Mit dem Einschweissen der Reparaturbleche gibt es eine kleine Verzögerung, da ich weitere schlecht gestrahlte Bereiche des Falcons finden musste (ohne intensiv danach zu suchen). Aber Eines nach dem Anderen.
Die schon bekannten Schlechtstellen vorne links habe ich mit Grundierung behandelt, das Ergebnis gibt es hier (R wird vermutlich am Rad drehen):
Im Kofferraum (demnächst besser Tankraum) zeigte sich ein ähnliches Bild:
Eher ernüchternd war die Sachlage an der Stirnwand links. Der Strahlbetrieb hat hier offenbar mangelnde Motivation zu vermelden gehabt, und so gab es jede Menge nicht entfernter Rückstände, auf denen die Grundierung nicht anhaftet:
Nach mechanischer Behandlung dann dieses Bild:
Für alle, die im Lösen von Quiz‘ nicht so gut sind, hier die Auflösung für die rechte Seite, nicht wirklich überraschend:
Am Ende wird immer alles gut (zumindest aber anders), und hier die Panoramaaufnahme mit Grundierung:
Nun kann ich mich endlich den Reparaturblechen zuwenden (es sei denn, dass mir noch etwas anderes einfällt).
Den ganzen lieben langen Tag habe ich tatsächlich nahezu mit dem Abdichten von Überlappungen verbracht, aber dabei nicht einmal eine ganze Kartusche der Karosseriedichtmasse verbraucht. Entweder war ich sehr sparsam im Umgang mit der Dichtmasse, oder sehr langsam im Arbeitsfortschritt. Niemand wird es je erfahren.
Während der Arbeit sind mehr Stellen aufgefallen, die während des Sandstrahlens leider nur unvollständig gereinigt worden sind, so dass der Primer auf schlechthaftendem Schmutz aufgebracht worden ist. Da das nicht funktioniert, stand die Entfernung des Schmutzes samt Primer an, hier zum Beispiel am Boden unter der B-Säule:
Ähnlich unterirdisch die Arbeit an der linke A-Säule:
Alles Schlechte ist nun entfernt, und so kann ich die blanken Stellen in der nächsten Woche mit Primer behandeln.
Danach werde ich dann endlich mit dem Einschweissen der Reparaturbleche beginnen, das ich aus unerfindlichen Gründen Woche um Woche verschiebe, vermutlich aus mangelnder Sympathie …
Der GT40 (wir erinnern uns) ist übrigens immer noch beim TÜV, und es ist derzeit zu kalt, um mit dem grünen Auto zu fahren, ergo gab es wieder genügend Zeit, am Falcon weiter zu bauen.
Da nun klar ist, dass seit zwei Jahren Sicherheitstanks verbaut werden müssen, habe ich mich an die Blechbearbeitung des Behälters gemacht, der die ATL-Blase demnächst aufnehmen soll:
Untenliegend mit Bohrungen ist der Deckel zu sehen, darüber die beiden Seitenteile. Das Hauptblech muss ich zum Kanten zu einem Profi tragen, da unsere Kantbank 33mm zu schmal ist 🤦♂️.
Bei der Lackierberatung hatte R empfohlen, die Blechstöße am grundierten Falcon mit Karosseriedichtmasse zu versiegeln. Zur tatkräftigen Unterstützung konnte ich T gewinnen, hier in Aktion:
Hier ein Eindruck des rechten Vorderwagens nach getaner Arbeit:
Bei intensiver Beschäftigung mit dem Thema war ich über die Anzahl und Länge der zu behandelnden Stöße überrascht, insbesondere im Boden:
Vorteilhaft an diesen Stellen ist der Umstand, dass die Abdichttätigkeit größtenteils im Sitzen und Liegen vorgenommen werden kann, so dass ich in einer vermeintlich entspannten Arbeitshaltung wirken konnte. Klar ist auch, dass ich noch weitere Bleche einschweissen muss, was zur Entstehung weiterer Stöße mit Behandlungsbedarf führen wird 😬.
Die Leichtbauscharniere haben Farbe angenommen, die sie hoffentlich einige Zeit behalten werden:
Themenverwandt habe ich mich dann nochmals den Türen zugewandt, bei denen noch die Funktion der Entriegelung von außen auf der to-do-Liste stand. Die zugehörige Mechanik ist insgesamt recht benutzerunfreundlich, wenn es um deren Montage geht. Erschwert wurde das Unterfangen flankierend dadurch, dass am Türinneren etwas Material zu enfernen war, um die notwendige Bewegung der Kinematik zu ermöglichen:
Nachdem beide Türen sich nun von aussen öffnen lassen, bleibt noch die Entriegelung von innen sicherzustellen, doch dazu benötige ich die Verkleidungsbleche der Türen, die erst später geliefert werden. Somit bleiben die Türen also noch einige Zeit im Baufokus.
Nach so viel Mechanik stand mir der Sinn nach einer eher simplen Tätigkeit, und so lag die Farbgebung der Hinterachse an. Die wird mit Chassislack in unauffälligem Schwarz behandelt, und ist nach einem späteren zweiten Anstrich äußerlich einbaufertig:
Weiter ging es mit dem Zuschnitt des linken Radhauses hinten. Bevor dies passieren konnte, musste ich die B-Säule erst einmal mit dem schon vorgestellten Abschlussblech komplettieren:
Die Kontaktflächen habe ich mit Zinklamellenspray behandelt, so dass an dieser Stelle die Korrosionsneigung zumindest verlangsamt werden wird. Das restliche Finish wird durch Spachtelmasse passieren müssen, erfreulicherweise mit einem Bruchteil dessen, das die Vorbesitzer dem Falcon zugemutet haben.
Nun steht dem Einpassen des linken Reparaturbleches wirklich nichts mehr im Wege. Bedauerlicherweise war der heutige Arbeitstag wieder einmal viel zu kurz (oder ich viel zu langsam, alles eine Frage der Betrachtung), so dass es erst demnächst an dieser Stelle wieder spannende Abenteuer in dieser Sache zu berichten gibt:
Alles ist hübsch angerichtet, und ich habe eine Woche lang Zeit, mich mental auf das Kommende vorzubereiten.
Eine detaillierte Inspektion des Falcons nach der Oberflächenbehandlung ergab erwartungsgemäß einige Perforationen durch die Strahlbehandlung, beispielsweise an der rechten A-Säule oder in den hinteren Radläufen:
Ob ich diesen unschönen, zum Glück allsamt nicht-sichtbaren Stellen nun mit Faserspachtel, 2K-Flüssigmetall oder Karosseriedichtmasse oder anderweitig behandeln werde, ist noch in der Diskussion. Recht sicher ist nur, dass dies nicht durch Einschweissbleche erfolgen soll, denn zu schweissen gibt es ohnehin mehr als genug.
Die aus den U.S.A. importierten Reparaturbleche der hinteren Kotflügel beispielsweise sind ein echter Quell anhaltender Schweissarbeiten, hier im Anlieferungszustand …
… und hier nach erstem, groben Zuschnitt:
Eingebaut auf der rechten Fahrzeugseite und mit der Absetzzange behandelt kommen die gelungen geschwungenen Radausschnitte schon einmal ansatzweise zur Geltung:
Erkennbar ist, dass dies noch der unverschweisste Zustand ist, da ich den Vorbeschnitt auf der linken Seite gleich folgen lassen wollte. Hier allerdings gestaltet sich die Sachlage ungleich schwieriger, da der Falcon irgendwann in den letzten fünfzig Jahren offenbar eine Kollision erlebt hat, so dass die B-Säule arg deformiert und leicht in Richtung Fahrzeuginnenraum verschoben scheint.
Die Vorbesitzer hatten diese kleine Unregelmäßigkeit mit einer Dose Feinspachtel aus der Welt geschafft und zur besseren Verklammerung desselben wieder umfangreiche Bohrungen angebracht:
Bei aller Kompromissbereitschaft ging und geht mir das etwas zu weit, und so ist die Säule zunächst ein wenig gerichtet worden. Anschliessend habe ich eine neues Abschlussblech ausgeschnitten, das ich demnächst verschweissen werde:
Raum für Spachtelmasse ist immer noch genügend verfügbar, aber volumenseitg auf einen Bruchteil der Ausgangszustandes reduziert. Immerhin ein Teilerfolg – bei kompromissbereiter Betrachtungsweise.
Was als nächstes kommt, ist klar wie Klosbrühe, nämlich das Anpassen und Absetzen des linken Kotflügels. Zwischen diesem Ereignis und dem heutigen Tag liegt zeitlich etwa eine Woche, was zur Wiedererlangung der notwendigsn Motivation ausreichend sein könnte.
Vor und nach dem Feinschleifen der Kunststofftüren galt es, den Falcon von der Strahl- und Grundierbehandlung abzuholen. Wiederum konnte ich N motivieren, einen Trailer zu organisieren, und so haben wir die Karosserie sach- und fachgerecht verzurrt und uns auf den Weg zur Werkstatt gemacht:
Obwohl es seltsam aussieht, ist nichts Negatives oder Unvorhergesehenes passiert. Trockenen Rades wieder am Ziel angekommen, bringt die sozusagen zweiheitliche Farbgestaltung einen ordentlichen Motivationsschub (die beigestellten drei Liter Grundierung haben nicht ausgereicht, so dass L aus eigenem Fundus nachlegen musste):
Vorne links im Bild ist eine der beiden Türen erkennbar – einige Stunden werden die mich noch beschäftigen, bevor sie wieder eingebaut und die Scheiben eingepasst werden können.
So richtig viel Spektakuläres kann ich heute nicht bieten, da es tatsächlich des ganzen Tages bedurft hat, um die unteren Türkanten in einen annähernd brauchbaren Zustand zu versetzen. Ab und zu frage ich mich, warum das alles so lange dauert, und woher ich die Motivation für all das Schleifen – Spachteln – Schleifen beziehe, aber so ist das Leben eben. Hier also eine der beiden Türen (die andere folgt der Gezeigten im dreißigminütigem Abstand, ergo ist ein Bild hinreichend):
Das Augenmerk bitte auf die unteren Kante richten, so wie ich es quasi den ganzen Tag über gemacht habe.
An der Türinnenseite ist zwar geometrisch nichts auszusetzen, jedoch läßt die Oberflächenqualität wieder craftmanship vermissen. Da als Innenverkleidung ein Aluminiumblech Verwendung finden soll, habe ich die Imperfektionen, soweit möglich, entfernt, so dass die Aluminiumbleche etwas größer als vorgesehen werden, ich aber dafür weniger nachbessern muss (vereinfacht ausgedrückt habe ich soviel Unschönes entfernt, wie es eben geht):
Entlang der schwarzen Linien habe ich die Öffnung also per Trennscheibe vergrößert, und werde die Innenbleche demnächst ausmessen, organisieren und anbringen.
Heute Abend musste ich wieder an Werner denken: zum Glück ist morgen Berufsschule 🛌.
Bevor der Falcon zum Strahlen und Grundieren das Haus verlassen sollte, standen noch einige Gewichtsoptimierungen auf dem Programm. Starten wir mit einem Bilderrätsel – erkennst Du den Unterschied?
Der Verriegelungsmechanismus der Heckklappe hat ausser Massezuwachs am Auto auch keine Funktion mehr und wurde folgerichtig entfernt (zur Aufnahme habe ich mich in die Tanköffnung begeben, das Loch ist die Öffnung des Tankstutzens):
Letztendlich fiel der Dachspriegel der Flex zum Opfer:
Die vorerst letzte Blecharbeit bestand in der Schaffung eines Freiganges für die oberen Querlenker. Hinter dieser Verstärkung verrichtet die Feder vorn ihren Dienst, jedoch würde es durch die Tieferlegung des Falcon (wir erinnern uns: Shelby Drop und Wedges) zur Kollision zwischen Lenker und Blechteil kommen:
Die weiss gekennzeichneten Bereiche habe ich entfernt, und die Gummipuffer, der hier als Anschlag vorgesehen war, erst einmal weggelassen (schliesslich wird das hier kein Offroad Fahrzeug):
Dann war der Zeitpunkt gekommen, um den Falcon an die frische Luft …
… und auf einen Trailer zu befördern:
N hat freundlicherweise den Transport ermöglicht, so dass in der kommenden Woche gestrahlt und grundiert werden kann – ich habe das den Experten überlassen, damit ich mich vertrauten Dingen zuwenden konnte (beachtenswert ist der Dosenaufdruck: „Für größere Schäden und Löcher“, wie wahr):
Die Anwendung dieses Produktes wurde notwendig, da die beiden Türen, wie bereits in einem der vergangenen logs beklagt, nicht nur zu schmal, sondern auch in der Höhe zu klein geraten waren. Same procedure than last week:
Um einen Einblick in die Qualität (der britische Ausdruck wäre wohl mit „craftmanship“ treffend gewählt) zu gewähren, hier ein Detail der Motorhaube von den Innenseite:
Nun heisst die Innenseite deswegen Innenseite, weil sie innen, also nur begrenzt sichtbar, ist. Daher habe ich beschlossen, nur die allergröbsten Fehlstellen zu reparieren, und auf Schleiforgien a la GT40 an dieser Stelle zu verzichten (ich habe also doch etwas gelernt, oder handelt es sich schon um Altersmilde?). Zum Abschluss noch ein Stileben mit Kunststoff (die beiden Fender sind auch in Behandlung, lagen allerdings auf der bildabgewandten Seite):
Ein bisschen ist noch zu tun, aber der Weg und das Ziel sind das Ziel, wie es landläufig heisst.
Die Dreiecksfenster in den Türen waren noch nicht komplett montiert, und auch noch nicht komplett leichtbauoptimiert. Die Variante links im Bild mit verkürzter Scheibenführung ist einbaufertig, die in der rechten Bildhälfte benötigt noch eine Behandlung:
Die Stoßstange vorn ist nun auch komplett verschraubt, und das Gesamtsystem ist erstaunlich stabil (solange es keine Stöße ertragen muss, wofür reguläre Stoßstangen ausgelegt sind, diese aber eben nicht).
Hinweisen möchte ich an dieser Stelle auf die hinteren Stoßstangenhalter, wiederum aus Leichtbaualuminium ausgeführt. Die Stücke sind nicht nur leicht, sondern auch echte Unikate insofern, als dass selbst linkes und rechtes Teil nur begrenzt ähnlich sind:
Beide Versionen habe ich mit der Blechschere bearbeitet, so dass nun beide Seiten in etwa spiegebildlich wirken (es aber nicht wirklich sind 🤫).
Hier die spätere Verbausituation ohne …
… und mit Stoßstange:
Gar nicht einmal so häßlich, wenn man auf so etwas steht 😏.
Auf der to-do-Liste stand außerdem noch die Montage der rechten Tür. Alles beginnt wie so oft ganz unscheinbar …
… und wird am Ende doch gut:
Das Schloss funktioniert, wie auch auf der linken Seite, ohne größere Einstellarbeiten perfekt, wirklich bemerkenswert.
Den Rest des Tages habe ich mit Spaltmaßen verbracht, ein wenig spachteln hier, ein bisschen schleifen dort. Manchmal frage ich mich, ob das alles Not tut, aber schliesslich fährt das Auge auch mit 🤓.
In den U.S.A. habe ich die Fahrwerksteile nach langem Hin und Her nun doch bestellt, samt Frontscheibe. Bevor die Lieferung eintrudelt, hoffe ich, die Grundierung des Autos samt vorgelagertem Sandstrahlen über die Bühne gebracht zu haben. Schliesslich sind herumliegende Autoteile nur sinnlos gebundenes Kapital, und das braucht in der heutigen Zeit schliesslich niemand.
Zum Thema Lernfähigkeit, wie im letzten build log beschrieben, nur soviel: die Demontage und Montage der rechten Tür fühlte sich wie Bandarbeit bei Herny Ford Inc. an, also flüssig. Hier der Gesamteindruck:
Die Spaltmaße sind fast gut, immerhin ausreichend. Nach weiteren Spachtel-Schleif-Spachtel-Arbeiten werde ich die Türen und die fender bis auf Weiteres so belassen (wer weiß, was noch kommt).
Seid mehreren Wochen frage ich mich, wie die Befestigung der Supersuperleichtbaustoßstangen an die Längsträger funktioniert. Allen Mut zusammengefasst, ist das hier einer der beiden Halter …
… und das der fertige Einbauzustand:
Irgendwie sieht das nach LKW aus, aber ich weiss ja, dass dies der kleinste PKW war, den Ford Motor Company im Jahr 1964 angeboten hat.