Heute wurde ein Multimaterialtag geboten. Der Startpunkt lag bei der Metallverarbeitung; es galt, den eher wenig ansehnlichen Kunststoffschlauch zwischen Ausgleichsbehälter und Motoreinlaß gegen etwas Standesgemäßes, nämlich gegen ein Stahlflexprodukt mit blauen Verschraubungen, zu ersetzen. Hier der Patient nach erfolgreicher Operation:

Mit Metall in Form von Aluminium ging es dann weiter, da die einlaminierten Radhäuser leider mit den Hinterrädern kollidieren dürften. Daher habe ich die Radhäuser erst einmal verkleinert, aber die endgültige Form lässt sich erst feststellen, wenn das Auto auf den Rädern steht, also später 😙.

Da ich ja Multimaterial angekündigt habe, nun also zur Abteilung Kunststoffverarbeitung. Der rear clip ist ja erfahrenen Lesern bereits aus der Vergangenheit durch eine gewisse Asymmetrie bekannt, die auch bei Betrachtung auf das Fahrzeugheck nicht endet. Die linke Seite ist / war flacher als die rechte ausgeformt, und da wurde erst einmal Oberflächenvorbereitung erforderlich …

… die dann als Basis für ein erfolgreiches Laminieren diente:

Da diese Arbeit erst einmal trocknen musste, war die Zeit für die dritte Materialbearbeitung gekommen, in diesem blog sehr selten erwähnt: ich und mein Holz!!! Das wird nämlich benötigt, um die „Spinne“, also das Mittelteil, beim späteren Lackieren nicht aus der Form geraten zu lassen. Hier das fertige Produkt auf dem Boden liegend …

… mit Auflagen für A-Säulen und Scheibenrahmen vorne mitte. In die waagerechten Auflagen werde ich demnächst Bohrungen einbringen, die die Spinne fixieren, indem hindurchgeführte Schrauben Spinne und Gestell mittels Nietmutternschraubverbindungen fest verbinden werden. Da das gute Stück auf dem Boden liegend nur eine begrenzte Lebensdauer haben dürfte, habe ich es sachgemäß an einem der Hallenholzständer sicher verschraubt:

Mick hat übrigens zugestimmt, den gelieferten Rohrbogenhaufen, der eine Abgasanlage sein sollte, wieder abzuholen. Morgen ist Internetshopping, Schwerpunkt Edelstahlrohrbögen, und Verpacken von Rohrbögen für den Rücktransport angesagt …
Später mehr,
Udo
















Final zum Tagesende stand die Verlegung der Wasserleitung an, da die Silikonschläuche ebenfalls geliefert worden sind, hier ein Stilleben auf der Wassereintrittsseite (wir erkennen den 360 Grad schwenkbaren Einlass sicher problemlos wieder).
Die Schläuche haften durch ihre Oberfläche derart eklig gut an den Edelstahlrohren, dass Schlauchschellen nur aus optischen Gründen benötigt werden …

Da der Hersteller die Verwendung zweier sogenannter Inbusschrauben als geeignet ansieht, ist die Wahrheit dergestalt, dass eine Verschraubung ohne Spezialwerkzeug nicht, mit demselben jedoch, möglich ist. Hier ein Stileben mit gekürztem Sechskantschlüssel:















Schliesslich fand noch die Montage der Lichtmaschine statt, die verwirrenderweise ohne jede Anpassungsarbeiten erfolgen konnte:
Eher ernüchternd verlief hingegen die Anpassung des Rückwanddeckels, der ja eine Ausbuchtung für die Riemenscheibe der Wasserpumpe benötigt. Nach Schneiden der Öffnung in den Deckel stellte sich heraus, dass ich die gebaute Abdeckung doch zu sparsam gewählt hatte, so dass sie nochmal und in größerer Dimension zu bauen ist. Zum Glück habe ich die Farbdose, über die ich das Aluminiumblech gebogen habe, gestern noch wiedergefunden …

Bereits Erwähnung gefunden hat ja der Umstand, dass die Riemenscheibe der Wasserpumpe (oder auch Wasserpumpenriemenscheibe, wow!!!) in den Fahrgastraum hineinragt. Nach langem hin und her habe ich mich für eine Schweisslösung entschieden, um den notwendigen Freigang zu schaffen. Dazu musste aus der ursprünglich ebenen Abdeckplatte ein zusätzliches Volumen geschaffen werden, frei fliegend hier dargestellt:
Die Abdeckung habe ich freihand über einer passenden Farbdose mit dem Durchmesser 180mm gebogen, und am Ende einer langen Blechscherenreise sah das dann ganz gängig aus. Zusammen mit der Serviceklappe und dem eigens erstellten Deckel wird das später standesgemäß rennsportlike so eingebaut werden (im Hintergrund Schnittspäne; die fertige Form der Abdeckung konnte ich rechnerisch nicht ermitteln (zylindrischer Abschnitt, geschnitten an zwei zueinander nicht-parallelen Ebenen), da ich meine Formelsammlung zuhause vergessen hatte. Wer bekanntlich nicht rechnen kann, muss iterieren, und das Ergebnis all der Iterationen sind eben die Schnittabfälle im oberen Bildteil. Da die elektrische Blechschere noch defekt ist, ging das alles per Handblechschere, gut für den Kraftaufbau im rechten Arm:
Jetzt benötige ich wieder jemanden, der Aluminiumblech schweissen kann; zum Glück gibt es das Internet 📠📠📠.










