Build log, 08.09.18

Der zweiteilige Plan zur Fertigstellung der Abgasanlage, den ich im letzten build log vorgestellt habe, hat exakt zur Hälfte funktioniert (zur anderen folglich nicht): Sammler und Schalldämpfer sind verschweisst, die Geschichte mit der Deko-WIG-Naht erwies sich – auch nach Anhörung diverser WIG-Schweißexperten – leider eher als Wunschdenken. In den kommenden Wochen habe ich genügend Zeit, das Thema „ansehnliche Krümmeroberfläche“ zu vertiefen, denn gestern stand der Wiedereinbau in den GT40 an (nachdem ich nochmal drei Stunden mit Schweissen und Schleifen zugebracht hatte 😒). Hier der Baustand noch ohne Schalldämpfer:

Für mich völlig überraschend hatte die ganze Schweisserei an den Rohren in dieser Montagephase zu kaum erkennbaren Wärmeverzügen geführt, und nach Anschrauben der Krümmerrohre konnte ich die 4-in1-Sammler mit sanfter Gewalt ebenfalls montieren. Nun ja, ein gewisser Schweissverzug war dann aber doch zu beobachten, der erkennbar wurde, als die Schalldämpfer mittels V-Bandschellen an die Sammler montiert werden sollten: der Schalldämpfer wohnt jetzt in einer um 10mm abgesenkten Position, was der Sache ingesamt jedoch eher zuträglich ist 😁. Hier die fast finale Einbaulage (wie erwähnt fehlt noch die Oberflächenbehandlung und die Lackierung meines Leichtbauschalldämpferhalters):

Schön, oder? Die Lambdasonde ich auch schon verschraubt, allerdings muss B da nochmal zum Thema „Kabellänge“ ran, denn die Sonde wäre diesbezüglich auch einen halben Meter hinter dem Fahrzeug montierbar …

Schliesslich fand noch die vorläufige Verlegung der acht Zündkabel statt, die ungewöhnlicherweise oberhalb der Ventildeckel erfolgen wird, mit dem Vorteil, dass ich keine neuen Kabel kaufen oder bauen muss. Die Kabel sind professionell in zwei blauen Ford Racing Kabelhaltern geführt, garantiert stilsicher 😉😉😉:

Später mehr,

Udo

Build log, 01.09.18

Heute gibt es tatsächlich wieder Erfreuliches zu berichten. Der Cobramotor ist nach sonntäglicher Ausfahrt bis auf Weiteres dicht, und F hat während der Woche das Schweissgerät repariert, so dass ich an den Abgasrohren des GT40 weiterwerkeln konnte. Zunächst war der nun richtige Anschluss der Lambdasonde an der Reihe, und dann habe ich mich Rohr für Rohr vorgearbeitet, und hatte gegen 5 Uhr alles soweit geschweisst und geschliffen, wie ich es mit meinen Mitteln eben hinkriege:

Die ganze Sammlung liegt nun neben den Schalldämpfern im Kofferraum meines Autos, und der Plan ist, die Abgasteile am Montag zum Fachbetrieb zu tragen, damit der a) die Schalldämpferverbindung zum 4-in-1-Sammler schweisst und b) die Abgasrohre mit einer optischen tiptop-WIG-Naht versieht, so dass ich hoffentlich zeitnah die gesamte Anlage wieder einbauen kann.

Die Oberflächenbehandlung der Rohre mache ich erst dann, wenn der Wiedereinbau tatsächlich funktioniert hat – irgendwie sehe ich da nicht alles wirklich glatt verlaufen 🤔.

Später mehr,

Udo

Build log, 25.08.18

Eigentlich wollte ich heute gar keinen build log schreiben, aber da am Sonntag um 12 Uhr schon drei Besucher dort waren, habe ich mich umbesonnen. Der Grund dafür, nichts zu schreiben, liegt in dem gestrig unterirdischen Arbeitstag: zwei Abgasrohre (von acht 😕) waren fertiggestellt, als B kam, um die Zündung der Cobra zu justieren. Das Ganze hat zwischen 8 und 10 Anläufe und einige Nerven gekostet, war dann aber irgendwann erledigt. Fahren und damit Dichtigkeitsprüfung geht wegen gestrigen Starkregens erst heute.

Als ich dann mit dem dritten GT40 Abgasrohr weitermachen wollte, ist das Schweissgerät abgeraucht. Ausserdem ist mir klargemacht worden, dass ich den Anschluss der Lambdasonde falsch angebracht habe, und irgendwann kam dann der kleine Hunger, und ich bin nach Hause gefahren. Black Saturday …

Später (Erfreuliches hoffentlich) mehr,

Udo

Build log, 18.08.18

Die gute Nachricht im Nachgang zum letzten build log zuerst: die vier Dichtungen der Ansaugspinne haben sich bei der Montage nicht verschoben 👍🏻👍🏻👍🏻. Die schlechte Meldung ist im Bild untenstehend erkennbar: da die Dichtfläche vorn offenbar mit einem nur sehr geringen Spalt ausgestattet ist …

… hat sich die vordere Korkdichtung zerlegt, und Öl kann und konnte durch das entstandene Scheunentor austreten 😒😒😒. Auch dass die hintere und die beiden seitlichen Dichtungen perfekt saßen, änderte am Gesamtergebnis nichts: alles wieder auf Null, jetzt ohne Korkdichtungen, auf die Dichtkraft von Silikon vertrauend.

Das Ganze soll jetzt erst einmal gut durchhärten, und dann geht’s weiter. Vorerst habe ich beschlossen, keinen neuen Dichtsatz zu kaufen. Das ist echter Optimismus!

Für den Rest des Nachmittages habe ich mich wieder mit der Nacharbeit an den GT40 Krümmerrohren beschäftigt, und ganz langsam reift mein Plan B heran.

Später mehr,

Udo

Build log, 11.08.18

Gestern stand das Bauen am anderen Auto mit V8-Motor an, da die Dichtung der Ansaugspinne der Cobra nach ca. 25.000 Kilometern deutliche Undichtigkeiten aufweist. Also habe ich einen Dichtungssatz erstanden, dazu eine Flasche mit schwarzer Silikondichtmasse. Nach Demontage des Luftfilters und diverser Zuleitungen sowie Ablassen des Kühlwassers stand die penible Reinigung aller Dichtflächen an:

Danach die Dichtungen mit Silikon eingesetzt, und schon stand die Re-Montage der Spinne an:

Die absolute Schwachstelle ist die im linken Bildteil senkrecht geschwungene Dichtfläche, die mit Kork belegt ist, aber so ist diese Konstruktion eben, die in den U.S.A. schon seit Generationen so praktiziert wird. Das Ganze gibt es auf der rechten Seite nochmal, Wahnsinn.

Anschliessend stand es an, die Spinne wieder zu montieren, ohne die vier Dichtungen dabei zu verschieben:

Ob das Ganze funktioniert hat, sehe ich heute bei einer Ausfahrt 🚗🚕🚙🚌.

Zurück zum GT40: ich werde meine Strategie, die Schweissnähte der Krümmerrohre komplett zu verschleifen, aufgeben, und Plan B umsetzen, dessen Inhalt bloss noch entstehen muss 🤔🤔🤔🤔.

Später mehr,

Udo

Build log, 28.07.18

N hatte drei weitere Abgasrohe mitgebracht, und da nicht alle WIG-Nähte aus verschiedenen Gründen Sichtqualität aufweisen, ist die logische Konsequenz, dass die Nähte verputzt werden müssen. Da teilweise ein leichter Nahteinfall vorliegt, ist dieser in einem eher langwierigen Verfahren mittels Aufschweissen, Schleifen, Aufschweissen, etc. (Mathematker nennen das wohl iterieren) zu neutralisieren. Hier ein Eindruck von einer der unzähligen Nähte:

Erkennbar sind die im Schraubstock eingespannten Aluminiumschutzbacken und einer der acht in Behandlung befindlichen Patienten.

Dass das wechselweise Tragen von Schweisshelm und Atemschutzmaske bei lauschigen 28 Grad C besondere Freude bereitet, versteht sich selbstredend.

In der nächsten Woche geht das Spiel dann weiter 😰.

Aufgrund der Gesamtsituation habe ich mich entschlossen, heute nichts im GT40s zu publizieren 🤔.

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Udo

Build log, 21.07.18

Zuerst stand die Behebung der Kollision zwischen Handbremsgestänge und Wasserleitung an. Dazu habe ich mir von Samco einen 90 Grad Reduzierbogen von 45mm auf 38mm besorgt, der am Motorauslass sitzt. Hier die bisherige Verbaulage mit geradem Reduzierstück …

… und nun das Ganze mit 90 Grad Reduzierer:

Kundige Betrachter haben bemerkt, dass auf dem zweiten Bild bereits der Keilriemen schon eingebaut ist. Wieder ein kleiner Meilenstein auf dem Weg zum Fahrbetrieb 🏎🏎🏎.

Nun stand also der Voreinstellung der brembo Handbremse nichts mehr im Weg, und nach einigen Hin und Her bewirkt die Betätigung des unten sichtbaren Bremshebels tatsächlich eine nahezu gleichmäßige Bremswirkung an beiden Rädern der Hinterachse:

Schliesslich hatte ich noch kleinere Restarbeiten am Start: der Schnellverschluss des Kupplungszylinders am Getriebe brauchte noch eine Abstützung, um ein späteres Versagen der Verbindung durch mechanische Dauerbelastung zu unterbinden. Auf das Einbringen von Löchern in den Halter (siehe Bildmitte) aus Gewichtsgründen habe ich in diesem Fall verzichtet:

(Der erkennbare Staub rührt im wesentlichen von zwei parallel arbeitenden Mähdreschern her, die das Roggenfeld mähten, das seit acht Wochen keinen Regen mehr erlebt hat, und das direkt vor der Werkstatt liegt).

Schliesslich war in den Abgasstrang noch der Anschluss für die Lambdasonde einzuschweissen. Der Durchbruch war dann mit Bohrer und Hartmetallfräser irgendwann geschafft und der Gewindeeinsatz schon mal geheftet:

Ich hoffe, in den nächsten Tagen die restlichen, noch beim Verschweissen befindlichen Krümmerrohre wieder in meine Obhut zu bekommen, so dass der Fertigstellung der Abgasanlage nichts mehr im Wege steht.

Und dann noch flugs ein paar Kabel angeschlossen, und einem Motorstart steht in Theorie und Praxis nichts mehr im Weg. Könnte also vor Jahresende noch über die Bühne gehen ☃️☃️☃️.

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Udo

Build log, 14.07.18

Nach dem Besuch in Le Mans am letzten Wochenende war die Motivation selbstredend auf einem Höchststand angelangt, der auch durch vergleichsweise monotone Tätigkeit nur unwesentlich abgemildert wurde: es stand das Nacharbeiten der Schweissnähte an den acht Krümmerrohren an (der allgemeine Trend zu Motoren mit verringerter Zylinderanzahl hätte bei Umsetzung natürlich deutlich weniger Aufwand erfordert, aber es ist, wie es ist). Hier eine Momentaufnahme aus einer Arbeitspause:

Die Hälfte der Rohre habe ich verarbeitet, die restlichen vier sind noch beim WiG-Schweissen bei M, so dass ich mich glücklicherweise anderen Tätigkeiten widmen konnte. Zum Beispiel hatte ich beschlossen, die Leitungen von Steuergerät zur Batterie nun doch nicht durch die Fahrgastzelle, sondern auf meinem links hinter dem Tank angebrachten Modulträger zu verlegen. Hier das Zwischenergebnis:

Das alles muss demnächst noch etwas geordnet, erweitert und mit Kabelbindern befestigt werden, und dann würde die gesamte Pracht hinter dem linken Tank verschwinden.

Eine der weiteren verbleibenden Restarbeiten war die Wiedermontage der Handbremsmimik. Dazu habe ich mich unter das Fahrzeug begeben, und bin auf folgenden Sachverhalt gestoßen (zur besseren Orientierung: links unten im Bild sind meine Spinde erkennbar):

In der Bildmitte sind die beiden 90 Grad Bögen der Wasserleitung erkennbar, und die Kollision der Handbremsleitung mit dem unteren der beiden Bögen. Kein Ding, Rohrleitung verlegen und Freigang schaffen – Murphy hat doch recht.

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Udo

Build log, 30.06.18

Die letzten noch zu ersetzenden Bremsleitungen waren die an der hinteren rechten und an den beiden vorderen Verzögerungseinheiten. Nachdem ich am vorletzten Samstag den Vorderwagen weitestgehend demontiert hatte, gestaltete sich die Zugänglichkeit nun als zumindest annehmbar. Hier die verlegten neuen Leitungen im Vorderwagen:

Da alles so schön zugänglich war, habe ich gleich noch drei Wasserablauflöcher in den Boden unterhalb des Lenkgetriebes gebohrt, damit nach alter Weisheit gilt: das Auto ist nicht dicht – was hineinläuft, läuft auch wieder hinaus 🌧⛈🌨. Als nächstes ist Pedallerie und Verblechung wieder zu montieren, und alles sieht dann aus wie zuvor (hat aber natürlich eine deutliche, wenn auch nur für Eingeweihte erkennbare, Wertsteigerung erfahren).

Erfreulicherweise verspürte B Interessen an Kabelarbeiten, und als Ergebnis ist der Motorkabelbaum größtenteils verlegt und angeschlossen:

Aufgrund der Belichtung (ich hätte die grellgelben Bälle entfernen sollen 😞) sind die Kabel zwar in der Bildmitte nur erahnbar, aber physikalisch anwesend.

Im Innenraum auf der Copilotenseite hatte ich das Holley-Steuergerät ja bereits montiert, und hier ist das gute Stück jetzt mit Kabelage erkennbar:

Ein Strang muss zur Batterie, die im Vorderwagen verbaut ist, also geht die Elektrik entweder durch das Fahrzeug, wie hier angedeutet, oder ich spendiere noch zwei Gummimuffen, und führe das Kabel hinter dem Tank und damit ausserhalb des Fahrgastraumes hindurch – es sind ja zwei Wochen Zeit, das Für und Wider allumfassend gegeneinander abzuwägen:

Der Auspuff kam vom WIG-Schweissen ebenfalls noch an – in den nächsten Wochen stehen dann die erforderlichen Nacharbeiten au der Agenda …

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Udo

Build log, 23.06.18

Es war an der Zeit, die teilweise unsachgemäßen Bördelungen an Brems- und Kupplungsleitungen gegen sachgemäße zu ersetzen. Nachdem ich die erste Wochenhälfte mit mir gerungen habe (Austausch oder doch nicht?), ist die Überzeugung gereift, das mit Bremsen und deren Leitungen nicht zu spaßen ist, ergo: raus mit dem Zeug, das nicht ist, wie es muss 🤛🏼👍🏻👊. Passiert war folgendes: ich hatte alle Leitungen mit dem F-Bördel versehen, allerdings benötigen die Anschlüsse der Flexleitungen E-Bördel, die es im Nachgang herzustellen galt.

Um es nun richtig zu machen, habe ich mich erst einmal im Internet mit richtigem Material und Werkzeug ausgestattet:

Unten in rot der Leitungsschneider für spanfreies Trennen der Leitungen, darüber in blau ein einfaches, aber gut funktionierendes Rohrbiegewerkzeug für drei unterschiedliche Durchmesser, Leitungen mit den Durchmessern 4,75mm (3/16″) und 6,35mm (1/4″), sowie Verbinder (Ziel war es nicht, sämtliche Leitungen auszubauen, und daher mussten also Verbinder her).

Hier ein Stilleben der Kupplungsleitung:

Schön erkennbar ist das Bördelgerät samt Überwurfmutter, und dass die Montage natürlich am Fahrzeug stattfinden musste (bin ich froh, dass Kuniferleitungen verbaut sind, und nicht sperrige Stahlleitungen 😉).

Während die Anschlüsse in Richtung Pedallerie ohne größere Demontagen zu bewältigen waren, zeigte sich die Zugänglichkeit der Leitungen zu den vorderen Bremsen als eher schlecht. Um dieses zu verbessern, kam ich nicht umhin, die Pedallerie und Blechverkleidung zu demontieren:

Das alles wird dann demnächst wieder zusammengebaut, und gibt beim späteren Fahrbetrieb das gute Gefühl, das mit den Bremsen eigentlich alles richtig sein sollte – das könnte den Fahrspaß wirklich erhöhen …

Später mehr,

Udo