Build log, 29.07.17

Im letzten build log hatte ich ja von der Belüftung des Fahrgastraumes berichtet, also machen wir da heute gleich weiter. Um den Luftstrom vom Einlass im Aluminiumblech oberhalb der Pedallerie zum Lüfter zu bekommen, ist eine kurze Wegstrecke zu überbrücken, die allerdings die Besonderheit aufweist, dass der Aluminiumblecheinsatz mit D_aluminium = 51mm, der Lüfter mit D_luefter = 76mm daherkommt (ich habe hier eine eher wissenschaftliche Schreibweise gewählt, damit es deutlich wird). Die Lösung besteht in einer sogenannten „Schlauch-in-Schlauch-Lösung“ bei der der kleinere Schlauch in den größeren hineinragt. Zur Befestigung habe ich mir im Aluminiumblech oberhalb der Pedallerie dazu diese Lösung einfallen lassen:


Der 76er Schlauch kommt auf den großen Stutzen, der 51er in den kleineren. Okok, das sieht später niemand mehr, aber schön ist es trotzdem. 

Als nächstes Stand die Anfertigung eines Kabelträgers (sagt man das so?) auf dem Programm, da ein Teil des Kabelbaums ja demnächst von vorn im Auto nach hinten verlegt wird (B wird diesen wichtigen Arbeitsfortschritt interessiert zur Kenntnis nehmen). Da die Seitenbereiche des Fahrzeuges ursprünglich so aussehen …


… und dort keine guten Befestigungsmöglichkeiten bestehen, kommt der besagte Kabelträger zur Anwendung. Dazu habe ich mir ein Aluminiumblech geschnitten, das an den Rahmen angeschraubt (zwischen Rahmen und Träger habe ich einige Streifen Dämmband geklebt, um unschöne Klappergeräusche im Fahrbetrieb zu unterbinden), und eine Vielzahl von Löchern gebohrt, in denen dann demnächst die Spezialkabelbinder befestigt werden können:


Als das geschafft war, habe ich mich an die Verschlauchung des Kraftstoffsystems begeben. Wir erinnern uns: zwei Tanks, ein Catchtank, drei Pumpen, Entlüftung und Rücklauf für alle drei Tanks. Das klingt aufwändig, und das ist es auch! Vom Cobrabau hatte ich noch Dash 6 Stahlflexschlauch übrig, und aus dem habe ich dies hier gebastelt:


Da das Bild nun nicht zwingend selbsterklärend ist, einige sachdienliche Hinweise an dieser Stelle: das Foto habe ich auf dem Rücken liegend (entspannte Arbeitshaltung übrigens) unterhalb des Schwellers hinten aufgenommen. Ihr erkennt zwei 30 Grad Verschraubungen, die zur Tankentlüftung und -rücklauf auf der rechten Fahrzeugseite dort sind, und die mittels Bulkheadverschraubung nach oben geführt werden. Oben rechts sind noch die beiden elektrischen Anschlüsse der Benzinpumpe erkennbar, und von der Pumpe geht eine weitere Verschraubung zum Catchtank. Ich erwähnt ja bereits, dass der Konstruktion ein gewisses Maß an Komplexität innewohnt. Das wirklich Tragische daran ist, dass von der ganzen technischen Schönheit nichts, aber auch gar nichts, sichtbar sein wird, wenn der GT40 fertig ist (es sei denn, dass ich mich doch noch für Acrylglasdeckel entscheiden werde …). Übrgens habe ich mir weiteren Stahlflexschlauch eines Imitatherstellers von der anderen Seite der Erdkugel bestellt: nicht nachmachen, besser Originales verbauen, soweit mein Ratschlag an die Fachwelt. 

Da alle meine verfügbaren Verschraubungen fast verbaut waren (neue sind bestellt), entstanden zum Schluss des ereignisreichen Tages die Verbindung der Benzinpumpe rechts mit dem inzwischen verschraubten Catchtank und der Anbau der beiden Motorlager, schwarz lackiert (hestellerseitig ist vorgesehen, dass der Motor an 16 M8-Schrauben hängt, was bei mir irgendwie ein mulmiges Gefühl verursacht. Ich habe 10.9er Schrauben und 10er Muttern verbaut, und der Rest ist Vertrauen, schliesslich bin ich schon der achtzehnte Kunde bei Mick):


Der Ford 347 Kubikinchmotor ist mittlerweile aus den U.S.A. angekommen. Die „sonstigen“ Anbauteile fehlen noch, sollen aber bestimmt und bald in Bremen ankommen. Ein Reisetermin dorthin ist noch nicht gebucht …

Später mehr,

Udo

Build log, 22.07.17

Da die gestrige Arbeitsaufnahme erst gegen 14 Uhr erfolgen konnte, ist das Ergebnis meiner Bemühungen auch eher schmal geblieben. Nachdem ich den vorderen Scheibenrahmen annähernd fertig beschmirgelt hatte, stand mir der Sinn danach, etwas an das Fahrzeug anzubauen. Nach einigem Suchen fanden sich die im letzten Jahr erstandenen Lüfter dann auch wieder (ich sollte vielleicht doch ein DV-gestütztes Lagerhaltungssystem einführen?!?), und nach langen Diskussionen und Abwägungen sind diese nun nebeneinander und oberhalb des Fussraums des Copiloten angeschraubt (im Bild sind die Lüfter als die beiden schwarzen, zylindrischen Dinger erkennbar, montiert auf dem Aluminiumblech, das über den Pedalen sitzt):


Leser mit gutem Langzeitgedächtnis erinnern sich bestimmt noch an die PVC-Rohre, die denen aus der Sanitärfachabteilung täuschend ähnlich sehen, in Wahrheit jedoch edeles Rennsportzubehör sind ;-)), und an die später die Flexschläuche für Scheiben- und Innenraumbelüftung angeschlossen werden (da ich ja eine Klimaanlage ablehne, kommt diesem System eine wichtige Rolle als Wohlfühlfaktor zu …).

Die Lufteinlässe als solche sitzen ja im front clip, der Luftstrom wird durch die selbstgebauten Kanäle entlang des front clips geführt (wir erinnern uns bestimmt), die dann die Luft durch diese gestern ebenfalls noch entstandenen Öffnungen in Richtung Lüfter leiten werden:


Wenn das mal alles so funktioniert … (wie wir in OWL so sagen). 

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Udo

Build log, 15.07.17

Die noch fehlenden Schellen zur Befestigung der Kupplungsleitung waren schnell gelegt:


Etwas schwieriger gestaltete sich das Verlegen der Leitung im hinteren Fahrzeugteil, da hier Zugänglichkeit und Ergonomie etwas zu wünschen übrig ließen. Nach einigem Hin und Her war es dann vollbracht, und die Leitung schaut nun in Erwartung auf Motor und Getriebe für die kommenden Wochen so aus dem Heck heraus:


Das sieht doch ganz anständig aus, meine ich. Die beiden im rechten Bildteil sichbaren Nietmuttern kennzeichnen übrigens die Lage der Kupplungs- und der hinteren linken Bremsleitung. Der Motor wird später die Aufmerksamkeit von den Verschraubungen auf sich lenken, soviel ist mal sicher 🇺🇸🇺🇸🇺🇸

Da die Kraftstofffilter aus dem entlegenen China mittlerweile auch eingetrudelt sind, habe ich die gleich noch zwischen Tank und Kraftstoffpumpe montiert. Das rot eloxierte Aluminiumgehäuse ist für den verdeckten Verbau unter dem Schweller eigentlich viel zu schade – vielleicht baue ich doch noch eine Sichtluke aus Plexiglas ein:


Im Bildhintergrund sind übrigens die frisch verlegten und eben beschriebenen Leitungen erkennbar. 

Es half jedoch alles wenig, irgendwann musste ich bei den Schleif- und Spachtelarbeiten an der Spinne weitermachen – let the good times roll! Also Spinne raus aus dem Auto, Schleifen des überflüssigen Laminates, spachteln, rein ins Auto, Maß nehmen, raus aus dem Auto, und so fort. Ein früher Zwischenstand ist im für heute letzten Bild für die Nachwelt festgehalten:


Erkennbar ist der untere Scheibenrahmen, und das helle Weissliche auf der seknrechten Fläche ist meine geliebter Feinspachtel – hoffentlich ist das bald erledigt, geplant in der kommenden Woche, aber Pläne ersetzen ja bekanntlich nur den Zufall durch den Irrtum!

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Udo

Build log, 08.07.17

Nach zweiwöchiger Pause und einer kurzen Wiedereingliederung in das Schrauberleben ging es gestern höchst motiviert am GT40 weiter. Ziel war die Montage der Wasserleitungen und der Kupplungsverrohrung, und wenn dann noch Zeit bliebe, könnte ich noch aufräumen …

Die Verrohrung zwischen Motor und Kühler verlaufen durch den Tunnel, und damit kein Wärmetauscher entsteht, habe ich die Edelstahlrohre erst einmal mit Isolierband umklebt, funktionsfähig bis 120 Grad Celsius:


Da die mitgelieferten Rohre zu kurz waren, mussten neue her, alles also wie immer. Die Rohrbögen im Vorderwagen waren zum Aussgleich etwas zu lang, und mussten an der gekennzeichneten Stelle abgehackt werden, kein Ding, besser zu lang als zu kurz:


Nach einigem hin und her sieht aktuell der Vorderwagen so aus (erkennbar ist das Lenkgetriebe, und darunter die modellierte Verrohrung …


… die dann aus anderer Perspektive so ausschaut:


Um die Bilderflut zu komplettieren, noch ein Blick in den Motorraum (der Motor ist übrigens auf dem Transportweg zwischen USA und Deutschland):


An dieser Stelle war klar, dass es mit dem Aufräumen nichts werden würde, da die Kupplungsleitungen immer noch hübsch aufgerollt auf dem Werkzeugwagen lagen. Da die Bremsleitung auf der rechten Seite im Wageninneren verlegt wurde, habe ich mich aus Symmetriegründen dazu entschieden, die Kupplungsleitung links entlang zu führen:


Dummerweise sind mir auf dem Weg dorthin die Schellen zur Befestigung ausgegangen, so dass ich die Baustelle halbfertig verlassen musste. Zu Schluss habe ich dann noch die Bremsleitung mittels Hohlschraube montiert, deren Beschaffung einer mittlere Odyssee glich, aber erst möglich, nachdem ich die Dinger auf passende Länge getrimmt hatte:


Nächste Woche fange ich mit dem Aufräumen an, sonst wird das nie etwas …

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Udo

Build log, 15.-17.06.17

Tja, wer nun erwartet, dass nach drei halben Arbeitstagen SEHR viel am GT40 fertig geworden ist, ist unverbesserlicher Optimist. Der Reihe nach: da die Scheibe für den rear clip schon langsam Patina angesetzt hat, und immer noch nicht angebohrt war, habe ich das am Donnerstag in Angriff genommen. Da die Übung ja schon von den Türscheiben bekannt war, ging das Ganze vergleichsweise reibungsarm über die Bühne. Hier die Scheibe, noch mit Schutzfolie versehen:


Dafür, dass das gute Stück nach selbst gefertigter Pappschablone hergestellt ist, waren die notwendigen Anpassarbeiten wirklich gering. Eigenlob, jaja, aber macht ja sonst keiner. 

Danach ging es weiter mit den Bremsleitungen zwischen Pedallerie und Bremszylindern. Nur gerade Anbohren, und fertig, theoretisch. Die vorderen Leitungen sollten im Hohlraum vor der Stirnwand verschwinden, über dem die Pedalbox und in dem das Lenkgetriebe wohnt – entsprechend eng geht es dort zu. Am Ende der Arbeiten sieht es nun so aus:


Der Stahlflexschlauch, der im Radhaus zum Bremssattel geht, kommt auch schön übersichtlich daher:


Dies war die nun leichtere Übung; die Verlegung des hinteren Bremskreises die Anspruchsvollere. Der Weg der Leitung geht von der Stirnwand durch die Kabine auf der rechten Seite nach hinten, was der Rennatmosphäre nicht abträglich sein dürfte …


… und trifft sich hinter der B-Säule mit den Leitungen für den linken und rechten hinteren Bremssattel …


… wobei die Leitung hinten rechts kaum sichtbar zum Stahlflex geführt wird:


Der Weg zur linken Bremse war und ist ein Stück länger, siehe hier:


Das waren die drei Nachmittage, und am Ende wies mein Nietmutternkasten ein leeres Fach auf, in dem zuvor jede Menge M4 Muttern lagerten:


Neue sind bestellt, wie auch der Motor. Zur Vorfreude hier noch ein Bild der Einspritzanlage, weil es sooo schön ist:


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Udo

Build log, 03.06.17

Wir erinnern uns an die Denksportaufgabe des vergangenen logs, nämlich die Fragestellung, wie die Anbindung des Wischerblattdrehpunktes am unteren Frontscheibenrahmen einigermaßen akzeptabel zu bewerkstelligen sei (verlängern oder Kasten bauen). Entschieden habe ich mich für eine Abwandlung der zweiten Möglichkeit dergestalt, dass ich von Scheibenauflage unten bis zum Cockpit einfach eine senkrechte Fläche anlaminiert habe. Das Cockpit mit Aluminiumfolie abgedeckt, konnte das Laminieren flugs erfolgen:


Wer genau hinschaut erkennt, dass das häßliche Ding tatsächlich hinter der Faser verschwunden ist). Beim nächsten Mal muss ich dann die Spinne demontieren, und das überflüssige Laminat entfernen. Klackssache. 

Da ich das Laminierwerkzeug gerade schon im Anstich hatte, habe ich noch eine örtliche Verlängerung des front clips auf den linken Seite vorgenommem – irgendwie schien mir der Spalt zur Tür dann doch etwas überdimensioniert:


Da werden Erinnerungen an die gute, alte Zeit wach …

Mittlerweile sind auch die neuen Drehpunkte für den front clip eingetroffen, da die alten Rohrschellen, die Mick mitgeliefert hat, keine echte Option war (O-Ton Mick: you better build something different. Aha.). Also habe ich mich für eine Aluminiumschraublösung entschieden. Zu deren Montage musste das front clip erst einmal positioniert werden, damit es, wenn der alte Drehpunkt entfernt wird, es seine Lage nicht verändert …


… und dann galt es, die neuen Drehpunkte zu montieren. Hat geklappt:


Vielleicht fase ich die Dinge noch an, der Aerodynamik wegen. 

Der Querträger zur Befestigung der Gurte sitzt auch schon (natürlich passte das Lochbild von Rahmen und Querträger nicht, damit also keine Überraschung an dieser Stelle, und wozu gibt es überhaupt sonst denn Bohrmaschinen und Bohrer mit großem Durchmesser?):


Schliesslich habe ich meine samstägliche Restenergie darauf verwendet, den noch immer nicht montierten rechten hinteren upright zusammen zu bauen, und ihn samt Bremsscheibe und -sättel zu montieren:


Da sieht schon wieder ein wesentliches Stück mehr nach Rennwagen aus, oder? Wer gut aufgepasst hat, hat erkannt, dass die fehlenden beiden Räder am Montag letzter Woche unaufgefordert nachgeliefert worden sind, kaum zu glauben, aber real life, no phantasy (wir waren am Dienstag im Theater, und Bohemian Rhapsody ist mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben). 

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Udo

Build log, 27.05.17

Nachdem die Bremsen nun montiert und ich in Sachen Handbremse wieder etwas schlauer werden musste, habe ich die hand brake caliper noch rasch bei Mick nachgeordert. Die brembo high tech Produkte sahen nach dem Auspacken so aus …


… und nach dem Nachschneiden der Gewinde (hurra, metrisch) und Nachbohren der Befestigungslöcher am upright (passte selbstverständlich nicht ganz, nur fast) sieht die verbaute Situation nun so aus:


Dank brembo wird auch im Stand schnell gebremst, sehr gut. Mal sehen, wo das Handbremskabel am besten entlanggeführt wird – bislang liegt es eher planlos im leeren Motorraum herum. 

Mit den calipers sollten auch die vier Felgen geliefert werden. Dummerweise hat der Spediteur aber nur die Hälfte der Lieferung abgeladen; die andere fährt er hoffentlich noch spazieren. Ich rufe da am Montag mal an. Die neue Optik an der Vorderachse sieht nun so aus (ich habe mich für standesgemäße mattschwarze Lackierung entschieden):


Spur und Sturz stehen noch wie Storch im Salat, aber das wird sich später geben. Ebenso beeindruckend, wenn nicht noch ein bisschen mehr, ist die Lage an der Hinterachse:


Interessanterweise hat alles plug & play gepasst, wirklich bemerkenswert!!

Unter dem Cockpit kommt der schon aus der Cobra bekannte Scheibenwischermotor zur Anwendung, den ich mittels stabiler Aluminiumbrücke schon mal befestigt habe. Da hier ja noch allerhand Anderes verbaut wird, habe ich den Motor auf der Beifahrerseite montiert – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. 


Der Dreh- und Befestigungspunkt für den Scheibenwischer ist auch schon montiert; das Loch daneben wird der Wohnort der Wischwasserdüse. Schön, oder nicht? 


Weniger schön ist allerdings, dass sich das alles oberhalb des Cockpits abspielt, es damit sichtbar ist, und es zwei Möglichkeiten gibt, um diesen Missstand zu beheben:

1. Einen Kasten bauen, der Drehpunkt und Welle verdeckt. Das klingt verdächtig nach Fasermatten, Harz und Härter. 2. Eine Verlängerung bauen, und den Scheibenwischerhalter unter das Cockpit verlegen. Hier denke ich an aufwendige maschinelle Bearbeitung, auch nicht so recht sexy. 

Auf alle Fälle versprechen beide Möglichkeiten Gefummele und eine Menge ungeplanter Arbeit, aber ich habe ja eine Woche lang Zeit, eine wohlabgewägte Entscheidung zu treffen …

Später mehr,

Udo

Build log, 13.05.17

Am Donnerstag hat Mick wieder Teile geliefert, wieder in einer wieder viel zu massiven Holzkiste, aber so kommt halt nichts weg, und nichts verbiegt sich:

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Wir erkennen Bremsen und diverse Leitungen, die auf den Verbau harren. Die mitgelieferten Bremsbeläge kommen, wie es sich gehört, natürlich standesgemäß von Ferodo, und der mitgelieferte Aufkleber macht meinen Werkzeugwagen wieder ein Stück mehr Renn-alike, was mich zu diesem eher künstlerischen Stilleben veranlasst hat:

IMG_1923.JPG

Natürlich habe ich erst mal alle anderen Arbeiten hintenangestellt, um mit dem Interessanten fortzufahren. Die Bremsscheiben müssen nämlich mit einem Adaptertopf aus hoffentlich hochfesten Aluminium verschraubt werden, und hinsichtlich der Anordnung gab es nun vier Möglichkeiten, jedoch zeigt die SGT Homepage überraschernder- und erfreulicherweise, wie es richtig geht. Hier die Scheibe hinten mit Topf, auf den Mitnehmerbolzen montiert …

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… und hier mit AP Racing Bremssattel, angehalten, noch nicht montiert (mir fehlen die passenden Schrauben leider wieder mal):

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Ich finde, dass das auch nur angehalten echt ein Traum ist, und verschraubt wird beim nächsten Mal. Was auf dem Bild nicht zu sehen ist, ist die Anordnung der Innenbelüftung, die diese Scheibe als ein Modell für die rechte Seite ausweist. Aktuell wohnt die Scheibe deswegen auch mittlerweile vorne rechts ;-)))).

Während der Woche sind dann auch noch ein paar weitere Kleinstpakete hereingetrudelt, gefüllt zum Beispiel mit Verschraubungen. Die habe ich dann rund um und am Catchtank angebaut, und ich finde, dass das alles schon mal recht kompliziert aussieht:

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Wenn erst mal die Stahlflexschläuche dazukommen, findet sich da dann niemand mehr zurecht …

Da gestern ein recht produktiver Tag war, habe ich auch noch die Durchführung des Kraftstoffzulaufs (also vom Einfüllstutzen zum Tank) auf der linken Seite geschafft. Auf dem Bild seht ihr die „A-Säule“, das entstandene Loch, das schon mit Keder ummantelt ist, und den abgeklebten 90 Gradbogen, der durch die Öffnung durchschaut. Diese Nummer war derartig nervend (Loch an Loch, von unten gebohrt), dass ich mir die rechte Seite für später aufgehoben habe, wenn ich für diese Art der Arbeit wieder Motivation gesammelt habe.

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Schlussendlich ist dann noch der Handbremshebel Opfer meiner Montagefreude geworden, der mittlerweile am Tunnel angebracht ist. Mick hat eine merkwürdige Stangenkonstruktion, zwei Bowdenzüge und einen Querträger mitgeliefert, und alle Teile müssen irgendwie an das Auto passen, und es im Stand bremsen. Wie, das weiss ich auch noch nicht einmal im Entferntesten, frage aber mal in den nächsten Tagen in England nach …

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Nächste Woche ist Spa Classics, da kann ich vielleicht noch ein paar Anregungen erhaschen!

Später mehr,

Udo

Build log, 06.05.17

Viel kann ich heute nicht berichten, da zwischendurch noch ein älteres Projekt etwas Zeit in Anspruch nahm. Die Vorderachsen sind nun beide montiert (ich habe gerade von Mick erfahren, dass die Verschraubung für den Stabilink im unteren Querlenker als M8 ausgeführt ist, ein Skandal, da ich mich schon über den Kauf von UNF Gewindebohrern gefreut hatte, um den Lack aus den Gewindelöchern herauszubohren), und die rechte Seite sieht so aus:

IMG_0360.JPG

An der Hinterachse, zumindest auf der rechten Seite, ist der drive flange jetzt auch montiert, und kommt so daher:

IMG_0361.JPG

Der geneigte Leser beachte den erhabenen GT40 Schriftzug …

Diejenigen von euch, die ganz genau hinsehen, und über das notwendige Fachwissen verfügen (das mir bis gestern leider abging), erkennen auf den ersten Blick, dass dieser upright an der falschen Stelle sitzt, da die Radbefestigung ein Rechtsgewinde zeigt, das auf die linke Seite gehört, weswegen ich das gute Stück demnächst auf die andere Seite verfrachten muss. Es gibt immer was zu tun, und immer was zu lernen. Leider oft erst, wenn die Arbeit bereits getan ist …

Da ich also irrigerweise dachte, diese Baustelle gelöst zu haben, kam als nächstes die Verbindungsherstellung zwischen Tankeinfüllstutzen und Tank an die Reihe. Diese wird elegant und bestimmt sicherheitskonform durch den Fahrgastraum geführt, und ich muss noch Zweizollkraftstoffleitung und Zweizolledelstahlwinkelstücke 90° kaufen, bevor es hier weitergeht:

IMG_0362.JPG

Da noch Zeit bis zum Werktagesende war, habe ich mich noch ein wenig mit den Verschraubungen rund um die Kraftstoffversorgung vergnügt. Wie schon in einem früheren build log erwähnt, plane ich, einen Benzincatchtank zu nutzen, und da kommen allerhand Leitungen ins Spiel: Tankent- oder -belüftung, Leitung von den Kraftstoffpumpen in den Catchtank, und Rücklauf vom Catchtank in die beiden Haupttanks. Allerhand eben. Nach einigem Überlegen wurde klar, dass je Fahrzeugseite dazu drei Leitungspaare notwendig sind. Damit das nun nicht im Chaos endet und am Ende wie ein unaufgeräumtes Schlangengehege aussieht, habe ich begonnen, bulkheadverschraubungen mit 30° Winkelstücken einzubauen (und einige fehlende heute morgen gleich nachbestellt):

IMG_0363.JPG

Ob das wirklich alles so funktioniert, wird sich dann zeigen. Auf alle Fälle sieht das aber schon mal so richtig wichtig aus, und das ist beim GT40 ja nun auch ein wesentliches Element: schnell schon im Stand ;-))

Später mehr,

Udo

Build log, 29.04.17

Um der allgemein grassierenden Perspektivlosigkeit etwas entgegen zu setzen, habe ich an der Baustelle durch Drehen des Fahrzeuges eine wenn auch nicht neue, so doch geänderte Perspektive erzeugt. Der noch verwaiste Motorraum ist somit besser zugänglich, und gleichzeitig sorgt die geringere Arbeitshöhe (aufgebockt ist der GT40 nun auf professionell wirkenden Dreibeinen) für bessere Arbeitsbedingungen bei den künftig anstehenden Großtaten:

IMG_1898

Bedauerlicherweise mussten aus Gewichtsgründen alle Anbauteile entfernt werden, und das betraf auch die schon provisorisch montierten Fahrwerksteile. Egal, nach einiger Zeit war der vorherige Zustand wieder hergestellt:

IMG_1899.JPG

Es fehlen noch die UNC Muttern, die Mick leider nicht mitgeliefert hatte, aber nach deren Montage wäre das Fahrwerk vorne und hinten dann mal komplett (na gut, die driveshafts fehlen auch noch), und die gezeigten Kabelbinder können entfernt werden …

Ausserdem habe ich es noch geschafft, beide Benzinpumpen, die den Kraftstoff vom linken und rechten Tank in den Catchtank fördern werden, ebenfalls mit Haltern aus Aluminiumblech anzubauen, und auch schon mal die Bulkheadverschraubung samt Winkelstück montiert – ein Traum in blau und rot:

IMG_1896.JPG

Demnächst müssen dann die Stahlflexschläuche in die Verschraubungen gewürgt werden, eine Arbeit, die mir noch von der Cobra in nachhaltig negativer Erinnerung geblieben ist ;-))

Später mehr,

Udo