst nicht viel Besseres zu tun hatte, folgte dieses:

Montiert und gedreht mit verbotenem Hurst-Schalter, aber funktionstüchtig über 1-2-3-4-R, war ein Meilenstein geschafft:

Die Montageplatte zwischen Schaltung und Getriebe benötigte eine umfangreiche Freimachung, die ich trotz Verborgenheit unter dem Tunnel noch aufhübschen werde – schliesslich fährt das Unterbewusstsein auch mit:

Später mehr Bewusstes und Unterbewusstes, und noch nicht Gewusstes,

Udo

Build log, 21.05.21

Statt Attacke am Morgen hatte ich mir vorgestellt, diese erst später am Tag stattfinden zu lassen. Die Arbeit läuft ja bekanntermaßen nicht davon. Also stand ein Besuch bei R auf der Morgenagenda, und er hatte schon kräftig gezaubert:

Der fender rechts ist quasi nicht wieder zu erkennen, und macht Appetit auf mehr.

„Mehr“ lag dann wieder bei mir, und so habe ich kleinere Restarbeiten ausgeführt: Ölablassschaube montiert, Ölfilter (Ford Racing) ebenso, folgerichtig Öl aufgefüllt (erst einmal fünf Liter), und den Benzinfilter angebracht:

OkOk, Attacke ist anders, aber Kleinvieh macht auch Mist. Anschliessend war nicht mehr viel Anderes zu tun, als die rechte Seitenscheibe zu bearbeiten. Die Blindnieten oben vorne, die die Scheibe in der Tür befestigen sollten, hatten ihren Dienst quittiert, und die Klebebandlösung ist eben auch nichts für die Ewigkeit:

Also habe ich alles demontiert und die beiden Übeltäter entfernt:

Einmal im Fluss (oder neudeutsch im“workstream“), war die Scheibe samt Dichtung bald demontiert:

Da die Entscheidung gefallen war, den ausserordentlich hohen Temperaturen im Cockpit irgendetwas entgegenzusetzen, habe ich mir die Anleitung der Helicopter vents nochmals durchgelesen, und gelernt, dass die Dinger genau dann funktionieren, wenn die Bohrung der Kunststoffscheibe 2 1/4 inch beträgt, nicht mehr, und nicht weniger.

Mit dem Lochbohrer geht das nicht, aber mit Loch-an-Loch schon.

Am Ende dann war eine tadellose Funktion zu erkennen.

Den Rest des Tages habe ich mich erfolglos mit den Anbringung der Dichtleiste Türen unten (Dl Tü u) befasst. Da erfolglos, ohne Fotos, und mit Weiterführung der Serie morgen.

Später mehr Soaps,

Udo

Build log, 15.05.21

Den Ölkühler samt Anschlüssen fand die Fachwelt demontierenswert, um eine Säuberung von innen vorzunehmen. Also bin ich dieser weisen Anweisung gefolgt, hier der Nachweis:

Da B meinte, dass der Batterieschalter besser „Plus“ statt „Masse“ unterbrechen solle, habe ich ebendiesen Schalter auf die rechte Fahrzeugseite, also näher zum Pluspolkabel, umgebaut. Die dazu benötigten weiteren Kabel werden während der kommenden Woche erstellt, man sagt wohl auch „gecrimpt“ (sofern dies im Duden erlaubt ist, was ich vorsichtig bezweifele).

Auf der recht beeindruckend langen“GT40-to-do-Liste“ stand unter anderem noch die Abdichtung gegen hereinströmendes Regenwasser, eine Aufgabe, an der schon andere gescheitert sind. Um nicht sogleich zu resignieren, bin ich mit voller Motivation ans Werk gegangen.

Ein schon identifiziertes Einfalltor ist der sogenannte untere Scheibenrahmen, da durch die Verschraubungen zum Chassis selbst bei Schwachregen nennenswerte Wassermengen in den Fußraum dringen. Also sind die Verschraubungen eingedichtet, und werden demnächst mit Kappen auch optisch gut werden:

Am Abend meldete sich noch R mit einer Wasserstandsmeldung vom Falcon:

Wenn ich in den kommenden Wochen weiter herumtrödele, kommt der Falcon zurück, während der GT40 noch nicht fertig ist.

Die Losung für die kommenden Wochen ist damit schon einmal klar: Attacke!

Später mehr Entspannendes,

Udo

Build log, 14.05.21

Nicht wirklich überraschend ging es heute beim Austausch der Kraftstoffleitungen weiter, da ich ja die Produkte von A gegen Goodrich austauschen werde. Eine der drei quer unter dem Fahrzeug verlaufenden Leitungen samt Verschraubung hatte ich schon behandelt, also blieben noch exakt zwei zurück (gut, dass ich in der Schule nicht völlig unaufmerksam war). Die zwei Austauschkandidaten nach Demontage liegen hier auf der Werkbank …

…, und die neue Leitung montagegerecht im Schraubstock eingespannt ist ebenfalls erkennbar.

Zwischendurch ist es bekanntermaßen mühsam, aber am Ende war alles gut (wie gut genau wird der erste Probelauf zeigen):

Das wirklich Missliche an der ganzen Situation ist, dass nachher alles wie vorher ist/war, dass also meine ganze Arbeit – bis auf den Umstand, dass nun ein „G“ auf den Fittings erkennbar ist – dem Betrachter verborgen bleibt. Irgend etwas war da von inneren Werten geschrieben, aber das habe ich nie verstanden.

Neben den Kraftstoffleitungen betraf der Austausch der Leitungen und Fittings auch die zum Glück nur kurzen Dash10-Ölleitungen, die zwischen Motor und Ölkühler montiert sind. Auch hier gilt: viel gebaut, wenig erkennbar:

Bei soviel Unscheinbarem ist es an der Zeit, wieder etwas Sichtbares für die Galerie zu veranstalten. Leider geht mir hier gerade sowohl Fantasie als auch Arbeitsvorrat aus.

Für die werten Leser heisst das, dass in den kommenden build logs eher slow motion zu erwarten ist.

Besser „slow“ als „no“, finde ich.

Später mehr Bewegung (der Falcon wird schon gespachtelt, solch ein Fortschritt),

Udo

Build log, 08.05.21

Bevor ich mich an die aus schwer erklärbaren Gründen unbeliebten Arbeiten an den Kraftstoffleitungen befasst habe, sollten erst noch die frisch aus den U.S.A. gelieferten Instrumente für den Falcon verbautechnisch ausprobiert werden. Die Autometerdinger passen gut in das eigens angefertigte Blech, hier als Stileben vor GT40 auf Werkzeugkasten, künstlerisch wertvoll:

Der „Ford Performance“ Aufkleber sorgt wiederum für Rennambiente, auch wenn sich heute kein Motor gedreht hat.

Ausserdem war eine Fertigmeldung vom Lackierer im Posteingang, alles schwarz und gut:

Der Rest des Tages war dann endlich den Stahlflexleitungen vorbehalten. Alle Leitungen, die Kraftstoff und Öl führen, sind samt Fittings auszutauschen, aus Qualitätsgründen, so wird zumindest gemunkelt. Hier ein Beispiel samt Kraftstoffpumpe neu:

Den Adapter von M18x1,5 auf Dash8 habe ich mit Dichtring und Klebstoff montiert. Das untere Ensemble stammt von Goodridge, das obere, ausgebaute nicht.

Richtig (unent-) spannend war der Austausch derjenigen Stahlflexleitungen, die quer unter dem Fahrzeug verlaufen. Eigentlich ist Arbeiten im Liegen mein Traum, aber unter dem Auto fehlt es einfach an Kopfhöhe 🙂.

Später mehr Ent- und Anspannung, denn es ist noch nicht vorbei,

Udo

Build log, 30.04.21

Schrauben in den Mai, sozusagen. Die Befestigung des Inline-Benzinfilters ist nun mit zwei RSGU (Rohrschelle mit Gummieinlage) realisiert, das dämpft, vibriert aber nicht (übermäßig).

Bevor ich die dritte, obenliegende Kraftstoffpumpe montieren konnte, war noch eine Wärmeabschirmung zu bauen, da ich den Ausfall der aktuellen Pumpe auch auf zu große Strahlungswärme der Krümmer zurückführe. Auf wenn dem nicht so ist, schadet die Abschirmung nichts (worst case auf Westfälisch: schadt nix, nutzt nix). Daher ist nach viel Messen und Anprobieren dieses aus Aluminiumblech gebogene und mit Haltern und Abstützungen versehene Gebilde enstanden:

Die wärmezugewandte Seite ist mit Hochleistungsisoliermatte beklebt, in die ich noch Löcher für die Verschraubungen eingebracht habe (Wärmebrücken zwar, aber tolerierbar):

Eingebaut schaut es dann so aus:

Eines ist klar: hier ist ein Unikat entstanden, und ich hoffe nicht, dass das Gründe hat, die in der Funktion begründet liegen 🤔.

Da für den Austausch der quer durch das Fahrzeug verlaufenden Stahlflexschläuche heute keine hinreichende Motivation mehr auffindbar war, habe ich mich Aufgaben an der Fahrzeugfront zugewandt.

Der Hauptschalter zur Trennung der Batterie war zuvor insofern ungünstig montiert, als dass zur Betätigung das „Nostril“, also der Einsatz im front clip, entfernt werden musste. Ausserdem war das Ding aus Fernfernost, und die Qualität entsprach leider dem landläufigen Image. Die Ersatzlösung mitten im Baustand ist hier zu sehen …

… (die schwarzen Markierungen sind längst entfernt, und die Hupe muss ich noch ein wenig versetzen), und im fahrfertigen Zustand weiss nur noch der Experte, wo der Hauptschalter sitzt:

Die Späne im Bild links unten sind selbstredend auch entfernt, und nun sind nur noch einige Pluskabel zu verlegen, und fertig ist die Laube.

Später mehr Restarbeiten, die mehr Zeit benötigen, als in den kühnsten Träumen gedacht,

Udo

Build log, 24.04.21

Messen ist das Vergleichen einer unbekannten Größe mit einer gesetzlich festgelegten Maßeinheit. Ein Vergleich des Radstandes der Lackierhilfsvorrichtung mit dem minimal möglichen Radstand des für den Transport gedachten Trailers hätte auch gereicht. Um es anders auszudrücken: der Falcon passte samt Gestell nicht auf den Trailer.

Also haben R und ich den Radstand erweitert …

… und diverse Schiffbrüche erlitten, bis der Falcon dann transportgeeignet war:

Die Details und all die Pein kennen nur Eingeweihte, und das ist auch gut so, und soll so bleiben.

Eine leere Werkstatt ist wie ein Fisch ohne Fahrrrad, und daher habe ich den GT40 geholt, bei dem nach guten eintausend Kilometern Fahrleistung einiges zu optimieren ist.

Die linke Tür für den Beifahrer schliesst insofern schlecht, als dass die Tür ab und zu gegen das eyebrow schlägt, was zu unerwünschten Folgen führt. Das Ding ist mittlerweile demontiert und modifiziert, und der notwendigerweise aufgebrachte Lack trocknet gerade:

Als nächstes war der Kraftstoffdruckregler an der Reihe. Das bislang verbaute und dauerhaft undichte Teil von A, …

… im Bild mitte links zu sehen, habe ich gegen ein Performanceprodukt aus Australien ersetzt. Links das bislang verwendete Aggregat, rechts das Neuteil:

Die Verschraubungen zur Ringleitung sind ebenfalls ersetzt, da den bis dato verbauten Teilen ein leider eher zweifelhafter Ruf vorauseilt.

Die druckbeaufschlagten Verbindungen auf der rechten Motorseite sind auch schon teilweise ausgetauscht …

…, aber es ist wie in den 24h von Le Mans: A long way to go.

Später mehr Rennsportambiente,

Udo

Build log, 23.04.21

Wer richtig und intensiv gelesen und vor allem geschaut hat, könnte bemerkt haben, dass der Falcon gegen seitliches Verschieben nur unzureichend gesichert ist, auf dem Lackiergestell stehend:

Oben erkennbar sind flugs angeschraubte Abstützungshölzer, die zumindest im Fahrzeugheck für eine stabile Position während des Transportes zur Lackierfabrik sorgen. Vorne bestand keinerlei ähnliche Option, weswegen Spanngurte die Lage in Y garantieren müssen.

Den größten Teils des heutigen Tages habe ich mit dem (vorläufigen) Finish der Türen und Klappen verbracht:

Alles sauber in Reih und Glied aufgestellt, bis zur Abholung morgen.

Im Zuge der Inspektion weiterer Teile für den Falcon fiel auf, dass die Verschraubung der Pedallerie einen recht asymmetrischen Aufbau zeigt, da irgend jemand, dessen Motivation ich gerne kennen würde (oder auch nicht), dieses Erscheinungsbild zurück gelassen hat:

Selbst größere Unterlegscheiben können hier keinen sinnvollen Beitrag zur Befestigung leisten, und das ist in einem Rennwagen nun wirklich nicht wünschenswert.

Der Zustand zu „back to normal“ war mehrstufig:

Folgerichtig, obwohl anders gehofft, sah die Stirnwand im Falcon ähnlich verschandelt aus (auch hier versagt die Vorstellung, welche Gründe zu dieser Verschandelung geführt haben könnte, vollständig):

Um die entstehenden Kräfte und Momente nun übertragen zu können, habe ich noch einen Flachstahl gebohrt, der in Wagenfarbe lackiert werden wird:

Damit waren die Arbeiten am Falcon vor der Lackierung abgeschlossen, und ich konnte mich mental auf die anstehenden Optimierungen am GT40 vorbereiten. Eine davon betrifft die Frischluftzufuhr in den Innenraum. Zu diesem Zweck hatte ich vor langer Zeit „Helicopter Vents“ im www bestellt, inklusive zur Montage notwendiger Bohrwerkzeuge:

Der Test an einem Reststück hat gut geklappt, und der Lufteinlass ist beeindruckend:

Daher erwäge ich ernsthaft, dieses Art der Frischluftzufuhr für den GT40 umzusetzen. Schliesslich habe ich vier oder mehr Wochen Zeit, bevor der Falcon vom Lackieren zurückkommt.

Später mehr Zeit und Ideen zur Umsetzung in der Zeit,

Udo